Als Vorlage für DEATH SENTENCE - TODESURTEIL diente der Roman “Death Sentence” von Brian Garfield; der US-Autor hat auch “Death Wish”, die Buchvorlage zum Charles Bronson-Klassiker EIN MANN SIEHT ROT, geschrieben. Das Buch erschien im Jahre 1975, Drehbuchautor Ian Jeffers adaptierte die Story in unsere heutige Zeit, in der Waffen leicht erhältlich sind, der Drogenhandel professionell organisiert ist und Internet und Handy das Kommunikationsverhalten vollkommen verändert haben. Unsere heutige Gesellschaft ist der Brutalität von adrenalingeladenen Actionfilmen, Fernsehshows, Musikvideos und Videospielen gegenüber unempfindlich geworden. Trotz der zeitgemäßen Überarbeitung gibt es einige Verweise auf die Vorgängerfilme aus den siebziger und achtziger Jahren: EIN MANN SIEHT ROT, DIRTY HARRY, FRENCH CONNECTION – BRENNPUNKT BROOKLYN und MAD MAX haben James Wan zu DEATH SENTENCE – TODESURTEIL inspiriert. „Ich war immer ein großer Fan der klassischen Rachefilme aus den Siebzigern und frühen Achtzigern“, gibt Wan zu. „Schon seit langer Zeit wollte ich etwas in der Art von DER MANN MIT DER STAHLKRALLE, EIN MANN SIEHT ROT oder auch MAD MAX machen. Als sich die Gelegenheit ergab, griff ich also zu.“
Der unverwechselbare Look des Films ist ebenso eine Hommage an die ungeschönten Kriminalfilme aus den siebziger Jahren, die von starken Charakteren getragen wurden. Für das Produktionsdesign engagierte Wan wieder Julie Berghoff, mit der er schon bei seinen beiden letzten Filmen SAW und DEAD SILENCE zusammengearbeitet hatte. „James und ich lieben den grobkörnigen Look dieser Filme“, gibt Berghoff zu. „Das hyperrealistische Design des Films sollte dazu beitragen, dass das Publikum in eine dunkle und beunruhigende Welt eintaucht – eine Welt, in der sich auch die Charaktere des Films aufhalten. Darleys Gang sollte möglichst hart rüberkommen, gleichzeitig aber auch eine rätselhafte Note haben. Es ist alles miteinander verbunden: Zum Beispiel die Tribal Art-Motive, die sich in den Tattoos, den Autos, den Bauten und in der Garderobe wiederfinden. Wie sie sich wie Weinreben um die Körper der Charaktere winden, wie sie die Karosserien der Autos umschlängeln – das ist einfach wunderschön. Es sieht fast so aus, als ob sie ihren Trägern das Leben auspressen würden.“ Kameramann John Leonetti trug ebenfalls maßgeblich zum Look des Films bei: „Wir haben die siebziger Jahre mit der Licht- und Kameratechnologie von heute gemischt. Wenn ich mir das Filmmaterial so ansehe, denke ich einerseits an FRENCH CONNECTION – BRENNPUNKT BROOKLYN. Andererseits hat DEATH SENTENCE – TODESURTEIL seine eigenen „Vibrations“, die dafür sorgen werden, dass sich der Zuschauer in seinen Sitz verkriechen wird“, meint Leonetti lachend.