Eastwood hat noch nie einen Kriegsfilm dieser Größenordnung gedreht – von einer Doppelproduktion ganz zu schweigen. „Letters From Iwo Jima“ erlaubt ihm, den Soldaten auf ganz persönliche Weise Tribut zu zollen, ohne die politischen Aspekte des Krieges zu behandeln.
„12.000 Japaner werden auf Iwo Jima immer noch vermisst“, sagt Eastwood. „Diese Menschen verdienen meiner Meinung nach eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihrem Schicksal, einen gewissen Respekt – genauso wie ihn die amerikanischen Truppen verdient haben. Ich bin entsetzt über das, was auf beiden Seiten in jenem Krieg und in allen Kriegen geschehen ist und geschieht. Eine furchtbare Anzahl Unschuldiger wird in solchen Situationen geopfert, und wenn wir mit diesen jungen Schauspielern heute ein wenig von jenen Lebensläufen erzählen können, dann aus Ehrerbietung vor jenen Menschen, die ihr Leben für ihr Land geopfert haben.“
„Natürlich ist uns im Grunde klar, dass der Krieg ein großes Übel ist“, fügt Ken Watanabe hinzu. „Aber im Alltag kommt es eigentlich recht selten vor, dass wir den Krieg aus ganzem Herzen hassen. Doch wenn wir miterleben, was dort geschehen ist, was dort wirklich vor sich ging, dann werden wir nie wieder zulassen, dass unsere Söhne und Ehemänner in den Krieg ziehen.“
Eastwood hat den Zweiten Weltkrieg nur als Teenager miterlebt, „aber ich erinnere mich, wie froh ich war, als er vorbei war“, berichtet er. „Auf der ganzen Welt sehnten sich die Menschen nach Frieden. Ich hoffe nur, dass wir alle den Frieden zu unseren Lebzeiten möglichst umfassend genießen dürfen.“