FILMDETAILS | Die drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel
Die drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel
Abenteuer,
Jugendfilm
| Deutschland / Großbritannien 2007
WERBUNG
| Die Kids
Allen Beteiligten war klar, dass der alles entscheidende Schritt in der Vorproduktion die Besetzung der drei Hauptfiguren war. Wenn Justus, Peter und Bob nicht glaubwürdig wären, könnte der Film niemals funktionieren. Entsprechend war es ein langwieriger, anstrengender Prozess, bis „Die drei ???“ schließlich endlich gecastet waren. Die Suche erstreckte sich über Südafrika, England und die USA. Jennifer Smith, Agentin der Aquila/Wood Casting Agency Hollywood, organisierte ein großes Casting in Los Angeles, bei dem sich endlich die drei besten Jungs herauskristallisierten: Chancellor Miller als Justus Jonas, Nick Price als Peter Shaw und Cameron Monaghan als Bob Andrews.
„Sie waren einfach die besten aus der riesengroßen Auswahl, die wir hatten“, meint Florian Baxmeyer. „Wir haben überall gecastet. Aber in Los Angeles war dann doch die Auswahl am größten. Und die Kids stammen direkt aus Kalifornien. Das ist im Vergleich zu England, wo wir auch gecastet haben, eine ganz andere Mentalität. Sie sind sehr spielfreudig, sind sofort auf Improvisationen eingestiegen – und die Chemie zwischen ihnen hat gestimmt. Sie passen meiner Meinung nach hundertprozentig zu den Figuren.“
Und Malte Grunert, Produzent und Leiter des Kompetenz-Centers SHIP, ergänzt: „Bewusst haben wir auf große Namen verzichtet, denn unsere Stars sind ‚Die drei ???’. Jeder Fan der Reihe hat sein eigenes Bild von ihnen. Und deshalb haben wir sehr genau darauf geachtet, dass sie als Typen einzeln funktionieren und als Gruppe miteinander harmonieren.“
Bereits im Vorfeld war die Entscheidung gefallen, dass man in englischer Sprache drehen wollte, um die internationale Verwertbarkeit des Films zu erhöhen. „Von Anfang an wollten wir eine Produktion für den internationalen Markt“, betont Sytze van der Laan und sagt im Hinblick auf seine drei Hauptdarsteller: „Professionals wie sie findet man leider nicht in Deutschland. Doch nicht nur der schauspielerische Anspruch war hoch, natürlich musste auch ihre Muttersprache Englisch sein.“
„‚Die drei ???’ sind drei Jungs, Justus, Peter und Bob, die sich als Detektive betätigen, ganz nach ihrem Motto: Wir nehmen jeden Fall an“, erklärt Justus-Jonas-Darsteller Chancellor Miller, der – wie seine beiden Kollegen – vor dem Film noch nie ein Buch der „Die drei ???“ gelesen hatte. „Sie sind tolle Filmhelden, weil einerseits die Chemie zwischen ihnen perfekt stimmt und andererseits jeder von ihnen eine starke, ausgeprägte Persönlichkeit besitzt. Justus, meine Figur, ist der Anführer. Er ist ein Meister darin, Probleme zu lösen. Man könnte ihn mit Sherlock Holmes vergleichen; er ist ständig am Überlegen und Kombinieren. Er ist voll und ganz auf den jeweiligen Fall konzentriert und kann es nicht ausstehen, wenn er davon abgelenkt wird. Es macht Spaß, ihn zu spielen, weil er so anders ist als andere Kinder. Er benimmt sich fast wie ein Erwachsener, benutzt komplizierte Worte. Er ist ganz anders als Peter und Bob – und vermutlich deswegen sind sie ein so gutes Team.“
