Fünf Jahre zog sich die Entwicklung von LITTLE MISS SUNSHINE hin – der Film war ein Underdog, der wie die Hoovers beinahe übergangen wurde. Schließlich setzte sich das Projekt dank des leidenschaftlichen Engagements von Produzenten, Regisseuren und Stars doch noch durch. Das Projekt nahm seinen Anfang, als das Drehbuch des vielversprechenden Autoren Michael Arndt den Produzenten Marc Turtletaub, David T. Friendly und Peter Saraf von der Produktionsgesellschaft Big Beach in die Hände fiel. Das Trio war auf Anhieb von der unkonventionellen, aber erkennbar amerikanischen Familie im Kern dieser Komödie begeistert.
„Ich glaube“, sagt Friendly, „dass ich nur ein einziges Mal zuvor auf einen Film so körperlich reagiert habe wie auf diesen. Ich habe es in meinem Bauch gespürt, dass ich diesen Film machen musste. Man stößt selten auf einen Film, der einen wirklich zum Lachen, aber nach einer kleinen Drehung auch zum Weinen bringt.“ Und Saraf ergänzt: „Wir alle fanden es wirklich auffallend und bemerkenswert, dass jede Figur etwas hatte, mit dem man sich als Zuschauer identifizieren konnte.“
Um das Projekt schließlich in Gang zu bringen, schloss sich das Produzententrio von Big Beach mit Albert Berger und Ron Yerxa von Bona Fide Productions zusammen. Auch Berger und Yerxa waren vom Drehbuch und seiner Mischung aus beißendem Humor und bitteren Wahrheiten sehr angetan  wie auch vom Optimismus des Skripts darüber, wie Familien überleben und ihrem eigenen Chaos zum Trotz sogar aufblühen können. „Jede Figur in dieser Geschichte macht eine große Veränderung durch“, erklärt Yerxa. „Selbst auf den VW-Bus trifft das zu. LITTLE MISS SUNSHINE variiert das bekannte Filmkonzept von einem Familientrip mit einer frischeren, düsteren Perspektive und mit viel größerer Ehrlichkeit, was die Interaktion zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und ihre Gefühle zueinander betrifft.“
Auf der Suche nach einem Regisseur, dessen Ansichten mit den komischen, satirischen Aussagen des Drehbuchs korrespondieren würden, schlugen die Produzenten das Projekt schließlich dem Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris vor. Das für seine Musikvideos und Werbespots preisgekrönte Regieteam hatte schon sehr lange vergeblich nach einem Filmprojekt Ausschau gehalten, in das sie sich beide verlieben konnten. Als sie aber das Drehbuch zu LITTLE MISS SUNSHINE gelesen hatten, hatte ihre Suche ein Ende. Sofort entwickelten sie zahlreiche Ideen, wie sie die wilden Gefühlsschwankungen dieses familiären Roadtrips auf eine noch nie zuvor gezeigte Weise einfangen wollten, und beeindruckten die Produzenten damit sehr.
„Jonathan und Valerie hatten von Beginn an einen so leidenschaftlichen Ansatz für den Film“, erinnert sich Turtletaub, „dass sie damit auf Anhieb unser Vertrauen gewannen. Und sie unterstützten uns während der gesamten Vorbereitungen für den Film.“ Und Albert Berger fügt hinzu: „Wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl bei den beiden, weil ihre Videos von visuellem Flair und Humanismus geprägt waren.
Sie sind sehr innovativ, aber auch sehr erfahren und klug, haben eine sehr herzliche Seite. Bessere Kandidaten für dieses Projekt hätte ich mir nicht vorstellen können.“
Als Bilderstürmer bekannt, die Grenzen austesten, hatten Dayton und Faris nicht unbedingt erwartet, ausgerechnet mit einer Familienkomödie ihr Filmdebüt zu feiern. Aber sie hatten auch nicht mit der alles andere als typischen Hoover-Familie gerechnet, auf die sie dabei stoßen würden. „Wir machten uns darüber lustig, dass die Story so eine Art intellektuelle Antwort auf NATIONAL LAMPOON’S VACATION („Die schrillen Vier auf Achse“, 1983) sei“, erzählt Jonathan Dayton. „Uns sind viele Projekte mit einem starken stilistischen Schwerpunkt angeboten worden, deshalb gefiel es uns, dass LITTLE MISS SUNSHINE gerade weit davon entfernt schien. Natürlich ist uns Stil wichtig, aber wir liebten einfach diese Figuren, und das war hier das Wichtigste. Wir wollten uns bei diesem Projekt darauf beziehen, was wir am meisten im Kino lieben. Dieser Film sollte eine Hymne an die Exzentrik sein.“
„Die Geschichte sprach uns sofort an“, fügt Valerie Faris hinzu. „Wir wollten schon immer einen Film drehen, der im Ton vielschichtig ist, den sowohl starke Gefühle als auch viel Humor auszeichnen. Wir spürten, dass die Geschichte von LITTLE MISS SUNSHINE in ihren Veränderungen sehr dem Leben ähnelt, wenn sie vom Drama zur Farce, dann zur Reflexion und schließlich wieder zur Farce wechselt.“
Doch ungeachtet der gemeinschaftlichen Begeisterung für diese Geschichte stieß das Projekt immer wieder auf Widerstand, ganz besonders, weil niemand das Risiko eines Familienfilms mit so düsterem, bitterem Humor eingehen wollte. Das änderte sich erst, als Marc Turtletaub eigene Mittel beisteuerte, die die Finanzierung sicherstellten.
„Ohne die Dinge, die wir an diesem Stoff liebten  die vulgäre Sprache und das ausgefallene, exzentrische Verhalten  wäre es die perfekte Familienkomödie gewesen“, räumt Faris lachend ein. „Aber wir waren an einem Film interessiert, der den Wert der Familie, nicht typische Familienwerte vermittelte.“