Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:38 Uhr
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  • Der unglaubliche Hulk

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2008
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      • | Produktion: Die Wiedergeburt des Hulk

      • Marvel und Universal war von Anfang an klar, dass sie mit einem neuen Film über den berühmten grünen Superhelden unbedingt die Wünsche des Publikums erfüllen wollten. Zum Glück konnte Marvel auf einen schier unendlichen Fundus an Hulk-Geschichten zurückgreifen, der bis in die 1960er Jahre zurückgeht. Und da gibt es nichts, was es nicht gibt: Hulk war Mitglied der „Avengers“ und der „Defenders“, kämpfte mit den „X-Men“, war einer der „Four Horsemen of the Apocalypse“, heiratete, wurde vom Präsidenten begnadigt und legte sich mit den „Illuminati“ an. Die Filmemacher konnten aus den Vollen schöpfen und ließen Hulk zu seinen Wurzeln zurückkehren.
        Mit DER UNGLAUBLICHE HULK wollte Marvel an die Handlungselemente der Serie mit Bill Bixby und Lou Ferrigno aus den 1970er/1980er Jahren anknüpfen. Das Studio wusste, dass den Fans Banner auf der Flucht, wie er verzweifelt versucht, das Monster in sich zu bekämpfen, am liebsten war.

        Banner nutzt die Kräfte des Monsters, um Unschuldige zu beschützen, die ihm bei seiner Suche nach einem Heilmittel begegnen, was ihn zum Helden wider Willen macht. Auf der Flucht vor den Militärs, die seine übermenschlichen Kräfte für ihre Zwecke ausbeuten wollen, wird Banner gezwungen, sich mit seiner dunklen Seite auseinander zu setzen und seine Gewaltausbrüche ins Positive zu kehren. Bixby und Ferrigno unterstrichen diesen Aspekt in der TV-Serie besonders und gaben so das Grundthema für diese Neuerzählung von DER UNGLAUBLICHE HULK vor.
        David Maisel, Chairman von Marvel und ausführender Produzent des Films, sagt: „Hulk ist ein Juwel in der Marvel-Krone, und wir freuen uns, ihn wieder auf die Leinwand zu bringen. DER UNGLAUBLICHE HULK enthält alles, was die Figur in den letzten, nahezu fünfzig Jahren so beliebt gemacht hat. Mit ihm kehren wir zu den Wurzeln der Comics und der TV-Serie zurück.“

        Kevin Feige, Produzent und Chef der Marvel Studios, fügt hinzu, dass er schon als Kind von Banners gespaltener Persönlichkeit – und natürlich von Hulk selbst – fasziniert war. Er erinnert sich: „Im Marvel-Universum gibt es über 5000 verschiedene Figuren. Und alle Marvel-Helden haben Stärken und Schwächen. Genau deshalb sind sie seit Generationen so beliebt. Sie sind komplex und tiefgründig, aber die Beziehung zwischen Bruce Banner und Hulk gehört zu den tiefgründigsten.“
        Blockbuster-Produzentin Gale Anne Hurd, die Actionklassiker wie Aliens (Aliens – Die Rückkehr, 1986), The Abyss (Abyss – Abgrund des Todes, 1989) und die Terminator-Trilogie (1984-2003) produzierte, stimmt Feige zu: „Was mir an Hulk immer gefallen hat, war, dass er zwar ein Superheld ist, aber keiner im eigentlichen Marvel-Sinne“. „Banner stülpt kein Kostüm über und rettet die Welt. Er hat es ja selbst kaum in der Hand, wann er sich in Hulk verwandelt.“
        „Seine unbändigen Kräfte machen ihm Sorgen, aber er erkennt ihr Potential und ist so in der Lage, den Fluch in Heldentum zu verwandeln“, fügt Hurd an. „Das ist einer der Gründe, warum man sich mit der Figur so gut identifizieren kann. Wir wünschen uns doch alle in bestimmten Situationen, unsere Bürde an jemand stärkeren weiterzugeben, an den eigenen kleinen Hulk, der sich darum kümmert. Davon handelt dieser Film.“

        Die Verantwortlichen und Produzenten bei Marvel wollten unbedingt, dass Banners Heldentum, das aus seinem inneren Konflikt erwächst, in DER UNGLAUBLICHE HULK im Mittelpunkt steht. Aber, so wie Lee und Kirby den „ungewöhnlichsten Mann aller Zeiten“ angelegt hatten, wollte Banner nie ein Held sein. Er ist vielmehr ein brillanter Forscher, dem ein beschauliches Leben vorschwebt, in dem er sich komplizierten Hypothesen widmen kann. Dazu Lee: „Banner versucht mit allen Mitteln, Hulk zu eliminieren. Er braucht einfach nur genug Zeit, um im Labor an einem Gegenmittel zu arbeiten. Doch dazu kommt es nie, weil immer etwas passiert.“ – Die Bösen lassen ihm keine Ruhe.

