Neben dem konkreten, sichtbaren Leben, das man führt, haben mich immer die vielen anderen berührt, die nur in der Phantasie vorkommen: Wenn man an einem anderen Ort wäre, einen anderen Menschen getroffen, sich anders entschieden hätte, sich trauen würde etc. ... ‚Sehnsucht’ empfinde ich als etwas sehr Persönliches.
Als wilde Kraft, die viel über einen Menschen erzählen und gleichzeitig auch eine bittersüße Prise Abschied, Verzicht in sich tragen kann. Manchmal ist das eine Leben zu klein.
In den Interviews während der Recherche zum Film, hatte ich den Eindruck, dass Liebesgeschichten oft die Bühne für Sehnsüchte werden. Hier sollen Wünsche in Erfüllung gehen, das Aufregende passieren, das einen lebendig macht. Hier wird man zur dramatischen Figur, zeigt sein Gesicht. ...
Der Mann in dieser Geschichte ist eine überhöhte, romantische Figur, im altmodischen Sinne fast ein Ehrenmann. Einer, der versucht alles richtig zu machen, Verantwortung zu übernehmen und darin scheitert. Es gibt keinen Schutz.