Von Beginn an lag der Schlüssel zum Erfolg von LITTLE MISS SUNSHINE darin, Schauspieler zu finden, die die Hoover-Familie und ihre Beziehungsstörungen witzig und zugleich auch absolut wirklichkeitsnah vermitteln konnten. „Wir mussten nicht nur sechs Schauspieler finden, die außergewöhnlich begabt waren. Diese Schauspieler mussten auch in der Lage sein, ein Ensemble zu bilden, das trotz der einzelnen starken Persönlichkeiten zu einer eng verbundenen Familie werden konnte“, erzählt Dayton. „Wir suchten Schauspieler, die authentisch und komisch sein konnten.“
Als sich die Filmemacher mit dem Drehbuch an ihre „Traum“-Besetzung wandten, waren die Reaktionen auf Anhieb sehr positiv. „Wir bekamen für jede Rolle unsere Wunschkandidaten“, fügt Peter Saraf hinzu. Zuerst musste Richard, der Patriarch der Familie, besetzt werden, der sich im ironischen Dilemma befindet, ein gescheiterter Motivationsexperte zu sein, der nicht einmal einen Klienten motivieren kann, ihn zu engagieren. Nichtsdestotrotz hat Richard für jede Situation einen übereifrig vorgetragenen, populärpsychologischen Aphorismus parat – sehr zum Leidwesen seiner Familie. Um diese ungewöhnliche Mischung aus oberflächlichem Optimismus und darunter verborgenen Ängsten bei dieser Figur zum Leben erwecken zu können, schien Greg Kinnear die Idealbesetzung zu sein. Der Oscar®-nominierte Darsteller hatte seine Karriere als Komiker begonnen, sich aber zu einem der vielseitigsten Schauspieltalente Hollywoods entwickelt – mit einem Spektrum, das so unterschiedliche Rollen wie in AS GOOD AS IT GETS („Besser geht’s nicht“, 1997), WE WERE SOLDIERS („Wir waren Helden“, 2002) oder zuletzt MATADOR („Mord und Margaritas“, 2005) umfasste. „Gregs Fähigkeit, selbst die unsympathischsten Figuren irgendwie sympathisch erscheinen zu lassen, ist einzigartig“, beschreibt Saraf Kinnears Qualitäten. „Deshalb war er einfach perfekt für Richard.“
Und David Friendly fügt hinzu: „Ich bin schon lange mit Greg befreundet, deshalb kenne ich diese ausgelassen sarkastische Seite an ihm und wusste, dass er diese Figur besser erfassen konnte als jeder andere Schauspieler.“ Kinnear war restlos begeistert vom Drehbuch. „Ich glaube, das ging jedem bei diesem Projekt so“, erzählt er. „Da ist also diese Familie, die sich auf eine relativ einfache Reise begibt  und plötzlich erkennt man diese komplexe Familiendynamik, die dafür sorgt, dass sich jeder von ihnen verändert. Es ist ein sehr witziger Film mit eher düster gefärbten humoristischen Tönen, gleichzeitig aber auch irgendwie positiv und optimistisch geprägt. Unerwartete Wendungen zeichnen ihn aus, und das finde ich ziemlich erfrischend.“
Um einen Ansatz für Richard und seine „Verweigere dich zu verlieren“-Philosophie zu finden, stellte sich Kinnear die Figur als eine Art zweitklassigen Tony Robbins vor. Als einen Mann, der an das große, strahlende „Der Sieger bekommt alles“-Prinzip des amerikanischen Traums glauben möchte, aber sich viel zu oft auf der Verliererseite des Lebens wiederfindet. „Richard steckt voller törichter Philosophien“, beschreibt Kinnear lachend seine Figur. „Er glaubt wirklich an die Idee, dass man versuchen müsse, bei allem als Sieger hervorzugehen. Als es dann aber um den Schönheitswettbewerb ‚Little Miss Sunshine’ geht, entsteht ein Konflikt zwischen seinen Überzeugungen und dem Glück seiner Tochter.“
