An der Seite von Mark Wahlberg steht in „SHOOTER“ ein Ensemble von Nebendarstellern, in dem sich bekannte und beliebte erfahrene Schauspieler und viel versprechende Newcomer bestens ergänzen. Sie spielen sowohl die Rollen derjenigen, die Bob Lee Swagger jagen und verfolgen, als auch die der Wenigen, die ihn in seinem Kampf für die Wahrheit unterstützen.
Der einzige Mensch innerhalb der Gruppe der Gesetzeshüter, der an Swaggers Geschichte glaubt, ist ironischerweise ein junger FBI-Agent, der Swagger bei dessen Flucht vom Tatort zum ersten Mal begegnet – und der dabei ganz und gar keine gute Figur macht. Obwohl er von Swagger in Verlegenheit gebracht wurde, kann Agent Nick Memphis nicht umhin zu spüren, dass irgendetwas faul sein muss an der Beharrlichkeit, mit der das FBI darauf besteht, Swagger sei ein Einzeltäter gewesen. Die Rolle des Agenten Memphis, der sich vom skeptischen Gesetzeshüter zu Swaggers Beschützer mausert, spielt Michael Peña, der sich durch Rollen in Filmen wie dem Oscar-preisgekrönten „L.A.Crash“, in „World Trade Center“ und „Babel“ bereits einen Namen als vielseitiger junger Darsteller gemacht hat.
Peña war begeistert von der Chance, mit Regisseur Antoine Fuqua zusammenzuarbeiten, denn „Training Day“ ist einer seiner absoluten Lieblingsfilme. „Meiner Meinung nach hat Antoine mit Denzel Washington und Ethan Hawke in „Training Day“ einen großartigen Film gemacht“, sagt der Schauspieler bewundernd. „Diesen Film habe ich bestimmt fünf Mal gesehen. Ich liebe leidenschaftliche Regisseure wie Antoine. Wenn man am Set irgendeine Frage hatte, war er nur allzu gerne bereit, dir alles genau zu erklären. Er fühlte sich dieser Geschichte wirklich tief verbunden.“
Genau wie Wahlberg tauchte auch Peña tief in seine Rolle ein, um ihr so viel Authentizität wie nur möglich zu verleihen. Er besuchte die FBI-Büros in Los Angeles und auch in Philadelphia und unterzog sich ebenfalls seinem persönlichen, intensiven Scharfschützen-Training für die Höhepunkte des Films in den Szenen, in denen Swagger und er es mit einer ganzen Armee von Söldnern aufnehmen müssen.
Auch Danny Glover ist mit von der Partie – allerdings in einer Rolle, die sich sehr von den mitfühlenden Charakteren aus Filmen wie der „Lethal Weapon“-Reihe und dem neuen, gefeierten „Dreamgirls“ unterscheidet. In „SHOOTER“ ist Danny Glover als Swaggers großer Erzfeind besetzt; er spielt den geheimnisumwitterten Colonel Issac Johnson, der Swagger mit patriotischen Argumenten zu einem Einsatz überredet und ihn dann auf schrecklichste Weise verrät. Für die Filmemacher war die Besetzung von Glover in dieser überraschenden Rolle als einer der Drahtzieher der Regierungsverschwörung ein gelungener Coup. „Danny hat sich in so vielen verschiedenen Filmen stark engagiert – doch diese ist für Danny eine ganz neue Rolle“, meint Produzent di Bonaventura. „Die Figur des Colonel gibt ihm Spielraum für mehr Ecken und Kanten. So konnten wir Dannys Stärken dazu einsetzen, die Erwartungen der Zuschauer ins Gegenteil zu verkehren – und das macht immer großen Spaß.“
Das weibliche Element des Films verkörpert Kate Mara, eine junge Schauspielerin, deren Karriere einen kometenhaften Aufstieg vom Fernsehen zum Kinofilm durchlaufen hat. Sie spielt die verwirrte junge Witwe Sarah, die für Bob Lee Swagger ein sicherer Zufluchtsort und eine Quelle der Zuneigung ist. Die Schauspielerin fühlte sich sofort vom Drehbuch angesprochen: „Ich konnte es nicht aus der Hand legen, es war einfach zu spannend!“, erinnert sich Mara.
Auch die Rolle der Sarah Fenn hatte es ihr angetan: Sie spielt eine einsame, verwitwete Lehrerin, die das Risiko eingeht, einem völlig Fremden zu vertrauen, der sie in eine sehr gefährliche Lage gebracht hat. „Was ich an ihr mag ist die Tatsache, dass sie eine wirklich starke Südstaatenfrau ist und sich sehr von meinen bisherigen Rollen unterscheidet“, berichtet die Schauspielerin. „Es ist sehr schwierig für sie, als Swagger in ihrem Leben aufkreuzt, denn er bringt all diese Dämonen zurück und erinnert sie an ihren verstorbenen Mann. Das wirft ein echtes Dilemma auf, aber sie kann nicht anders; sie mag Swagger und fühlt mit ihm.“
Die Gelegenheit, mit Regisseur Antoine Fuqua zusammenzuarbeiten, wollte sich Mara auch keinesfalls entgehen lassen: „Ihm fallen wundervolle Dinge ein, auf die man selbst niemals kommen würde. Er weiß immer ganz genau, was man mit der Figur tun sollte – das vermittelt er einem aber auf so wunderbare Weise, dass man glaubt, von selbst auf die Idee gekommen zu sein.“
Besonders begeistert waren die Filmemacher von der knisternden Spannung, die zwischen Mara und Wahlberg wie über einen Stromkreis zu fließen schien. Di Bonaventura meint: „Swagger und Sarah haben im Zusammenhang mit dem selben Mann eine Tragödie erlebt, also basiert ihre Verbundenheit, jedoch auch ihre gemeinsame Verwundung auf einem Mann, der symbolisch auch zwischen ihnen steht. Es ist faszinierend zu beobachten, wie ihre Beziehung aufblüht und wie beide damit umgehen, dass dieser Mann, der ihnen beiden sehr viel bedeutete, sie dennoch voneinander trennt – beide Figuren zögern lange, diese Hürde zu überwinden. In ihrer Beziehung gibt es eine große emotionale Verbundenheit – das ist ein Tribut an Mark und Kate, denn als Schauspieler konnten sie hier all ihre Gefühlstiefe zur Geltung bringen.“
Abgerundet wird die Besetzung von Darsteller Elias Koteas („Zodiac“) in der Rolle des bedrohlichen Hardliners Jack Payne, der britischen Schauspielerin Rhona Mitra („The Number 23“) als FBI-Assistentin Alourdes Galindo, dem internationalen Star Rade Sherbedgia („24“) als Michael Sandor und dem erfahrenen Schauspieler Ned Beatty als alternder US-Senator, der entscheidend zu den Höhepunkten des Films beiträgt.
Die Besetzung von Beatty war für di Bonaventura eine weitere gelungene Entscheidung: „Ich kann mich noch an einige der ersten Filme erinnern, in denen ich ihn sah“, erzählt der Produzent. „Er war eine Zeit lang nicht auf der Kinoleinwand präsent, also war es eine besondere Freude, ihn in „SHOOTER“ mit an Bord zu haben – und er ist ein hervorragender Darsteller.“