Düsteres Amerika: THE STRANGERS hat einen traurigen gesellschaftlichen Hintergrund: Nach einer Statistik des FBI soll es alleine im Jahr 2006 1,4 Millionen Gewaltverbrechen und 17.034 Morde gegeben haben.
Masken des Horrors
Das Grauen kommt im Kino oft gesichtslos daher. Psychopathen und Gewaltverbrecher haben schon immer gerne ihr Konterfei versteckt: Vom Hooligan Alex in Stanley Kubricks Uhrwerk Orange (A Clockwork Orange, 1971), der eine Maske mit phallusartiger Nase trug, über Psycho Jason mit seiner Eishockey-Maske in Sean S. Cunninghams Teenhorror Klassiker Freitag, der 13. (Friday the 13th, 1980) bis zu den Killern in Wes Cravens Scream Trilogie (1996 – 2000), die mit an Edvard Munchs Gemälde „Der Schrei“ erinnernden Masken ihr Unwesen trieben.
Harter Film, sanfte Musik
Wunderschöne Folk-Songs laufen auf dem Plattenspieler, als in THE STRANGERS die Eindringlinge ihre Gewalttaten verüben. Neben den Aufnahmen alter Folk-Helden wie Woody Guthrie gibt es auch ausführlich Neues von der Harfenistin Joanna Newsom zu hören, die mit Underground-Größen wie Devendra Benhart oder Will Oldham zu den Starseiner jungen Szene gehört, die zurzeit unter dem Schlagwort „Weird Folk“ für Furore sorgt: Junge Menschen entdecken die Berg- und Waldgesänge des 19. Jahrhunderts wieder – und mit ihnen die Verbundenheit zur Natur. Ein Hauch von Romantik in einem durch und durch schonungslosen Film.