        „Die Hauptaussage des Films lautet: ‚Hulk ist ein Held’“, sagt Feige. „Seine düsteren, ängstlichen Seiten haben wir bereits gezeigt. Diesmal geht es darum, die innere Kraft zu nutzen, etwas, das stärker ist, als man selbst. Eine Macht, die sich zum Guten wendet, wenn man mit ihr umzugehen weiß. Diese universelle Wunschvorstellung macht Hulks Popularität aus.“

        Um diese Geschichte von Bruce Banner und seinem Alter Ego zu erzählen, brauchten die Produzenten einen Regisseur, der ihre Vision teilte. Sie fanden ihn schnell in dem französischen Filmemacher Louis Leterrier, Regisseur der Jason-Statham-Actionkracher The Transporter (2002) und Transporter 2 (Transporter II – The Mission, 2005) und Unleashed (Unleashed – Entfesselt, 2005) mit Jet Li, Morgan Freeman und Bob Hoskins. Gleich nach dem ersten Treffen war klar, dass nur Leterrier für die Regie von DER UNGLAUBLICHE HULK in Frage kam.

        „Louis passte zu dem Projekt wie die Faust auf’s Auge“, sagt Hurd. „Seine früheren Filme zeigen, dass er ein großartiges Gespür für Actionszenen und stilistisch hervorragende Kamera-Arbeit besitzt. Und dann ist er auch noch ein leidenschaftlicher Fan des Genres! Er liebt die Figuren über alles.“

        Feige ergänzt: „Louis’ Enthusiasmus ist grenzenlos, was Hulk angeht. Man braucht jemanden wie ihn, um den richtigen Ton zwischen Spaß und Action zu treffen. Als Louis zu uns stieß, hatte er bereits genaue Vorstellungen, wie der Film aussehen sollte. Davon und von seinen späteren Storyboards und Konzeptdesigns waren wir völlig begeistert. Er findet grandiose Bilder und weiß, wie wichtig es ist, eine sorgfältig ausgearbeitete Story mit klasse Action zu kombinieren. Wo Hulk hintritt, wächst kein Gras mehr; das hat Louis perfekt eingefangen.“

        Dazu Produzent Avi Arad: „Louis weiß um Hulks Tiefgründigkeit und die Wurzeln der Figur – und als Franzose, so sagte er, gehe ihm die Love-Story natürlich ganz einfach von der Hand.“

        Leterrier, der in Paris aufwuchs, wo Marvel-Comics nicht gerade an jeder Ecke zu haben waren, erzählt, dass seine Begeisterung für Hulk durch die TV-Serie der 1970er Jahre entstand. „In Frankreich haben wir als Kinder eher französische und belgische Comics gelesen und weniger amerikanische. Aber an die TV-Serie kann ich mich noch bestens erinnern. Die war auch bei uns ein Riesenhit und hat mein Bild von Hulk geprägt.“
        Wie alle Fans, begeisterte sich Leterrier natürlich für die starke Action in der Serie. Aber es berührte ihn auch, wie Bill Bixby diesen tiefen Konflikt rüberbrachte, das Dilemma, das übermenschliche Kräfte mit sich bringen. Leterrier: „Es war wirklich herzzerreißend, wie Banner Folge für Folge versuchte, ein neues Leben zu beginnen, Freunde zu finden. Und jedes Mal, wenn es ihm fast gelungen war, tauchte Hulk auf und machte alles wieder kaputt.“

        Leterrier mag Protagonisten, die in kein Schema passen, was er schon mit seinen vorangegangen Filmen bewiesen hat: „Bruce Banner ist ein Antiheld. Er will seine Superkräfte nicht, weiß aber, dass er sie auch nicht aufgeben kann, weil dann jemand anderes käme, um sie zum Bösen zu wenden. Das ist der Kern seiner Figur – eine Geschichte, die von Akzeptanz handelt. Jeder von uns hat eine aggressive Seite. Einige können besser damit umgehen als andere. Banner versteht, dass sich Wut leicht in Mut verwandeln lässt.“

        Da im Kino bereits erzählt wurde, wie der Atomphysiker verstrahlt wird und seine Superkräfte entdeckt, konnte Leterrier jetzt mittendrin einsteigen – mit allen Mitteln, die die neueste Filmtechnik bietet. „Die technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung standen, waren großartig. Dann noch die Wurzeln, auf die wir bei der Figur zurückgreifen konnten, die tolle Story, die Action, Spannung und Rasanz machen unser Hulk definitiv zu einem Held, der voll einschlägt!“

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