Nick Price beschreibt seine Figur so: „Peter ist der Athletische der drei; er hat kein Problem damit, auf Berge zu kraxeln oder sich körperlich zu betätigen. Aber wenn es unheimlich wird, dann ist er auf einmal schüchtern und ängstlich. Er wirft gerne ein Auge auf Mädchen. Und die Mädchen mögen ihn. Also versucht er, sich immer cool und lässig zu geben.“ Und Cameron Monaghan, der Dritte im Bunde, sieht seine Rolle folgendermaßen: „Bob ist verantwortlich für die Information. Er ist ein Bücherwurm, ein bisschen tapsig und nicht besonders cool. Als Kleinster der Gruppe hinkt er immer ein bisschen hinterher, aber er ist ziemlich smart. Und das macht vieles wieder wett.“
Die Besetzung empfanden alle drei als mühselig und anstrengend, wie Nick erklärt: „Es war ein langer Prozess. Nach dem ersten Vorsprechen wurde ich immer wieder zurückgerufen und traf mich mit Florian Baxmeyer und Ronald Kruschak. Ich musste immer wieder mit anderen Jungs vor die Kamera, dabei lernte ich dann auch Chance und Cameron kennen. Das zog sich etwas hin, aber es war cool, dass ich schließlich den Zuschlag bekam.“ Chancellor erinnert sich: „Ich war völlig weg vor Begeisterung – es ist mein erster Film, und ich spiele gleich die Hauptrolle. Es kann allerdings sein, dass sich meine Mutter noch mehr gefreut hat. Meine Eltern unterstützen mich total. Für sie ist es natürlich irre, dass ich diese Chance erhalten habe.“
Für die Jungs hat es sich allemal gelohnt – sie wurden mit einem aufregenden Dreh in Südafrika belohnt, was vor allem Cameron sehr gut gefiel: „Ich finde es lustig, so lange in Südafrika zu sein. Das Land ist wirklich toll. Ich vermisse zwar meine Katzen zuhause, aber dafür habe ich hier schon jede Menge anderer Tiere gesehen. Das gefällt mir.“ Und schließlich besteht ja auch die Aussicht, dass sie ihre Rollen auch in den nächsten beiden Filmen der Reihe „Die drei ???“ wieder spielen. „Das ist Wahnsinn. Die Arbeit an dem ersten Film war so toll, dass ich es gar nicht erwarten kann, bis es weitergeht. Ich gehe davon aus, dass die nächsten Filme noch besser werden, weil wir uns in unseren Rollen schon besser auskennen. Wir werden etwas älter sein, was bedeutet, dass die Filme wohl auch spannender und aufregender werden.“
Während des Drehs für den ersten Film gab es für die drei jungen Hauptdarsteller jedenfalls nicht nur lange Stunden am Set zu bewältigen. Auch eine andere Aufgabe verloren sie nicht aus den Augen: Sie mussten die Schule besuchen. Also wurde eine Privatlehrerin angestellt, die sich darum kümmerte, dass der nötige Lehrstoff abgehandelt wurde. Fast täglich waren sie überdies mit ihren Lehrern zuhause via Internet in Kontakt. Richtig viel Freizeit hatten die Jungs also nur während der Drehpausen am Wochenende. Sie nutzten sie, um gemeinsam ins Kino zu gehen oder Sport zu treiben.
