Donnerstag | 31. Mai 2012 | 03:01 Uhr
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  • The Strangers

    Thriller | USA 2008
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      • | Produktion: Das Design der Masken

      • So wichtig wie das Design des Hoyt-Ferienhauses war auch das Design der Masken. Bertino hatte diesbezüglich klare Vorstellungen: „Ich wollte, dass jede einzelne so einfach wie möglich ist und ein Bild übermittelt, zu dem wir alle einen Bezug herstellen können. Wenn wir in einen Raum gehen, betrachten wir die Gesichtszüge und die Augen der Personen darin und wir fragen uns: ‚Sind das freundliche Menschen?’ Weil Kristen und James dieser Bewertungsmaßstab genommen wird, erscheinen sie noch verletzlicher.“ Nach unterschiedlichen Entwürfen wurden die Masken von „Pin-up Girl“ und „Dollface“ aus Plastik hergestellt, die des „Maskenmannes“ kreierte man aus Wolle. „Die Tatsache, dass man solche Masken eigentlich überall günstig kaufen oder selbst herstellen könnte, verstärkt das realistische Element des Films“, meint Kip Weeks.

        „Mir machen sowieso alle Arten von Masken Angst“, gesteht Tyler. „Man weiß nie, wer oder was dahinter steckt. Selbst beim Dreh konnte ich es kaum ertragen, neben den maskierten Kollegen zu agieren.“ Eine Erfahrung, die sie mit Speedman teilt. „Es war fast unmöglich, sie anzuschauen“, gruselt sich der Schauspieler noch immer. „Vor allem wegen dieser leblosen Augen, das hatte etwas von Haien. Besonders die Maske von ‚Dollface’ fand ich grausam. Laura wurde eine ganz andere Person, wenn sie sich aufsetzte.“ Margolis selbst fand den Part, den sie zu spielen hatte, zutiefst verstörend: „Die Frau hat offensichtlich nicht einen Funken Menschlichkeit in sich. Um sie zu spielen, musste ich mich in einen Bereich vorwagen, von dem ich bislang hoffte, das es ihn gar nicht gibt.“

        Doch erstaunlicherweise gewöhnten sich die drei ans Maskentragen. „Es gab eigentlich kaum Schwierigkeiten, bald fühlte ich mich regelrecht wohl unter meiner Maske“, so Weeks. „Du kannst einen Charakter auch ausfüllen, ohne dein Gesicht einzusetzen – zum Beispiel durch Bewegungen, Posen und Atmung. Die Maske wurde so zum Teil meiner Person und ich konnte mit ihr jede Art von Emotion darstellen.“ Seine Kollegin Ward ergänzt schmunzelnd: „Es war irgendwie befreiend. Mit der Maske auf konnte ich in den Raum gehen und so grausam und brutal sein wie ich wollte – die Reaktionen der anderen aber erreichten mich unter der Maske nicht. Das gibt einem ganz schön Macht.“

        Und auch Margolis fand die Erfahrung des Maskentragens „in gewisser Weise befreiend“. Sie glaubt, dass der schwierige Part wohl bei Tyler und Speedman lag, „denn die sahen ja keinerlei Reaktionen auf unseren Gesichtern.“ Speedman selbst bekundet indes für die Arbeit der drei Kollegen mit Schaudern in der Stimme großen Respekt: „Ich habe keineAhnung, wie die drei ihre Charaktere ausgearbeitet haben. Aber es hat funktioniert!“

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