Einer der aufregendsten Aspekte bei LITTLE MISS SUNSHINE war für Kinnear die Gelegenheit, mit Alan Arkin in der Rolle seines komplett gegensätzlichen Vaters zusammenarbeiten zu können. „Alan ist sehr witzig und darüber hinaus ein fantastischer Schauspieler“, schwärmt Kinnear. „Es war sehr interessant, die Beziehung zwischen unseren Charakteren zu erforschen. Denn Richards Vater ist ein exzentrischer, spontaner, alter Herr, der sich an Heroin versucht  Richard selbst aber ist dieser steife, Selbstverantwortung predigende Selbsthilfe-Guru. Möglicherweise ist das seine Art, gegen seinen Vater zu rebellieren. Der Schlüssel für unsere Darstellung lag darin, die exzentrischen Eigenschaften unserer Figuren auszubalancieren und sie gleichzeitig zugänglich für den Zuschauer zu machen.“
Die normalste Figur des Films ist vielleicht Sheryl, der Fels der Familie, die nach einer Scheidung verzweifelt versucht, diese Familie intakt zu halten  trotz deren überwältigender Eigenartigkeit. Die Rolle ging schließlich an den australischen Star Toni Collette, die für ihre Mutterfigur in THE SIXTH SENSE („The Sixth Sense“, 1999) eine Oscar®-Nominierung erhalten hatte und danach so unterschiedliche, hoch gelobte Rollen in THE HOURS („The Hours“, 2002), ABOUT A BOY („About a Boy“, 2002), JAPANESE STORY (2003) und zuletzt in der Ensemblekomödie IN HER SHOES („In den Schuhen meiner Schwester“, 2005) spielte. Faris und Dayton wandten sich an Collette, weil sie ein großes Spektrum komödiantischer Fertigkeiten vorweisen konnte, aber auch in der Lage war, eine mit Problemen beladene amerikanische Mutter wie Sheryl ehrlich und tiefgründig darstellen zu können. „Als Schauspielerin ist sie Weltklasse“, schwärmt David Friendly. „Sie hat dieses bemerkenswerte Talent, etwas Besonderes bei allem einzubringen, das sie tut.“
Wie schon Kinnear wurde auch Collette von der Hoover-Familie und ihren unrühmlichen Versuchen, wirklich etwas zu erreichen, verführt. „Ich liebe dieses Drehbuch und diese zerrüttete Familie, die zum ersten Mal lernt, wirklich miteinander auszukommen“, begeistert sich die Australierin. „Ich habe mich völlig auf sie eingelassen. Ihre Frustrationen und Sehnsüchte erschienen mir absolut realistisch und außerdem ziemlich allgemeingültig. Beim Lesen ertappte ich mich dabei, gleichzeitig lachen und weinen zu müssen.“
Collette konnte sich auch mit dem großen Dilemma Sheryls identifizieren, die ständig versucht, den Diplomaten, Friedensstifter und die glückliche Hausfrau zu spielen, während ihre Familie auseinanderbricht. „Familie ist das Wichtigste für Sheryl“, erzählt Collette. „Aus diesem Grund versucht sie immer, ausgleichend zu wirken und jeden glücklich zu machen, was immer sie dafür auch investieren muss.“
Und das ist viel im Fall von Sheryls Bruder. Der hat aufgrund einer unglücklichen Liebesgeschichte, des gescheiterten Versuchs, das McArthur-Hochbegabtenstipendium zu erhalten und des Verlustes seines selbst ernannten Status als Amerikas bedeutendster Proust-Gelehrter erst kürzlich versucht, sich das Leben zu nehmen. Fröhlichkeit liegt nicht in Franks Natur, aber der populäre Komiker Steve Carell lässt in sein Porträt eines verzweifelten Menschen eine gewisse Respektlosigkeit einfließen.
