FILMDETAILS | Die drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel
Die drei ???: Das Geheimnis der Geisterinsel
Abenteuer,
Jugendfilm
| Deutschland / Großbritannien 2007
WERBUNG
| Die Verwirklichung eines Jugendtraumes
„Ist er schon da, der neue „Die drei ???“-Band?“ Etliche Tage meiner 70er-Jahre-Kleinstadtkindheit vergingen damit, dass ich mit klopfendem Herzen in das Buchgeschäft in der Fußgängerzone schlich und hoffnungsfroh auf das fest eingerichtete Regal für die Reihe der „Die drei ???“-Abenteuer blickte. Ich habe die Bücher gesammelt, ich habe sie geliebt. Für mich gab es keine aufregendere Welt, als die der drei Detektive auf diesem Sammler- und Schrottplatz im ominösen kalifornischen Ort „Rocky Beach nahe Hollywood“.
Freundschaft! Abenteuer! Die Filmwelt! Das aufregende Kalifornien! Ungelöste Rätsel und Mysterien! Dieser geheimnisvolle dicke Mann namens Hitchcock! Wo konnte das Leben verheißungsvoller sein, als in der Nähe dieses mysteriösen Thriller-Regisseurs und der treuen Freunde Justus, Peter und Bob? (Von Pippi Langstrumpf, Flipper und den Bonanza-Boys vielleicht mal abgesehen.)
Gut 30 Jahre später bin ich zu Gast bei Elizabeth Arthur, der Tochter des Mannes, der die Welt der „The Three Investigators“– wie sie im Original heißen – erschuf. Sie öffnet für mich ihre Schatzkiste: In der schweren Holztruhe liegen die Originalmanuskripte von Robert Arthur. All seine erdachten Abenteuer, in fetten, langsam verblassenden Buchstaben auf zahllosen Schreibmaschinenseiten, versehen mit etlichen handschriftlichen Notizen.
Gut weitere zwei Jahre später sitze ich mit Florian, unserem Regisseur, der als Kind mal seine eigene „Die drei ???“-Detektei gegründet hat, in Hollywood und caste die Rollen „Justus, Peter und Bob“. Rund 40 Kinder spielen uns vor, jene auserwählte Schar, die wir aus Hunderten Bändern und Fotos ausgewählt haben. Und als wir sie dann finden – Chancellor Miller mit seinem pausbäckigen, cleveren Charme, Nick Price mit seinem rehäugigen und draufgängerischen Understatement und Cameron Monaghan mit seiner Spontaneität, seinem intelligenten Einfallsreichtum und seinem verblüffenden Witz, da wird mein Jugendtraum langsam wahr. Wir haben sie!
Noch mal neun Monate darauf wird der Film geboren. Wir stehen mit über 100 Mann Filmteam auf einem Berg in Südafrika. Vor uns erstreckt sich die atemberaubende Landschaft des Kaps der Guten Hoffnung. „Die drei ???“ hängen an Seilen eines Flugfallschirmes und rennen eine Rampe hinunter, geradewegs auf den Abgrund zu…
Doch ich bin mir sicher, sie werden abheben und fliegen, sie werden den Bösewicht stellen und auch diesen Fall lösen, denn sie haben noch nie einen Fall verloren gegeben.
Und ich denke mir, wie Recht ich hatte: Das Leben in ihrer Mitte ist verdammt aufregend, das Leben mit den „The Three Investigators“ – den „Die drei ???“, und ich hoffe, es wird Kinder geben, wie ich eines war, die in das Kino ihrer Heimatstadt laufen werden und fragen:
„Ist er schon da, der neue „Die drei ???“-Film?“