Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:37 Uhr
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  • FILMDETAILS | Der unglaubliche Hulk
  • Der unglaubliche Hulk

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2008
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      • | Produktion: Zwei Titanen in Manhattan

      • Im Drehbuch stand außerdem ein Zweikampf monumentalen Ausmaßes: Hulk muss ganz New York vor Abominations Zorn retten. Petruccelli erinnert sich: „Als Louis mir sagte, der Höhepunkt des Films sollte in Harlem vor dem Apollo Theater stattfinden, meinte ich nur, ’Klar, kein Problem, aber wir müssen es nachbauen’, denn es war absolut undenkbar, dass man uns dort Autos durch die Gegend werfen und Sachen in die Luft sprengen – also mehr oder weniger eine historische Stätte in Schutt und Asche legen ließ.“

        Das Team prüfte ein paar andere Drehorte und Optionen, entschied sich aber letztlich dafür, die Sequenz in drei verschiedenen Locations über einen Zeitraum von mehreren Wochen zu drehen. Der Kampf der Titanen, von Visual-Effects-Supervisor Kurt Williams spaßeshalber „die größte Kneipenschlägerei der Geschichte“ genannt, war mit fast 80 verschiedenen Visual-Effects-Szenen eine der aufwändigsten und kompliziertesten Sequenzen des ganzen Films. Hier war die Zusammenarbeit zwischen Art Department und Visual-Effects-Team besonders gefragt. Williams sagt: „Wo Hulk ist, geht’s rund. Unsere Aufgabe war es, die Sets und CGIs zu einem möglichst realistischen Szenario zusammenzubasteln.“

        Ein Abschnitt von Torontos Yonge Street entpuppte sich als ideal, um als Harlemer Fassade zu dienen und Mitte September erhielt die Produktion die Erlaubnis, einen vier Häuserblock langen Teil der Straße für vier Nächte abzusperren. Genug Zeit für Crew und Second-Unit-Crew, um die gewaltige Sequenz mit dem Visual-Effects-Team, dem Special-Effects-Team, Stuntmen, Hunderten von Statisten und haufenweise Pyrotechnik zu drehen: ein Chaos aus zerstörten Autos, explodierenden Bussen, Fassaden und Geschäftszeilen, die extra dafür errichtet wurden, darunter auch die Front des Apollo Theaters samt seines legendären Marquee.

        Dank Visual Effects ging die Zerstörung in der Innenstadt von Hamilton weiter, in einem zwei Häuserblocks langen Abschnitt. Dort errichteten Petruccelli und sein Team auf einem Parkplatz eine weitere Häuserfassade von Harlem, die in dem brutalen Kampf dem Erdboden gleichgemacht wird und bei Leterrier und den Produzenten nur „Abomination Alley“ hieß.

        Die Action gipfelte auf dem Gelände der Toronto Film Studios, auf dem Set vor einem virtuellen Gerichtsgebäude. Dort wurden u. a. ein Hubschrauberabsturz und die verheerenden Folgen gedreht. Die Requisitenabteilung war monatelang damit beschäftigt, Steintrümmer zu gießen und zahllose Stein-, Marmor- und Dachziegelbrocken aus Gips herzustellen, damit niemand durch die herumfliegenden Trümmer verletzt wurde.

        In Toronto drehten die Filmemacher auch auf dem Campus der Universität, im Morningside Park und im Bankenviertel. Die Sets für Innenaufnahmen, darunter Banners Labor, entstanden in den Toronto Film Studios. Weitere Drehorte waren die Canadian Air Force Base in Trenton, Ontario und ein Gletscher in Bella Coola, British Columbia.
        Egal wo gedreht wurde, an eines mussten sich die Schauspieler und die Crew schnell gewöhnen: Regisseur Louis Leterriers Einsatz der fünf, zehn und fünfzehn Meter hohen Kamerakräne mit Teleskop-Armen. Norton erinnert sich: „Louis benutzt Kräne wie andere Schulterkameras. Er ist sehr dynamisch, was das angeht. Ich sagte ihm einmal ’Ich kenne wirklich niemanden, der seine Kräne so liebt wie du.’“

        Leterrier will dem Publikum das geben, was es verlangt: das volle Action-Programm. „Die Zuschauer stecken in Bruce Banners Haut, weil wir ihm buchstäblich auf den Fersen sind, wenn er durch die Favelas flüchtet. Dank Kabelkameras sitzen sie neben ihm auf dem Motorrad. Sie sind direkt hinter ihm, wenn er sich in Hulk verwandelt hat, da der „russische Arm“, der Haupt-Kamerakran, uns ermöglichte, so schnell wie Hulk zu sein, so hoch zu springen, sich wie er zu bewegen, mit Sachen um sich zu werfen. Das Publikum wird sich fühlen wie er. Es bekommt das totale Hulk-Erlebnis!“

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