Donnerstag | 31. Mai 2012 | 09:03 Uhr
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  • FILMDETAILS | Die Vorahnung
  • Die Vorahnung

    Thriller, Mystery | USA 2007
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      • | Falsche Reihenfolge

      • Eine der vielen Herausforderungen bei einem Film, in dem die Tage nicht in der richtigen Reihenfolge ablaufen, liegt darin, einen Drehplan zu entwickeln, mit dem die Schauspieler jederzeit wissen, wo in der Geschichte sie sich gerade befinden. Mennan Yapo hatte zwar eine genaue Vorstellung davon, wo sich die Schauspieler in der Zustandskurve des Films befanden, „aber dennoch war es für mich oberstes Gebot, einen Drehplan zu basteln, der dem inhaltlichen Zusammenhang des Films gehorchte, nicht den Drehtagen. Sandra Bullock musste ja einem emotionalen Pfad folgen, so erwacht sie zum Beispiel sechs oder sieben Mal im Schlafzimmer.

        Wir haben natürlich nicht zwei Tage lang in diesem Schlafzimmer verschiedene Versionen des Erwachens gedreht. Das wäre fatal gewesen, weil uns die Ideen ausgegangen wären, man verliert die Frische dabei. Also kehrten wir mehrmals dorthin zurück.“ Für Sandra Bullock geriet es zur echten Herausforderung, ihr eigenes linear verlaufendes Leben und Lindas vollkommen durcheinander geratene Existenz parallel zu jonglieren. Und obwohl sich Bullock am Drehbuch orientieren konnte und auch Linda im Film einen heimlichen Kalender führt, war es nicht einfach. Bullock erinnert sich: „Es war Wahnsinn. Der Drehplan war sehr hart und alles schien in einem chaotischen Zustand zu sein. Irgendwann ging ich zu Mennan und sagte zu ihm: Ich glaube, ich werde verrückt. Er antwortete nur: Das muss so sein, das ist die Figur, die du spielst. Ich dachte mir nur: Na toll! Aber es war sehr interessant, einfach mal loszulassen. Schließlich konnte ich die Tatsache, dass ich ebenso frustriert war wie mein Rollen-Alter-Ego, dazu nutzen, um mich täglich in das Leben dieser Frau zu versetzen und das Rätsel zu lösen.“ Lachend fügt sie hinzu: „Es lag Methode in Mennans Wahnsinn und ich bin so bis zu meinem Innersten vorgedrungen“. Bullock weiß, dass es jene Szenen inneren Terrors sind, die ebenso effektiv wie jede oberflächliche Überraschung in einem klassischen Psychothriller sind.

        „Geistige Zusammenbrüche faszinieren doch jeden. Ist sie verrückt? Sind alle anderen verrückt? Diese Art von Filmen meine ich. Doch wenn es solchen Filmen an Emotion fehlt, an Bodenhaftung, dann funktionieren sie nicht. Wenn die zugrunde liegende Story aber sehr real ist, dann erzeugt sie angenehmen Grusel. Vielleicht treibt die Angst die Leute aus dem Publikum ja dazu, ihr eigenes Leben endlich richtig zu leben.“

        Ziel aller Beteiligten war es, eine packende, emotionale und spannungsreiche Geschichte zu erzählen. „Um das zu tun, bin ich Regisseur geworden“, konstatiert Mennan Yapo. „Ich will Menschen unterhalten und sie mit auf eine Reise nehmen. Die Leute sollen mit Linda auf diesen Trip gehen und sich sagen: Wow, das könnte auch mir passieren. Deshalb sind psychologische Thriller ja so interessant, weil Menschen im Mittelpunkt stehen und das was in deren Köpfen vor sich geht.“, so Produzent Ashok Amritaj. Er wollte einen Thriller drehen, der die Zuschauer nicht nur durch die Handlung führt, sondern ihre Erwartungen ständig übertrifft: „Man lüftet das Geheimnis ein wenig, aber dann tritt eine neue Ebene zutage und noch eine und dann noch eine.

        Heutzutage ist die Atmosphäre für diese Art von Thriller genau richtig.“ Und wer würde schon behaupten wollen, dass es so etwas wie Vorahnungen nicht gibt? Schon seit Jahrhunderten wird immer wieder über Fälle berichtet, in denen vor allem Frauen diese Gabe besitzen. Auch Stabs- und Besetzungsmitglieder von DIE VORAHNUNG hatten derartige Geschichten auf Lager. Die Interessanteste darunter war wohl die von Kate Nelligan: „Lange nachdem ich eigentlich ein Baby hätte bekommen sollen, träumte ich, doch noch ein Kind zu bekommen“, erinnert sie sich. „Ich sah es in verschiedenen Altersphasen und dann bekam ich meinen Sohn und er sieht genauso aus wie in meinem Traum. Es war der glücklichste Traum, den ich jemals hatte und er stimmte bis ins Detail.“

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