„Auch wenn das für den Film nicht weiter von Bedeutung ist, dachte ich, es wäre wirklich witzig, wenn man den Jungs beibringen würde, wie man Waffen abfeuert“, sagt Robertson. „Das war eine gute Ausrede für uns alle, einen Schießstand zu besuchen. Das wollte ich nämlich immer schon einmal machen.“ Also zogen Rogen, Goldberg, Hill, Mintz-Plasse, Hader und Robertson los zu einem Schießstand in der Nähe, ohne sich sonderlich darauf vorzubereiten. „Dann machte es nicht so wahnsinnig viel Spaß“, gesteht die Produzentin. „Schnell teilten wir uns in zwei Gruppen auf: die, die Spaß am Schießen hatten und die andere Gruppe.“ Und das war nicht wirklich eine Gruppe, denn sie bestand nur aus Robertson und Bill Hader. „Bill und ich hatten wirklich die Hosen voll und saßen eigentlich die ganze Zeit nur im Auto. Wir feuerten unsere Knarren ein paar Mal ab und machten uns dann ganz schnell aus dem Staub. Aber Seth, Jonah und Chris waren Feuer und Flamme.“
Die Erfahrung erwies sich schließlich sogar als nützlich, als die Zeit für die Szene gekommen war, in der die Cops mit Unterstützung von Fogell auf ihren eigenen Dienstwagen feuern. „Das war vielleicht die tollste Dreherfahrung meines Lebens“, meint Rogen. „Es war furchteinflößend, neben Chris zu stehen, während er mit einer echten Wumme auf ein brennendes Polizeiauto feuerte. Ich kam aber auch nicht so schlecht weg: Ich durfte einen brennenden Molotow-Cocktail werfen und wir durften auf einer verrückten Vorrichtung Platz nehmen, die uns in der Gegend herumschleuderte. Ich habe nicht gekotzt. Für mich ist das ein erfolgreicher Drehtag.“
Obwohl Hader nicht viel mit Waffen anzufangen wusste, hatte er dennoch Spaß am Set. „Ich sollte meine Waffe auf Michael Cera und Jonah Hill richten, das war schrecklich, sie sahen so ängstlich aus“, lacht er. „Die Knarre war echt und vor allem der arme Michael Cera drehte völlig durch.“
Cera erinnert sich allerdings etwas anders an besagte Nacht. „Wenn Bill ohne erkennbaren Grund seine Waffe zückt und auf uns richtet, das ist mein Lieblingsmoment im ganzen Film.“ Im Film rennt er wenige Momente später weg und verschwindet in der Dunkelheit. „Sie haben mir keinen Stuntläufer angeboten. Ich glaube, man muss danach fragen, was ich auch machen würde. Ohne zu zögern. Ich schäme mich nicht dafür.“
Vielleicht wäre Cera besser dran gewesen, wenn er tatsächlich darauf bestanden hätte. „Es ist bemerkenswert, wie albern Michael aussieht, wenn er läuft“, freut sich Goldberg.
Für Hader gab es beim Dreh noch einen weiteren Höhepunkt: „Seth als Cop beim Tanzen zuzusehen, ist eines der komischsten Dinge, die ich je gesehen habe. Aber immer noch nicht so witzig wie Michael, wenn er tanzt.“
Der Film wurde mit digitalen Kameras gedreht. Das gab den Schauspielern ungewöhnlich viel kreativen Freiraum für Improvisation und das Entdecken der komischsten Momente. „An einem Tag legten Bill und ich eine 16-Minuten-Einstellung hin“, sagt Rogen. „Bei Fahrszenen muss man eigentlich alle acht Minuten unterbrechen, weil man einen neuen Film in die Kamera legen muss. Bei uns war es so, dass wir einfach 45 Minuten herumfuhren und die Szene immer wieder wiederholten, ganz nach Gusto.“
Jonah Hill machte sich ebenfalls schnell einen Ruf, Szenen auszudehnen. „Ich mache mich über Jonah immer wegen seiner langen Einstellungen lustig“, sagt Shauna Robertson. „Durch den digitalen Dreh hatten wir die Freiheit zu tun, was auch immer wir wollten – es gibt eine Einstellung, die ist 21 Minuten lang. Es gibt kein Limit. Im Verlauf des Drehs lernten wir, etwas moderater zu Werke zu gehen – und nicht einfach Unfug anzustellen, weil wir es uns erlauben konnten.“
Für Schauspieler mag Improvisation befreiend sein, für einen Regisseur ist der Vorgang problematisch. „Es ist eine technische Angelegenheit“, sagt Mottola. „Es hat Einfluss auf den Dreh – wo man die Kamera hinstellt und wie viel man sie in einer Szene bewegt. Man braucht Optionen, damit man die Szenen nach Drehende neu zusammenstellen kann. Man muss sicher sein, dass die Einstellungen im Schnitt zusammenpassen, damit nicht wichtige Informationen einfach unter den Tisch fallen.“