Natürlich war auch Heimweh bei dem langen Dreh in Südafrika ein Thema, über das nachgedacht werden musste. „Zum Glück entpuppte sich das als kein allzu großes Problem“, sagt Produzent Malte Grunert. „Alle unsere 13-jährigen Darsteller sind hier mit Teilen ihrer Familie, in allen drei Fällen sind die Mütter mitgereist, zum Teil auch Brüder, die Väter sind nachgekommen oder zu Besuch gewesen. Sie haben es gut weggesteckt. Man muss auch ehrlich sagen, dass sie trotz ihres jungen Alters Vollprofis sind. Sie sind es gewohnt, viel zu arbeiten, sie kennen Sets, die Arbeit im Film. Ich hatte den Eindruck, dass sie sehr viel Spaß hatten in Südafrika. Für zwei von ihnen ist es das erste Mal, dass sie die USA verlassen haben. Afrika und die Safaris, die sie hier gemacht haben, und das Schwimmen in reißenden Flüssen in den afrikanischen Bergen waren ein ziemliches Abenteuer.“ Und Baxmeyer fügt hinzu: „Sie verstehen sich auch untereinander sehr gut. Es gab keine Ermüdungserscheinungen, es ist nie vorgekommen, dass einer seinen Text nicht konnte, sie sind alle vorbereitet. Wir haben zwei Wochen geprobt, bevor wir angefangen haben zu drehen, und sie waren am Schluss noch genauso gut wie am Anfang des Drehs – es ist beeindruckend.“
Dennoch empfand es der Regisseur durchaus als Herausforderung, mit drei 13-Jährigen als Hauptdarstellern zu drehen. „Das will genau geplant sein“, berichtet er. „Man muss immer wieder Pausen einlegen, damit sie für 20 Minuten in ihren Trailer gehen können. Wenn sie dann wieder zurückkommen, sind sie wieder absolut frisch. Man hat also effektiv fünf Stunden Drehzeit, am Set waren die Jungs täglich acht bis neun Stunden. Das führt dazu, dass man sich noch genauer vorbereitet, weil die Drehzeit begrenzt ist.“ Malte Grunert bestätigt: „Man baut Drehpläne mit sehr vielen Tagen! Das ist die einzige Möglichkeit. Unsere drei amerikanischen Kinder sind Mitglieder der amerikanischen Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild und unterliegen damit auch Richtlinien zu Arbeitszeiten, die sich aber nicht groß unterscheiden von den Richtlinien für Kinderschutz in Deutschland. Das muss auch strikt eingehalten werden, was auch in unserem Interesse ist: Ausgeruht spielen die Jungs natürlich sehr viel besser.“
Als weiteres wichtiges Mitglied des Casts stieß die 13-jährige Entdeckung Naima Sebe zur Besetzung. Sie ist als das südafrikanische Mädchen Chris zu sehen, das „Die drei ???“ anheuert und beim folgenden Abenteuer stets an der Seite der Jungs ist. „Für die Rolle der Chris haben wir ebenfalls in Los Angeles, London und Südafrika gecastet“, erinnert sich Malte Grunert. „Die Wahl fiel aber nicht deshalb auf Naima, weil ihre Mutter zufällig Deutsche ist, sondern weil sie die Beste war. Auch in L.A. haben wir für die Rolle sehr gute Darstellerinnen gesehen, aber da die Figur ein südafrikanisches Mädchen ist, haben wir uns letztendlich für Naima entschieden.“
Eine ganz besondere Szene hat Naima mit Chancellor Miller, der den Justus Jonas spielt: Gemeinsam erleben die beiden ihren ersten Kuss! „Das war schon schwierig, das hat viel Überwindung gekostet“, lacht Florian Baxmeyer. „Aber auch da waren sie sehr professionell. Das war sehr süß, ehrlich gesagt. Es ist ja auch gut, wenn sie nicht so routiniert sind. Sie waren sehr schüchtern, und das hat gut gepasst: Sie sollen ja so sein wie sie sind.“
Komplettiert wurde die Besetzung mit bekannten Charakterdarstellern, die die Erwachsenenrollen übernahmen. Der Kanadier Nigel Whitmey ist als Peters Vater, Al Shaw, zu sehen. Der südafrikanische Star Akino Omotoso spielt Chris’ Vater Gamba. Royal Shakespeare Company-Schauspieler James Faulkner, ein überaus erfahrener britischer Schauspielveteran (u.a. BRIDGET JONES und AGENT CODY BANKS), übernahm die Rolle des barschen Rangers Bill. Sicherheitschef Farraday wird von Langley Kirkwood gespielt. Und Fiona Ramsay übernahm die Rolle der zickigen Millionenerbin Miss Wilbur.