Mittwoch | 30. Mai 2012 | 22:08 Uhr
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  • Mensch, Dave!

    Science Fiction, Komödie | USA 2008
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      • | Produktion: Das Design von Dave

      • Clay A. Griffith, der Szenenbildner von MENSCH, DAVE!, sah sich mit einer ungewöhnlichen Herausforderung konfrontiert: Er musste das Innere eines Raumschiffs entwerfen, das von der Struktur her der Funktionalität eines menschlichen Körpers angepasst sein sollte. Griffith ließ sich inspirieren von Gebäuden wie Eero Saarinens futuristisch anzusehendes TWA Flight Center am John F. Kennedy International Airport in New York. „Es sieht aus wie ein Totenschädel und hat keinerlei rechte Winkel“, erklärt Griffith. „Stattdessen findet man viele Kurven und Halbkreise, die ineinander fließen. Ich fand, dass das ein guter Anfang wäre: Im menschlichen Körper gibt es auch keine rechten Winkel.“

        Griffith studierte außerdem die Arbeit des spanischen Architekten Santiago Calatrava, der das Milwaukee Art Museum entwarf. „Es sieht aus, als wäre es lebendig“, sagt der Szenenbildner. „Es ist sehr organisch. Wir erdachten das Rückgrat als Fahrstuhlschacht, mit dem man zu den verschiedenen Ebenen des Raumschiffs fahren konnte. Egal welches Stockwerk man ansteuert, man steigt bei einer bestimmten Rippe aus.“ Die Brücke des Schiffs, die man in Daves Kopf findet, wurde in einer Bühnenhalle in Los Angeles errichtet.

        Das Set war zehn Meter hoch, zehn Meter breit und zehn Meter lang. Griffith gestaltete die Korridore gemäß dem Gefäßnetz des Menschen und setzte dabei Rot- und Blautöne ein, wie man sie von den Venen und Arterien kennt. Der Oscar®-prämierte Leiter der visuellen Effekte, Mark Stetson, ausgezeichnet für seine Arbeit an Der Herr der Ringe – Die Gefährten (The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring, 2001) half mit beim Erarbeiten der aufwändigsten Szenen des Films. In einer von ihnen erlebt man, wie der minikleine Kapitän und Nr. 3 (man darf nicht vergessen, sie sind nur vier Zentimeter groß) sich durch die Straßen von New York kämpfen müssen. Sie müssen sich durch die ihnen fremde, bedrohliche – und für sie gewaltig große – Welt, die man als Times Square kennt, navigieren. Als sich ein Hund an einem Feuerhydranten erleichtert, müssen der Kapitän und Nr. 3 vor Folgen fliehen, die an einen Tsunami erinnern.

        Bei diesen effektintensiven Szenen stand Eddie Murphy einmal mehr seinen Mann. Für seinen Regisseur Brian Robbins war das keine Überraschung. „Naja, Eddie ist unglaublich“, lobt er seinen Star. „Ich meine, er kann in der Gegenwart von jedem und allem schauspielern – selbst wenn es nur ein Ständer und ein Tennisball sind (die am Set als Double für visuelle Effekte, die später eingefügt werden, fungieren). Er benötigt nichts, an dem er sich abspielen muss. Man sagt einfach: ,Action!’ und los geht’s.“

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