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  • James Bond 007: Ein Quantum Trost

    Thriller, Action | Großbritannien / USA 2008
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      • | Produktion: Anatole Taubman als Elvis

      • Elvis ist der Handlanger von Dominic Greene und auch Anatole Taubman hat hart daran gearbeitet, diese Figur von all den anderen Handlangern der letzten James-Bond-Filme abzusetzen. „Ich liebe an diesem Film, dass man ein bestimmtes Format hat, das im Skript festgehalten ist, aber Marc ist offen, dass man aufgrund dieser Basis die Figur für sich selbst entwickelt“, sagt er. „Er hat eine Vision und er möchte, dass all die Künstler um ihn herum helfen, diese Vision abzurunden. Wir alle haben unseren kreativen Input geliefert. Ich wollte Elvis so anschaulich, nervös und interessant wie möglich spielen. Ich schlug eine Perücke mit einer Art Mönchsschnitt vor und Marc stimmte mir zu, also hatten wir schon mal den Kopf von Elvis. Dann brachte das Kostüm-Department eine weitere Lage ein, dann traf man sich mit dem Make-up-Department und eine weitere Schicht der Figur wurde hinzugefügt. Und so ging es hin und her mit der Entwicklung dieser Figur. Es war eine Arbeit, die ständig in Bewegung war – und am ersten Tag der Dreharbeiten erwachte Elvis schließlich zum Leben.“

        Über seine Figur selbst sagt Taubman: „Elvis ist die bessere oder schlechtere Hälfte von Dominic Greene, das kommt ganz auf die Situation an. Das Problem von Elvis ist, dass er aus einer ziemlich rauen Umgebung stammt, er musste immer für sein materielles Wohl kämpfen. Greene, ein wohlhabender, einflussreicher Mann, nahm ihn unter seine Fittiche und auf einmal kann Elvis diese schicke Kleidung tragen. Er ist ein großer Modefan, er liebt Klamotten, aber irgendwas an seinem Look ist nicht ganz richtig – er sieht immer ein bisschen seltsam und fremdartig aus. Und genau das reflektiert seinen Charakter. Elvis ist der loyalste Krieger, den sich ein Boss wünschen kann, aber er ist nicht der Hellste. Er ist ein bisschen wie ein Elefantenbaby, etwas ungeschickt.“

        Anatole Taubman hat einige Szenen mit Daniel Craig und er empfindet großen Respekt für den Schauspieler. „Ich glaube, es war ein Geniestreich von den Bond-Machern, einen bekannten Charakterdarsteller wie Daniel Craig als neuen James Bond auszuwählen. Daniel muss sehr diszipliniert sein und zwar nicht nur vor der Kamera, sondern auch in seiner Freizeit. Er ist absolut professionell und bleibt – besonders, wenn man an den Druck denkt, unter dem er stehen muss – stets höflich und zugänglich. Ich habe nur den allerhöchsten Respekt vor ihm.“

        Darüber hinaus hat Taubman Mathieu Amalric bei dessen Darstellung des Dominic Greene genau und interessiert beobachtet. „Mathieu leistet einen tollen Job, denn ein Schurke ist eine sehr dankbare Figur, solange man versucht, ihn immer wieder neu zu erfinden, damit er unvorhersehbar bleibt. Greene ist furchtsam, schüchtern und ein hoch komplexer Psychopath, der seinen Gegnern kaum in die Augen schauen kann. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und dealt mit Regierungen, der CIA, dem MI6 … und er spielt sie gegeneinander aus. Mathieu spielt all das sehr schüchtern. Am Ende wird er aber zu einem Pitbull, einem Tier, das einfach durchgeknallt und verrückt ist – wie ein Kind, dem die Sicherungen durchbrennen. Das Einzige, was er will, ist Bonds Leben auszulöschen. Plötzlich schießt aus dieser schüchternen Person diese irre, explosive und rasende Energie hervor … ein fantastischer Zugang für einen Bond-Bösewicht.“

        Die Filmcrew reiste während der sechsmonatigen Dreharbeiten um die halbe Welt, was Taubman fast in einen Zustand der Verzückung versetzte. „Für mich ist das ein Lebenselixier“, sagt er. „Ich liebe es zu reisen, neue Orte zu sehen, Menschen kennenzulernen und mich in fremden Kulturen zu bewegen. Das war jahrelang ein integraler Teil meines Lebens. Panama war unglaublich, dort ist alles möglich. Man fährt anderthalb Stunden nach Colon und befindet sich in einer völlig anderen Welt. Das Land ist abgerissen, dreckig und sehr arm – ein sehr ungewohntes, aber dennoch hoch interessantes Land. Die Menschen dort waren sehr stolz darauf, dass jemand wie die Bond-Macher ihnen Aufmerksamkeit verschafften. Ich habe mit vielen Einheimischen gesprochen und ihr Feedback war sehr positiv.“

        Wenn man ihn nach seinem persönlichen Highlight an der Arbeit für EIN QUANTUM TROST fragt, antwortet Anatole Taubman ohne zu zögern: „Mathieu Amalric kennenzulernen. Er ist eine wahre Erleuchtung, eine echte Inspiration. Er ist sehr belesen, er kennt sich mit Fotografie und mit Literatur aus. Ich habe mich wie bei einem Crashkurs über französische Kultur und politische Geschichte gefühlt. Es ist wunderbar, so einen Freund gefunden zu haben. Wir sind im Film wie The Odd Couple (Ein seltsames Paar, 1968) und abseits der Kamera sind wir es auch.“

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