Die Begegnung mit der Musik und den Videos von Norah Jones brachten ihn dazu, sich gleich noch in eine weitere Ungewissheit zu stürzen, nämlich der Sängerin, die zuvor noch nie einen Film gedreht hatte, die Hauptrolle anzubieten. „Sie hat eine natürliche Kamerapräsenz“, räsoniert Wong Kar-Wai, „weswegen ich ihr auch verboten habe, Schauspielunterricht zu nehmen.“ Wong sieht ihre Figur als einen nicht ganz sauber geschliffenen Spiegel, der bestimmte zwischenmenschliche Situationen in sich aufnimmt. Was der Spiegel dann zurückstrahlt ist keine naturgetreue Wiederholung, wohl aber die aufrichtige Spiegel-Version der Ereignisse. „In Memphis ist sie eine Tennessee Williams-Heroine, in Nevada könnte sie jemand sein, den es in einen Chandler-Roman verschlagen hat, und in New York stellt sie sich für mich wie eine Figur aus einer Geschichte von Paul Auster dar.“