Mittwoch | 30. Mai 2012 | 18:38 Uhr
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  • FILMDETAILS | Der unglaubliche Hulk
  • Der unglaubliche Hulk

    Action, Science Fiction, Fantasy | USA 2008
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      • | Produtkion: Motion Capture

      • Während sich die Darsteller ihre Charaktere erarbeiteten, tüftelten die Visual-Effects-Spezialisten an den Effekten. Unermüdlich und kontinuierlich wurde an den Bewegungsabläufen von Hulk und Abomination gearbeitet, um sie zu perfektionieren. Alle Szenen, in denen sie vorkamen, bestanden aus einer bahnbrechenden Kombination aus Computereffekten und Motion Capture (mo-cap), die seinerzeit für Gollum aus Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie entwickelt wurde.

        Dazu Visual-Effects-Supervisor Williams: „Das Motion-Capture-Verfahren ermöglicht es, Körperbewegungen digital zu speichern und auf eine digitale Figur zu übertragen. Dadurch entstehen menschliche Nuancen, die bei einer rein computeranimierten Figur unmöglich wären. Das Verfahren spielte eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung sämtlicher Action-Sequenzen.“
        Um die Bewegungsabläufe von Hulk und Abomination für die digitalen Master bei Rhythm & Hues zu gewährleisten, holte man den Bewegungstrainer Terry Notary. Einen Veteran, der schon an 4: Rise of the Silver Surfer (Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer, 2007), Planet of the Apes (Planet der Affen, 2001) und James Camerons kommendem Epos Avatar (2009) beteiligt war. Notary begann seine Karriere als Turner und Mitglied von Cirque du Soleil’s „Mystère“, bevor er ins Filmgeschäft einstieg.

        Bereits in einer frühen Phase der Vorproduktion legten Williams, Notary und Rhythm & Hues’ Visual-Effects-Animation-Supervisor Keith Roberts jede einzelne Bewegung und Position der Figuren fest, insgesamt mehr als 2500. Per Motion-Capture-Verfahren definierten sie die unterschiedlichen Bewegungsarten und Kampfstile von Hulk und Abomination.

        Dazu Roberts: „Motion Capture ist mittlerweile soweit, dass das Rendern sehr schnell geht. Im Grunde kann man die Ergebnisse in Echtzeit sehen und sofort überprüfen, ob eine Performance die richtige Dynamik besitzt. Man kann Motion-Capture-Schauspielern Regieanweisungen geben wie regulären Schauspielern – sofort vor Ort. Diese Interaktivität war für uns ausschlaggebend. Denn obwohl es sich letztlich um computeranimierte Figuren handelt, liegen ihnen menschliche Bewegungen zugrunde.“

        In Abstimmung mit Leterrier entwickelten Notary und Roberts auf der Grundlage der Original-Comiczeichnungen ein Basisprogramm für Hulks und Abominations Bewegungen – von Hulks berühmt berüchtigtem Donnerschlag bis zu Abominations schnellen Schritten. Anschließend begann das Team damit, den Figuren Leinwandleben einzuhauchen.

        Notary verbrachte über zwei Monate mit der Choreographie und Verfeinerung der charakteristischen Schläge, Treffer und Tritte der Feinde. Dabei trug er einen Spezialanzug, der es den Kameras ermöglichte, jede Nuance seiner Bewegungen aus jedem Winkel aufzunehmen und auf zwei Monitore zu übertragen. So ließ sich jede Bewegung genauestens studieren. Notarys Performances basierten auf den Comicvorlagen: „Die Hommage an die Comics war sehr wichtig“, erklärt er. „Hulk ist sehr menschlich und lässt sich von seinen Gefühlen leiten. Darum habe ich seine Bewegungen und seine ganze Erscheinung sehr realistisch angelegt. Abomination ist dagegen sehr kopfgesteuert. Sein Verstand leitet ihn, der Körper folgt nur. Im Gegensatz zu Hulk fühlt er nichts.“

        Ihre Art zu gehen, wie sie ihre Köpfe drehen, um auf etwas zu reagieren, das alles ist bei Hulk und Abomination komplett unterschiedlich. Das einzige, was sie miteinander verbindet, ist ihr verstrahltes Blut. Alles wurde penibel ausgearbeitet, vom unterschiedlichen Knochenbau bis zu ihren verschiedenen Arten, einen Menschen anzusehen. Abominations Kopf ruckt wie eine Peitsche, während Hulk eine viel langsamere und behutsamere Art hat.

        „Die charakteristischen Bewegungen haben sich aus Terrys und Keiths Motion-Capture-Arbeit entwickelt“, sagt Williams. „Hulk bewegt sich beispielsweise sehr rund und defensiv. Stieße man ihn weg, würde er für einen Moment zurückweichen, um dann mit aller Gewalt auf einen loszugehen. Abomination würde sich dagegen kaum bewegen, sondern sofort zum Angriff übergehen. Landet er auf dem Rücken, lässt er sich blitzartig hochschnalzen und ist sofort wieder kampfbereit, wogegen Hulk sich erst abrollen muss, aufspringt und dann weitermacht.“

        Sowohl Norton als auch Roth waren an ihren CGI-Charakteren durch ein Cyber-Scannning-Verfahren beteiligt, das Mova heißt. Dabei bemalt man das Gesicht eines Schauspielers mit Infrarotfarbe und hält ihre Performance mit 37 Infrarotkameras aus allen Blickwinkeln fest. „So wirkt die Mimik absolut real. Zusätzlich drehten wir Referenzmaterial ihrer Gesichter auf HD“, erklärt Leterrier.

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