Die Basis der Produktion von EIN QUANTUM TROST lag in den historischen Pinewood Studios in Buckinghamshire vor den Toren Londons. Pinewood ist über die Jahre längst ein Synonym für James-Bond-Filme geworden, denn außer Licence To Kill (Lizenz zum Töten, 1989) und GoldenEye (GoldenEye, 1995) wurden alle Teile des Franchise hier gefilmt. Die Produktion nutzte die weltberühmte 007-Halle und fünf andere Gebäude auf dem Studiogelände, um insgesamt 14 verschiedene Sets für die Innenaufnahmen während des sechsmonatigen Drehs aufzubauen. Auf dem Gelände wurde außerdem die Außenkulisse für Perla De Las Dunas aufgebaut – das Hotel, das General Medrano für eine Geldübergabe mit Greene und dem bolivianischen Polizei-Colonel auswählt. Das Innere des Hotels entstand in der 007-Halle und wurde mit über 50 Sprengladungen präpariert, um Bonds gewalttätige Konfrontation mit Greene umzusetzen.
Bruneval Barracks, Montgomary Lines in Aldershot diente als Kulisse für das verschneite Moskau, wo Bond Yusef, den Algerier, der Vesper verraten hat, stellt und an den MI6 übergibt. Die Kaserne wurde im Jahr 1965 vom Field Marshall Montgomery wieder eröffnet, existiert aber bereits seit 1850. Bruneval Barracks war die erste ständige Trainingsbasis für die Armee in England und Aldershot wurde schnell zum Zentrum der britischen Armee, das mittlerweile unter dem Namen „The Home of the British Army“ firmiert.
Ein Teil des Flughafens von TAG Farnborough Airport war der Drehort, der für ein Geheimtreffen zwischen der CIA und Dominic Greene am Flughafen von Bregenz in Österreich genutzt wurde. Im Flughafengebäude wird Bonds Kreditkarte gesperrt, denn M nimmt ihm seine Privilegien und setzt ihn auf die „Festnehmen oder Töten“-Liste von MI6.
Bodyflight, Englands erste und weltweit größter Fallschirm-Windkanal in Bedford, wurde vom Visual-Effects-Department genutzt, um den freien Fall von James Bond und Camille aus einer DC3 in Bolivien zu filmen. Das Gelände wurde ursprünglich vom Verteidigungsministerium gebaut, um Flugzeuge zu untersuchen und Schleudersitze zu testen, bevor es im Jahr 1997 entmilitarisiert und verlassen wurde. Paul Meyer erkannte das Potenzial des Geländes, nachdem er während eines Urlaubs den Windkanal erprobt und drei Jahre lang den Kanal ausgiebig untersucht und finanzielle Mittel gesammelt hatte, um das Zentrum im Jahr 2005 wieder zu eröffnen. Der Kanal misst knapp fünf Meter im Durchmesser, ist acht Meter hoch und simuliert den freien Fall mit rund 275 km/h, ohne dass man dafür aus einem Flugzeug springen muss!
Virgin Atlantic Airlines tat sich erneut mit James Bond zusammen, nachdem die Fluglinie in Casino Royale (Casino Royale, 2006) bereits erstmals aufgetreten war. Mathis trifft Bond in der Lounge Bar der Upper Class und bestellt seinen berühmten Vesper Martini. Die Lounge wurde in Virgin’s „The Base“ dafür hergerichtet. „The Base“ wurde 2007 von dem Airline-Besitzer und Unternehmer Sir Richard Branson eröffnet und ist Virgin Atlantics neues, technisch auf dem höchsten Stand befindliches Trainingsgelände, wo die Kabinenbesatzung in Sicherheitsfragen, Boden- und Bordservice ausgebildet wird. Sie ist die technisch höchstentwickelte Trainingseinrichtung ihrer Art in Europa, kostete 13 Millionen Pfund und bis zu 4.500 Kabinenbesatzungs-Mitarbeiter können gleichzeitig dort untergebracht werden.
The Reform Club in Pall Mall, London, war der Drehort, der als Regierungsgebäude genutzt wurde, in dem der Außenminister M wegen Bonds wüstem Gebaren tadelt und ihr befiehlt, Bond von der Spur Greenes abzuziehen. Der Club wird immer mit Jules Vernes klassischer Erzählung „In 80 Tagen um die Welt“ in Verbindung stehen, denn hier entstand angeblich die Idee für diese unglaubliche Reise und hier soll auch die berühmte Wette abgeschlossen worden sein. Der Club wurde von Charles Barry im Jahr 1836 gegründet und entworfen und eine Mitgliedschaft im The Reform Club war nur jenen möglich, die versprachen, den Great Reform Act des Jahres 1832 zu unterstützen. Heute steht der Club nicht mehr mit einer politischen Partei in Verbindung und wird ausschließlich für soziale Zwecke genutzt.