Obwohl Carell mittlerweile zu einem der gefragtesten Komiker Hollywoods aufgestiegen ist, war er zum Zeitpunkt des Castings nahezu unbekannt. „Steve ist ein intelligenter Performer und das war für uns ausschlaggebend“, erzählt Dayton. „Er ist unerhört witzig, aber kann darüber hinaus auch absolut alles. Das ist wirklich erstaunlich an ihm.“ Und Albert Berger ergänzt: „Bemerkenswert ist, dass im Grunde niemand Steve wirklich kannte, als er für die Rolle besetzt wurde, dass er sich dann nicht nur zu einem großen Star entwickelte, sondern sich auch als brillante Wahl herausstellte.“
Carell ist der Ansicht, dass sich die Hoovers trotz ihrer komischen Schwächen und gescheiterten Bemühungen nicht sehr von den meisten anderen Familien unterscheiden. „Es gibt eine unterschwellige Strömung zwischen diesen Charakteren, die von Liebe geprägt ist“, erklärt Carell, „das hält diese Familie letztlich zusammen und verbindet sie. Meiner Ansicht nach gibt es in jeder Familie Zeiten, in denen man ein anderes Familienmitglied verachtet. Aber es bleibt eine Tatsache, dass es immer eine Blutsverbindung geben wird, dass man sich in Zeiten einer echten Krise zusammenreißen wird, so wie es die Hoovers auf ihrer Reise nach Kalifornien erleben.“
Doch selbst als es mit dem Familientrip dramatisch bergab geht, schließt sich Frank nur sehr widerwillig den Abenteuern seiner Familie an. „Meiner Ansicht nach hat Frank anfangs nur Mist im Kopf“, erklärt Carell lachend. „Er ist dieser selbst ernannte Proust-Experte, der sich für einen großen Intellektuellen hält, aber wenn es um echte Beziehungen geht, versagt er völlig.“
Es war die Veränderung Franks vom ichzentrierten Depressiven hin zu einem Mann, der vorsichtig eine Verbindung zu seiner Familie herstellt, die Carell als faszinierende Herausforderung gefiel. „Am Anfang ist er ganz unten, aber was mir an dieser Rolle gefällt, ist die Tatsache, dass man ihn sanft wieder aufrichtet. Man sieht, wie seine düsteren Facetten Schicht für Schicht abgebaut werden, als er sich seiner Familie stärker annähert. Man kann die Gefühle der einzelnen Familienmitglieder zueinander erkennen und trotzdem wird der Film niemals rührselig oder schmalzig. Immer wieder wird man zu den leichteren und komischen Aspekten zurückgeführt.“
Die Aussicht, mit so hochtalentierten Schauspielern zusammenarbeiten zu können, empfand Carell als weiteren Bonus. „Als die Besetzung feststand, war ich ein bisschen eingeschüchtert“, erinnert sich Carell. „Was habe ich hier nur zu suchen?, dachte ich mir immer wieder. Wie passe ich nur da hinein? Es war wirklich aufregend, diese Leute zu treffen und danach auch noch mit ihnen zu arbeiten.“
Mit am meisten gespannt war Carell darauf, Alan Arkin zu begegnen  dem Film-, Fernseh- und Theaterveteranen, der sich wirklich mit vollem Einsatz auf die Darstellung einer der ungewöhnlichsten Großväter stürzte, die es je im Kino zu sehen gab. Einen über 70-jährigen Heroin- und Pornosüchtigen, der kein Blatt vor den Mund nimmt und trotzdem eine Quelle der Inspiration für seine unangepasste Enkelin darstellt. „Die Besetzung dieser Rolle war wirklich ein großer Spaß“, gibt Dayton zu. „Alan haben wir schon immer verehrt“, ergänzt Faris. „Mit ihm zu drehen, war ungefähr so, wie mit den Beatles zu arbeiten.“
Arkin ging es wie seinen Kollegen. Auch er war von Michael Arndts herzzerreißend komischem Drehbuch magnetisch angezogen. „Großartig fand ich, dass nicht alles darin offengelegt wurde. Es lässt Platz für den Zuschauer, seine eigenen Vorstellungen einzubringen.“ In der Darstellung des allen Dingen zum Trotz immer lockeren Großvaters genoss Arkin die Freiheit, mit dieser Figur die üblichen Grenzen zu überschreiten, die für eine Figur eines bestimmten Alters bestehen. „Es ist eine tolle Rolle, denn diesen Großvater kann nichts schrecken. Er versteckt sich nicht, hat keine Geheimnisse, zeigt sich so, wie er ist, und das mochte ich mit am liebsten an diesem Charakter“, erklärt Arkin. „Er sagt, was er denkt und fühlt, aber seine Gefühle verändern sich auch im Minutentakt. Die ganze Familie ist sehr ungewöhnlich und erstaunlich. Doch trotz aller Probleme zwischen ihnen spürt man die Liebe, die sie zusammenschweißt.“
