Nur ein schrecklicher Augenblick, das Undenkbare tritt ein – und eine Familie ist für immer verändert. „Es ist eine ganz klassische Geschichte, sie hat etwas von Shakespeare“, meint Regisseur James Wan. „Das Rachethema ist absolut zeitlos. Der Mensch sehnt sich nach Rache, wenn ihm unrecht getan wird – das ist ein ganz ursprüngliches Motiv. Ich habe bei DEATH SENTENCE – TODESURTEIL nicht mehr gemacht, als einer klassischen Geschichte einen zeitgenössischen Rahmen zu geben.“ Andrew Sugerman, der ausführende Produzent des Films, stimmt Wan zu: „Es ist eine klassische Tragödie, wie wir sie schon von den alten Griechen her kennen. Ein Mann ringt mit seinen inneren Dämonen. Er fühlt sich seiner Familie gegenüber in der Verantwortung und gerät in einen Strudel voller Gewalt und sieht sich ständiger Vergeltungsschläge ausgesetzt, die sein Leben zerstören. Letzten Endes muss er feststellen, dass Gewalt absolut sinnlos ist.“
Der Gedanke, dass man Gewalt mit Gegengewalt vergelten sollte, erscheint seit jeher als natürlicher Akt der Rechtsfindung. In der Tat ist das biblische Sprichwort „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Zweites Buch Moses, 21, 23-27) oft als „Gerechtigkeitsgesetz“ betrachtet worden. Aber wer sich darauf beruft, wird feststellen, dass Rache stets mehr Schaden anrichtet als dass sie Vergeltung verschaffen könnte. Das kann man auch in der berühmten Bergpredigt nachlesen (Neues Testament, Matthäus 5, 38-39): „Ihr wisst, dass es heißt: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses tut!“
„Nick Hume gerät in Rage, nachdem diese Kerle seinen Sohn getötet haben. Er öffnet die Büchse der Pandora und das Böse bricht in sein Leben ein“, erklärt Wan. „Man sieht an dieser Geschichte auch, was passiert, wenn ein Menschenleben von einem Augenblick auf den nächsten sinnlos zerstört wird. Das Schlimme dabei ist, dass man absolut keine Kontrolle darüber hat“, meint Sugerman. Produzent Ashok Amritraj stimmt dem zu: „DEATH SENTENCE – TODESURTEIL ist ein sehr zeitgemäßer Film über unsere Familien und darüber, wie sie auseinander gerissen werden. Er erzählt etwas über unsere Zeit, in der die Bandenkriminalität leider immer mehr zunimmt. Es trifft dabei stets unschuldige Menschen. Hier sehen wir einen Mann, der sich der Sache selber annimmt. So wird er von einem ganz normalen Familienmenschen zu jemandem mit einer Mission.“
„DEATH SENTENCE - TODESURTEIL unterscheidet sich stark von den Filmen, in denen Gut und Böse klar voneinander getrennt sind“, erzählt Hauptdarsteller Kevin Bacon. „Nick zahlt einen hohen Preis dafür, dass er das Gesetz in seine eigenen Hände nimmt. Es gibt im Film diesen seltsamen Moment, in dem er glaubt, dass er alles zu Ende geführt habe. Dass nach dem „Auge um Auge“-Prinzip alles bereinigt sei und er sein bisheriges Leben fortführen könne. Doch Blut kann man nicht einfach abwaschen. Es kommt zurück und verfolgt dich.“