Familie,
Komödie,
Animation
| Deutschland / USA 2007
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| Über die Produktion
Im Märchen siegt immer das Gute: Dass Cinderella so lange Zeit unter der Knute ihrer Stiefmutter leiden muss, zahlt sich aus: Sie heiratet schließlich den Prinzen. Und auch Dornröschen wird vom Königssohn wach geküßt, nachdem sie durch den Fluch einer bösen Fee in tiefen Schlaf gefallen war. Doch was wäre, wenn diese bekannten Geschichten anders ausgehen würden – ohne auto - matisches Happyend?
Darauf gibt „Es war K’Einmal im Märchenland“ eine lustige und höchst originelle Antwort. Zunächst kommen wir uns vor wie im Originalmärchen „Cinderella“. Doch plötzlich gerät alles als dem Lot, und die böse Stiefmutter reißt hinter den Kulissen die Macht an sich: Sie kontrollielt nicht nur den Ausgang ihrer eigenen Geschichte, sondern aller Märchen im Märchenland.
Als die der Cinderella nachempfundene junge Heldin Ella merkt, dass der ihr vorbestimmte Prinz sie wahrscheinlich doch nicht zum Altar führen wird, geht sie auf eine abenteuerliche Reise, in deren Verlauf sie zu sich selbst findet. Und sie erlebt ein Ende der Geschichte, von dem sie nicht einmal träumen konnte.
„Mit unserem Film ,Es war K’Einmal im Märchenland‘ wollen wir zunächst die Erwartungen der Zuschauer auf einen traditionellen, klassischen Märchenfilm wecken – um dann das Konzept auf den Kopf zu stellen“, sagt Produzent John H. Williams, der auch „Shrek“ und „Shrek 2“ verantwortet hat. „Zunächst schaffen wir den Ausgangspunkt unserer Story: Der Zauberer geht auf Urlaub, seine Assistenten vertreten ihn, und Cinderella hält den Prinzen für ihren Traummann, obwohl er eigentlich gar nicht zu ihr passt. Dadurch entstand genügend Dynamik für den gesamten Film.“
Bei der Entwicklung seiner Filmgeschichte zu „Es war K’Einmal im Märchenland“ verwendete Drehbuchautor Rob Moreland Motive aus den klassischen Märchen der Gebrüder Grimm, deren mitreißende Unmittelbarkeit ihn immer wieder faszinierte: „In den traditionellen Märchen werden bereits all die menschlichen Archetypen vorgestellt, die wir heutzutage in Filmen und anderen klassischen Geschichten erleben. Dabei ist natürlich besonders der Umstand von Bedeutung, dass die Märchen gar nicht der Fantasie der Gebrüder Grimm entsprungen sind – die beiden haben die Geschichten nur gesammelt. Im Laufe ihres Lebens haben sie Tausende Menschen erzählen lassen. Sicher ist das ein wichtiger Grund dafür, dass die Märchen uns auch heute noch so nachhaltig beeindrucken. Denn die Geschichten wurden von Generation zu Generation weitergegeben, bis die Gebrüder Grimm uns den Gefallen taten und sie so wunderbar zu Papier brachten.“
Genau wie Moreland in „Es war K’Einmal im Märchenland“ veränderten auch die Gebrüder Grimm mehrfach das Ende ihrer gesammelten Märchen. Sie hörten dieselben Geschichten im Laufe ihres Lebens in sehr verschiedenen Versionen, was sie oft zur Bearbeitung ihrer ursprünglichen Texte veranlasste. Viele der beliebtesten Märchen wie „Aschenputtel“ / „Cinderella“ sind eigentlich viel düsterer, als das heutige Publikum sie kennt. „Wir haben nur die Zuckerguss-Variante von ,Cinderella‘ verinnerlicht. In dieser Form ist sie für uns Amerikaner Teil unserer Kultur“, sagt Moreland. „Aber wenn man sich das ursprüngliche Grimm-Märchen anschaut, dann schneiden sich darin die Stiefschwestern tatsächlich die Hacken ab, um in den Schuh zu passen.
Es gibt etliche solcher Überraschungen. Und genau das nehmen wir in unserem Film auf: Wir sorgen für verblüffende Wendungen der üblichen Handlungsabläufe.“