Nach der Besetzung der erwachsenen Rollen blieb der größte Knackpunkt, zwei Darsteller für die Hoover-Kids zu finden – sehr komplexe Rollen für junge Darsteller, die witzig und berührend sein mussten. Für Dwayne musste man jemanden suchen, der aus diesem Teenager eine faszinierende Figur machen konnte, der dabei kein Wort sprechen durfte, sondern die meisten seiner Dialoge auf einen weißen Notizblock zu schreiben hatte. Fündig wurde man schließlich im aufstrebenden Star Paul Dano. Nachdem sich Dano bereits einen Ruf als außergewöhnlich vielseitiger Teendarsteller erworben hatte, mit Rollen in der HBO-Serie „The Sopranos“ („Die Sopranos“), im kontroversen Drama L.I.E. („L.I.E. – Long Island Expressway“, 2001) und an der Seite von Daniel Day Lewis in THE BALLAD OF JACK AND ROSE (2005), beeindruckte Dano die Filmemacher mit seiner Fähigkeit, sich in der nuancierten Art eines Stummfilmstars darstellerisch auszudrücken.
„Paul hat großen Eindruck auf uns gemacht“, so Regisseur Dayton, „weil seine Darstellung sich weit vom Klischee des zornigen Teenagers entfernt. „Es gab keinen falschen Ton in seiner Performance.“ Auch Dano liebte das Drehbuch, aber was wirklich den Ausschlag gab, war das Regieteam Dayton und Faris und was er über sie erfuhr. „Als ich herausfand, dass sie einige Videos für die Smashing Pumpkins gedreht hatten, die zu meinen absoluten Lieblingsclips zählen, war klar, dass ich mit den beiden zusammenarbeiten wollte. Ich halte sie für wirklich sehr talentiert“, schwärmt der junge Schauspieler.
Was aber Dano auch bald herausfand, war, dass eine Figur, die von Nihilismus und Schweigen durchdrungen war, die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere werden würde. „Tatsächlich war es viel schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte“, räumt Dano ein. „Du musst ständig reagieren und völlig neue Wege finden, dich auszudrücken. Du kannst nicht einfach nur dasitzen und nichts tun, das wäre sterbenslangweilig.“
Um eine Vorstellung von Dwaynes Leben in absoluter Sprachlosigkeit zu bekommen, unterzog sich Dano für einige Tage einem selbst auferlegten Schweigegelübde. „Das war wirklich sehr, sehr hart“, gibt er zu. „Ganz besonders im Beisein meiner Familie, weil sie mich manchmal in den Wahnsinn trieb. Aber es war auch sehr hilfreich zu sehen, welchen Frust man tatsächlich dabei fühlt.“
Obwohl Dwayne sehr ungewöhnliche Eigenarten zeigt, erkennt Dano in vieler Hinsicht in ihm auch den typischen amerikanischen Teenager, der herauszufinden versucht, wer er ist und was wirklich wichtig im Leben ist. „Ich glaube, mit Dwayne werden sich viele auf Anhieb identifizieren können“, sagt Dano. „Jeder von uns macht eine Phase mit, in der man seine Familie nicht ertragen kann. Trotzdem weiß man, dass es immer eine Verbindung zu ihr geben wird. Mit 15 beginnt man meiner Ansicht nach, seine Unschuld zu verlieren. Man erkennt, dass diese Menschen um einen herum irgendwie verrückt sind, und ist sich nicht sicher, ob man wirklich dazugehören und daran teilhaben will, weshalb Dwayne sich auch ein Schweigegelübde auferlegt. Aber dann, als er schließlich zusammenbricht und am verletzlichsten ist, steht seine Familie ihm bei und ich glaube, er begreift das auch.“
Schließlich galt es noch, die Figur zu besetzen, die alle Hoovers völlig unerwartet zusammenbringt  mit ihrem unrealistischen Traum, „Little Miss Sunshine“ zu werden. Um eine Darstellerin für Olive zu finden, suchten die Filmemacher landesweit nach einer Siebenjährigen, die die Reife und das Talent besaß, Motor für viele komische Szenen des Films und trotzdem ein eigentlich völlig normales Mädchen zu sein. Für dieses Anforderungsprofil eine geeignete Kandidatin zu finden, erwies sich als zunehmend schwierig, bis man auf Abigail Breslin stieß, die als Mel Gibsons Tochter in SIGNS („Signs  Zeichen“, 2002) vielversprechend ins Filmgeschäft eingestiegen war.
