Mittwoch | 30. Mai 2012 | 21:57 Uhr
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  • FILMDETAILS | Der Mann, der niemals lebte
  • Der Mann, der niemals lebte

    Thriller | USA 2008
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      • | Produktion: Ed Hoffman leitet die Abteilung...

      • Niemand weiß besser als Roger Ferris, unter welchem Druck er beim Einsatz steht. Der ungewöhnlich fähige Agent bekommt den Auftrag, konkrete Informationen über Terroreinsätze zu beschaffen. „Ferris engagiert sich intensiv für den Kampf gegen den Terrorismus – jeden Tag setzt er dabei sein Leben aufs Spiel“, sagt DiCaprio.

        „Er kennt sich bestens mit Waffen und Nahkampfmethoden aus, ist aber auch ein sehr intelligenter, äußerst effektiver Agent, der voll in die orientalische Kultur eingetaucht ist. Er spricht die Sprache, ist kulturell versiert, respektiert die Sitten und Gebräuche der Menschen. Und er ist inzwischen in der Lage, Beziehungen zum Schein zu pflegen und sich in Terror-Netzwerke einzuschleusen.“
        „Ferris hat ein untrügliches Gespür“, sagt Ignatius. „Die Menschen und die Kultur sind zu seiner zweiten Natur geworden – ähnlich wie ich selbst es erlebt habe.“

        Bei der Vorbereitung auf den Film setzte sich DiCaprio intensiv mit Ignatius’ Buch auseinander, sprach mit dem Autor und etlichen ehemaligen CIA-Mitarbeitern. „Ich saugte alles auf, was ich über CIA-Einsätze erfahren konnte“, berichtet der Schauspieler. „Dieses Team schickt Leute rund um die Welt, um jeder noch so kleinen Spur nachzugehen. Man bekommt es mit der Angst zu tun, wenn man überlegt, wie gefährlich die Welt wäre, wenn es eine solche Organisation nicht gäbe. Sie haben einen extrem schweren Beruf. Jederzeit müssen sie mit dem Schlimmsten rechnen.“

        Wer auf einem so unsicheren Pflaster mit dem Leben davonkommen und dabei auch noch Erfolg haben will, sollte tunlichst genau überlegen, wen er als Informanten rekrutiert und mit wem er sich verbündet. Scott berichtet: „Wer in dieser Branche arbeitet, muss bestimmte Methoden anwenden, die Erfolg versprechen… Methoden, die oft auch Gewalt einschließen.“

        Zu Ferris’ Aufgaben gehört auch, seine Identität so plötzlich und reibungslos zu wechseln wie seinen arabischen Akzent, ob er nun undercover im Einsatz ist, sich in ein hermetisch gesichertes Haus einschleust oder als amerikanischer Banker getarnt auftritt. Die Rolle des Roger Ferris ermöglicht es DiCaprio also, stellvertretend die Hyperrealität eines Menschen zu erleben, der nur überlebt, wenn er gleichzeitig in mehreren Tarnungen überzeugt. „Ferris weiß ganz genau, dass es mit ihm vorbei ist, wenn er auffliegt – und das kann jederzeit passieren. In diesen ganz unterschiedlichen Szenarien setzt er ständig sein Leben aufs Spiel. Für mich als Schauspieler trägt das bei der Arbeit sehr zur inneren Spannung, zum Realismus bei.“

        „Ganz ehrlich: Ich habe selten mit einem so interessanten Darsteller gearbeitet wie Leo – er bleibt immer locker und fröhlich, ist dabei aber total konzentriert“, sagt Scott über den vielseitigen Schauspieler. „Er ist äußerst intelligent und ein eingefleischter Profi – er bereitet sich sehr intensiv vor. Die Arbeit mit ihm klappt wunderbar. Ich habe ihn in seinen Filmen immer schon bewundert, aber trotzdem überrascht er mich jetzt – so beeindruckt bin ich von ihm.“

        Dieses Gefühl ist gegenseitig. „Ich wollte schon immer mit Ridley Scott arbeiten“, berichtet DiCaprio. „Er gehört zu den größten Filmemachern, die wir heute haben, immer wieder dreht er mitreißende Filme – egal, in welchem Genre. Ich fand dieses Projekt also von Anfang an sehr spannend.“

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