Familie,
Komödie,
Animation
| Deutschland / USA 2007
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| Deutsche Sprecher im Märchenland
Für die deutsche Fassung von „Es war K’Einmal im Märchenland“ konnten die Filmemacher Malte Arkona gewinnen, der den Rick spricht. Arkona ist bei den kleinen TV-Zuschauern äußerst beliebt, seit er 2002 die Moderation des „Tigerentenclub“ (ARD und Kinderkanal) übernahm. Daneben singt er auf der Münchner Staatstheaterbühne den Papageno in „Die Entdeckung der Zauberflöte“. Über seine Rolle sagt Arkona: „Rick ist die Küchenhilfe, steht also zunächst in der zweiten Reihe und findet sich damit auch ab, denn im Grunde ist er sehr höflich, aber dennoch tut er alles, um in die erste Reihe aufzusteigen: Bisher ist er nur Ellas bester Kumpel – aber heimlich liebt er sie. Doch sie will den blöden Prinzen!“, lacht er. „Die Szene auf dem Motorflugbesen fand ich super – offenbar braucht Rick dafür keinen Führerschein!“
Außerdem entdeckt Arkona Parallelen zwischen Rick und sich selbst: „Auch ich habe mich einst in meine beste Freundin verliebt. Das führte dann zu einem kurzen Happyend – und dann zum End!“ Damit hören die Ähnlichkeiten aber auch auf: „Rick sieht aus wie Johnny Depp – ich habe eine ganz andere Frisur!“ Über seine Arbeit an „Es war K’Einmal im Märchenland“ sagt Malte Arkona: „Der Rick ist meine allererste Synchronrolle – sie machte riesigen Spaß. Und ich habe dabei eine Menge gelernt. Zum Glück lässt/ließ mich Synchronregisseur Michael Nowak auch eigene Vorschläge machen, wenn ich meinte, dass Rick den Satz vielleicht etwas anders formulieren würde. Es ist also eine kreative Arbeit, durchaus nicht nur ein Ablesen von Texten. Nächstes Mal würde ich gern ein Monster sprechen!“
„Ich freue mich, dass Nina Moghaddam die Ella spricht“, fährt Arkona fort. „Jedes Kind kennt sie – wenn man mit ihr durch die Stadt läuft, gibt es sofort einen Riesenauflauf. Wir beide waren in Frankfurt mal Mitglieder einer Kinderfilm-Jury – damals dachten alle, wir wären ein Paar. Das finde ich witzig, denn jetzt, auf der Leinwand, sind wir es wirklich.“
Tatsächlich ist Nina Moghaddam als Moderatorin der Kindersendung „Toggo TV“ auf Super RTL jedem jugendlichen Zuschauer ein Begriff. Sie spricht in „Es war K’Einmal im Märchenland“ das moderne Aschenputtel Ella. „Mir gefällt, dass Ella nicht dem Klischee der blonden Märchenprinzessin entspricht – sie hat dunkle Haare wie ich, noch dazu eine Kurzhaarfrisur. Sie glaubt an sich, und sie setzt sich durch. Ungelogen: Mein Lieblingsmärchen ist nach wie vor ,Cinderella‘! Mein Bruder und ich hatten eine Videocassette, die wir locker zweimal am Tag ansehen konnten – bis meine Mutter sagte: ,Jetzt reicht’s! Es gibt auch andere Märchen!‘“
Nina Moghaddam ließ sich also nicht lange ins Synchronstudio bitten: „Als ich gefragt wurde, ob ich die Trickfilmfigur Ella sprechen möchte, bin ich fast ausgeflippt, denn damit geht für mich ein jahrelanger Traum in Erfüllung. Ich stelle mir vor, dass ich den Film irgendwann mit meinen eigenen Kindern anschaue und dann sage: Die Ella, das ist die Mama!“ Die Rolle des klassischen Grimm-Bösewichts Rumpelstilzchen spricht der aus Film und Fernsehen bekannte Martin Semmelrogge („Das Boot“, „Agnes und seine Brüder“, „Neues vom Wixxer“).
Dazu der Schauspieler: „Als Rumpelstilzchen bin ich der heuchlerische Vizepräsident der Abteilung Gemeinheit! Rumpelstilzchen bietet sich Cinderellas böser Stiefmutter für Handlangerdienst
an. Doch da die gesamte Märchenwelt auf dem Kopf steht, wird das Rumpelstilzchen schließlich zum unfreiwilligen Helden. Es muss sogar die Windeln des Babys wechseln – das brauche ich im Synchronstudio nicht – auch privat habe ich das zum Glück schon hinter mir …“ Oft spielt Semmelrogge auf Leinwand und Bildschirm gerade seine Schurkenrollen genüsslich aus – das hat eine lange Tradition: „Ich habe schon als Kind zu Hause im Kasperletheater am liebsten den Teufel gespielt. Der ist immer die interessanteste Figur – und im Grunde auch nicht wirklich böse. Auf der Theaterbühne spiele ich gerade meine Traumrolle: den Mephisto in Gestalt eines SS-Kommandanten in ,Die dunkle Seite des Mondes‘ – auch der ist teuflisch charmant, klug und geschäftstüchtig. Alle Manager müssen auch ,Teufel‘ sein – in Anführungszeichen! Privat bin ich eher ein sehr ernsthafter Mensch, aber es gibt eben auch diese Seite an mir: Semmelrogge, das Schlitzohr, der Spitzbube, der Hallodri – darin ähnele ich dem Rumpelstilzchen.“
Abschließend sagt Nina Moghaddam über „Es war K’Einmal im Märchenland“: „Ich glaube, der Film gefällt allen – Kindern, Teenagern und Erwachsenen. Aber wahrscheinlich lachen sie über verschiedene Dinge, wenn sie den Film sehen, denn es gibt unterschiedliche Humorebenen. Also ein echter Familienfilm!“