„Wir haben Abigail zuerst auf einem Casting-Video und dann in der Tonight Show mit Jay Leno gesehen“, erinnert sich Faris. „Besonders beeindruckte uns, dass sie das Publikum überhaupt nicht wahrnahm. Sie hatte diese wirklich intensive Konzentriertheit, die für Olive perfekt war.“
In Gesprächen mit Abigail kristallisierte es sich bald heraus, dass sie trotz ihres Alters bereits großen Einblick besaß, was die Hoovers bewegt. „Eine solche Familie sieht man nicht oft“, erklärt die siebenjährige Jungdarstellerin. „Es ist nicht die perfekte Familie, die man normalerweise in Filmen oder Zeitschriften sieht. Aber meiner Ansicht nach erfahren sie auf dieser Reise Dinge voneinander, die sie nie für möglich gehalten hätten. Es geht bei diesem Film darum, dass zwar nicht jede Familie perfekt sein kann, sich aber trotzdem genauso lieben kann wie eine perfekte Familie.“
Breslin trug sogar künstliche Fettpolster, um die etwas pummelige Olive darstellen zu können. Deren Babyspeck wird besonders deutlich, als die unverwüstliche und unerschütterliche Olive in Kalifornien von gertenschlanken, herausgeputzten Miniatur-Schönheitsköniginnen umzingelt wird. Breslin entwickelte auch Zuneigung, ja sogar Bewunderung für die Fähigkeit ihrer Figur, in ihrer eigenen Welt zu bleiben, und bezeichnet Olive als „wirklich tapfer. Sie sieht vielleicht nicht aus wie eine Schönheitskönigin, aber ich finde sie wirklich cool, weil sie wirklich an sich selbst glaubt.“
Breslins Gabe, diese Figur zum Leben zu erwecken, inspirierte auch ihre Kollegen. „Alles wirkt mühelos“, schwärmt Greg Kinnear. „Als würde sie überhaupt nicht spielen. Ihre Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit schimmert in jeder Szene durch, und etwas Besseres als das gibt es einfach nicht.“
Sobald die Schauspieler feststanden, suchten Faris und Dayton nach Wegen, ihnen bei der Entwicklung der unbeschreiblichen Zuneigung, der Konflikte, Eigenheiten und komplizierten Dynamik einer echten Familie zu helfen. Deshalb wurde viel Zeit in Proben investiert. „Wir hatten eine Woche vor Beginn der Dreharbeiten, in der wir miteinander viel improvisieren konnten“, erinnert sich Arkin. „Wir begannen wirklich, das Gespür dafür zu bekommen, was die Figuren gegenüber den anderen fühlten und was wir als Familie darstellten.“
Teil dieses Prozesses des Aneinanderbindens war eine „Familienexkursion“, bei der die Darsteller einen Vorgeschmack bekamen, was auf sie zukommen würde. „Wir fuhren alle eine Weile gemeinsam im Kleinbus, hatten Lunch zusammen und hielten dabei an unseren Rollen fest“, erinnert sich Steve Carell. „Alan Arkin saß hinter mir und jammerte ständig ‚Ooohhh, uuuhhh, ich muss unbedingt auf die Toilette’. Hier in der Rolle zu bleiben, war nahezu unmöglich, weil man das alle fünf Minuten hörte und es uns fertigmachte. Ich musste mich schließlich umdrehen und durfte ihm dabei nicht ins Gesicht sehen, weil es einfach zu komisch war.“