Drama,
Komödie
| Finnland / Großbritannien / Island 2005
WERBUNG
| Schwule auf Island
„Mein Film erklärt, was es bedeutet, als Schwuler in einer so vom Machismo geprägten Gesellschaft wie der isländischen zu leben, samt ihrem stereotypen Bild vom Mann als hart arbeitendem und ebenso hart trinkendem Fischer“, sagt Regisseur Róbert I. Douglas.
Dieses Männerbild ist in 11 MEN OUT ziemlich präsent: da wird bei jeder Gelegenheit die Whiskyflasche aus dem Versteck geholt, die Frauen haben nie was zu sagen, die Männer imitieren das Image des schweigsamen Cowboys und unter sich prahlen sie mit ihren Verführungskünsten.
Ansonsten ist Tristesse angesagt: Dauerregen, Betonhochhäuser, Videotheken für die Erwachsenen, Counterstrike-Turniere für die Jugendlichen und ein allgemeines Abhängen in Kneipen zu schmalziger Live-Schlagermusik.
Die Schwulen in 11 MEN OUT bilden meistens keine Ausnahme – obwohl es durchaus eine (übersichtliche) Szene in Reykjavík gibt. Die einzige Schwulenkneipe im Film heißt zwar schlicht „Gay Bar“, aber immerhin gibt es eine Gay-Pride-Parade und man hat mal die Möglichkeit, „I am what I am“ auf Isländisch gesungen zu hören.
Und natürlich wird im Film entschieden mehr geduscht als Fußball gespielt...