Donnerstag | 31. Mai 2012 | 11:09 Uhr
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  • FILMDETAILS | Der Krieg des Charlie Wilson
  • Der Krieg des Charlie Wilson

    Drama, Biografie | USA 2007
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      • | Produktionsnotizen

      • 1979 repräsentierte der stets perfekt gekleidete Kongressabgeordnete Charlie Wilson sechs Jahre lang den 2. Distrikt von Texas. „Der Liberale von Lufkin“ nannte man ihn, der für die Frauenrechte und Steuerbefreiungen von Senioren, aber auch gegen Waffenkontrolle eintrat.
        Seine schwarzen Wähler waren seine größten Unterstützer, er befürwortete das Recht auf Abtreibung. Sein Wahlbezirk liebte ihn dafür.

        Am Capitol Hill war Wilson wahrscheinlich besser bekannt für seine persönlichen Marotten als für seine politische Karriere. Er umgab sich mit einem Schwarm von wunderschönen Assistentinnen, alles gleich aussehende Naturschönheiten, „The Angels“. Mit seiner Größe, der dröhnenden Stimme, dem schnellem Witz und seinem unendlichen Charme – und seiner Liebe zum Whiskey – kam er bei den Frauen bestens an. Die Skandale verfolgten ihn, aber durch seine Freundlichkeit und Souveränität konnte er immer jedweden Schaden abwenden. Als 1979 drohte, dass die Russische Armee in Afghanistan einmarschieren sollte, hatte Wilson das auf seinem Schirm.

        Die öffentliche Entdeckung von Wilsons außergewöhnlichem Heldentum begann mit einem Profil in „60 Minutes“, das der mit Auszeichnungen bedachte Journalist George Crile 1988 produzierte. Crile verfolgte diese Geschichte und schrieb ein Bestsellerbuch über Wilsons verdeckten Krieg, der sich wie ein Roman las, aber Wirklichkeit war.

        Als Crile in seinem Buch schrieb: „Es war im Januar 1989, gerade als die Rote Armee geplant hatte, seine Soldaten aus Afghanistan abzuberufen, rief Charlie Wilson an, um mich zu einer Untersuchungsreise in den Mittleren Osten einzuladen. Einige Monate zuvor hatte ich ein Portrait von Wilson für „60 Minutes“ produziert und hatte eigentlich überhaupt keine Lust, mich noch weiter mit seiner Rolle im Afghanistan-Krieg zu beschäftigen. Aber dann habe ich die Einladung doch ganz schnell angenommen. Die Reise begann in Kuwait, ging weiter zu Saddam Hussein in den Irak und dann nach Saudi-Arabien, eine große Tour, die uns in die drei Länder brachte, die bald im Zentrum des Geschehens im Golfkrieg stehen würden. Für mich war diese Reise der Beginn einer langen, langen Odyssee.“

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