Donnerstag | 31. Mai 2012 | 03:06 Uhr
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  • Unsere Erde

    Dokumentation | Deutschland / Großbritannien 2007
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      • | Mit der Kamera den Wüstenelefanten hinterher

      • „Wir waren zur Skelettküste in Namibia gereist, um Wüstenlöwen zu filmen, als wir auf eine Herde Elefanten stießen, die wir dort überhaupt nicht erwartet hatten. Uns war nicht klar, dass sie so weit nach Westen ziehen würden. Es war ein unglaublicher Gegensatz - das größte Landsäugetier der Erde in einer solch harschen Landschaft. Niemand hatte hier jemals Elefanten gefilmt.

        Also folgten wir ihnen in unseren Wagen. Es stellte eine große Herausforderung dar, mit ihnen Schritt zu halten. Auf Nahrungssuche legen die Wüstentiere beträchtliche Entfernungen zurück.

        50 Kilometer an einem Tag und in einer Nacht zu marschieren, ist für einen Elefanten typisch. Der einzige Weg für uns, dort voranzukommen, führt durch ausgetrocknete Flussbette, und in ihnen ist es sehr schwer zu navigieren. Außerhalb der Flussbette ist das Vorwärtskommen ohnehin ganz unmöglich; es gibt zu viele Felsen und der Wüstenboden gibt zu sehr nach. Reifenspuren können noch nach 50 Jahren zu sehen sein. Keiner von uns wollte das natürliche Aussehen der Wüste zerstören.

        Wir verzichteten auf die Cineflex-Kamera und nutzten sie nur während ein paar Tagen am Ende des Drehs für die Luftaufnahmen, die wir auch aus großer Entfernung machen konnten. Elefanten hassen das Geräusch von Hubschraubern; und sie können die Töne schon von weither wahrnehmen. In den 80er Jahren war es unter Wilderern weit verbreitet, aus der Luft auf Elefantenjagd zu gehen.

        Am Boden zu drehen funktionierte gut. Die Elefanten ließen uns recht nah an sich heran, und wir genossen auch die wunderschöne Landschaft. Das größte Problem bereiteten uns die Sandstürme. Manchmal war der Wind so stark, dass er die Fahrzeuge hin- und herwarf. Als ich nach Hause zurückkam, waren meine Kameralinsen voller Sand!

        Der Höhepunkt unseres Drehs war der Tag, an dem die Flut kam. Niemand hatte sie erwartet. Es war eine fantastische Gelegenheit. Niemand konnte sich erinnern, dass der Haorib im Oktober jemals Wasser geführt hätte. Der Nachteil war nur, dass wir dort eine Woche lang festsaßen. Die Flut dauert zwar nur einen Tag, aber der Boden saugt das Wasser wie Löschpapier auf. Es war selbst für unsere Geländewagen mit Vierradantrieb zu schlammig.

        Es waren sehr besondere Dreharbeiten. Wir lebten zwei Monate lang Seite an Seite mit den Elefanten und beobachteten sie, wie sie durch die fast gänzlich unfruchtbare Wüste zogen und bei einer so schmalen Diät überlebten. Es sind bewundernswert robuste Tiere, die beinahe unwirklich in einer solch außerordentlichen Umgebung wirken.“

        (Chadden Hunter, Assistent Außenaufnahmen)

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