Mittwoch | 30. Mai 2012 | 22:21 Uhr
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  • Hunting Party

    Abenteuer, Drama, Komödie | USA 2007
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      • | Die Dreharbeiten

      • Für seine Arbeit am Skript war Richard Shepard nach Bosnien gereist. Vor den Dreharbeiten stellte er sicher, dass Produktionsdesigner Jan Roelfs (GATTACA [„Gattaca“, 1997], WORLD TRADE CENTER [„World Trade Center“, 2006]) die gleiche Reise unternahm. Was die Anzahl der Drehorte betraf, würde THE HUNTING PARTY ein großer Film sein.

        Außerdem sollte er authentisch wirken. Also musste Roelfs sich ebenfalls auf eine Pilgerfahrt nach Sarajevo und in die wilde, bergige Landschaft Kroatiens machen. „Die Reise hat mir die Augen geöffnet“, sagt Shepard. „Es war wie ein Trip mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit – manche Orte dort haben immer noch kein Telefon, kein fließendes Wasser und keine andere Art der Grundversorgung. Diese Erfahrung sollte auch Jan machen – die Gesichter, die Atmosphäre, die Oberflächen.

        THE HUNTING PARTY ist ein Film, in dem drei Charaktere mit einem Auto durch die Lande fahren, also musste jeder ihrer Zielorte sich von den vorherigen unterscheiden. Wie würden wir das erreichen? Wie konnten wir sicherstellen, dass die Zuschauer von der Ausstattung nicht gelangweilt würden? Auf einer echten Autotour macht man jeden Tag eine neue Erfahrung, sieht bestimmte Dinge zum ersten Mal. Diese besondere Kraft wollten wir auch im Film spürbar machen.“

        Der gebürtige Niederländer Jan Roelfs kannte sich mit dem Balkankonflikt gut aus. „Da ich in Europa aufgewachsen bin, fühlte ich mich beim Lesen des Drehbuchs sofort zu der Geschichte hingezogen“, sagt er. „Als Teenager war ich im früheren Jugoslawien in Urlaub, ich kenne also Land und Leute und konnte nicht glauben, dass keine tausend Kilometer von Amsterdam dieser blutige Krieg stattfand. Daher weckte das Drehbuch sofort mein Interesse.“ Roelfs reiste nach Sarajevo, bezog ein Zimmer im Holiday Inn und machte sich dann auf in die Gegend nahe der Grenze zu Montenegro. „Dort bekam ich meinen ersten Eindruck in Bezug auf das Setting unserer Geschichte“, sagt er. „Diese Reise gab mir einen guten Ansatzpunkt.“

        Shepard informierte Roelfs über seine Prioritäten. Ganz oben stand größtmöglicher Realismus. Die Geschichte spielt fünf Jahre nach dem Krieg, doch es gibt Flashbacks, in denen es um diesen und andere Konflikte geht. Da die Handlung aus der Perspektive der Journalisten erzählt wird, musste eine Atmosphäre von Gefahr und Hektik entstehen. Menschen werden erschossen, Häuser zerstört, unglaubliche Gräueltaten finden statt. An diesen Stellen gab es keinen Platz für Phantasie: Es war ein heftiger, brutaler Krieg, der den Hintergrund für die Interaktion der drei Hauptfiguren bildet – mal harsch, dann wieder komisch.

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