Mittwoch | 30. Mai 2012 | 22:37 Uhr
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    Komödie, Krimi | USA 2008
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      • | Produktion: Die Darsteller über ihre Rolle

      • George Clooney, der an zahlreichen ausgesprochen politischen Filmen als Darsteller bzw. Regisseur beteiligt war, sagt: „Der Film spielt zwar in Washington, aber im Fokus steht eine Gruppe erschreckend dummer Leute, die erschreckend dumme Sachen machen. Ich fand bemerkenswert, dass keiner von ihnen ein Politiker ist.“ Und er fügt hinzu: „Schon als Joel und Ethan mich anriefen, wusste ich, dass ich zusagen würde. Was kann es Schöneres geben? Es sind schließlich die Coen-Brüder! Durch sie kommt man an Rollen, die einem als Schauspieler niemand sonst zutraut. Als sie mir aber sagten, dass sie die Rolle ausdrücklich für mich geschrieben hätten, war ich doch ein wenig besorgt...“ Ethan erklärt dazu trocken: „George wird älter, also werden auch die Figuren, die er spielt, älter – wenn auch nicht klüger.“ Clooney weiter: „Der traurige, stupide Harry ist den Blödmännern, die ich in meinen anderen Coen-Brüder-Filmen gespielt habe, ja nicht ganz unähnlich. Aber dieser Typ hat eine fiese Ader, eine Aggressivität, die einem Everett in O Brother, Where Art Thou? völlig abging. Ich habe vor Lachen gebrüllt, als ich das Drehbuch las – es ist so irrsinnig, und ich habe mich voll davon mitreißen lassen. So sehr, dass ich mir sogar den Bart wachsen ließ, den sie für meine Figur vorgesehen hatten. So bin ich dann an den Set gekommen – wo ich endlich auch einmal die Gelegenheit hatte, mit Fran zu arbeiten.“

        Frances McDormand erinnert sich an ihre erste Reaktion auf das Skript: „Die Beschreibung der ersten Szene für meine Figur liest sich im Drehbuch so: Nahaufnahme Frauenhintern. Weißlich. Nackt. Mittelalt. Warum sollte man da ernsthaft weiterlesen? Warum sollte man ernsthaft erwägen, diese Rolle zu spielen?“, lacht sie. „Es macht großen Spaß, für Fran zu schreiben, weil man einfach weiß, dass sie gut sein wird“, sagt Ethan und verrät: „Etwas weniger lustig ist es dann, wenn sie das fertige Drehbuch zu lesen bekommt, weil sie einen fürchterlich anschreit.“ Joel hat dazu folgendes zu sagen: „Man arbeitet Monate über Monate an einem Skript, und ihre erste Reaktion ist: ,Das ist alles?’ Aber wir kommen in der Regel irgendwann über diesen Punkt hinweg.“ McDormand meint schließlich: „Ich arbeite mit Joel und Ethan seit 25 Jahren zusammen. Ihr erster Film war mein erster Film [BLOOD SIMPLE]. Ich weiß nicht, wie sie es immer wieder schaffen, mich rumzukriegen. Aber am Ende ist es immer die Mühe wert.“

        Brad Pitt hatte schon lange auf eine Rolle in einem Film der Coen-Brüder gewartet – und schließlich kam der erhoffte Anruf. Er gibt zu: „Ich hatte nicht erwartet, dass meine Figur ein solcher Hohlkopf sein würde, der ständig Kaugummi kaut, Energy-Drinks in sich hineinschüttet und iPod-süchtig ist – ich sagte zu Joel und Ethan: Er ist so ein Idiot...! Aber immerhin hat er ein gutes Herz. Kurzum: Ich sehe diese Rolle als absoluten Karrierekiller.“ George Clooney bestreitet diese Einschätzung mit einem Schulterzucken. Er prophezeit, dass sein Co-Star und langjähriger Freund „der eigentliche Star des Films sein wird.“ Und Joel findet: „Am Ende fand Brad es genauso toll wie George, einen derartigen Blödmann zu spielen, und er ist wirklich sehr komisch in der Rolle.“ McDormand kann das nur bestätigen: „Brad stellte in unseren gemeinsamen Szenen Sachen an...! Es war harte Arbeit, nicht laut loszulachen.“

        Wie Pitt hatte auch John Malkovich lange darauf gewartet, mit den Coens zusammenarbeiten zu können. Er gibt zu: „Als sie mich anriefen und mir sagten, dass sie eine Rolle eigens für mich geschrieben hätten, war ich überglücklich.“ Seine Interpretation von Film und Rolle geht so: „Das ganze Drehbuch beruht darauf, dass Leute auf Sinnsuche sind, dass sie sich von Grund auf ändern wollen. Ozzie ist ein sehr sarkastischer Typ, und ein schlimmer Säufer. Als er gefeuert wird, regt er sich mächtig auf. Und er beginnt, seine Memoiren zu schreiben – die leider ziemlich missraten.“ Malkovich fügt noch hinzu: „Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, Ozzie zu spielen, eben weil er so ein Dummkopf ist; besonders in der Szene, in der er gefeuert wird. Zum Spaß hat auch beigetragen, dass ich Leute am Telefon zusammenbrüllen und einen Vollrausch spielen durfte.“

        Tilda Swinton sagt über ihre Rolle als Cox’ Ehefrau Katie: „Ich durfte so großartige Dialogzeilen sagen wie beispielsweise: ‚Hör’ auf mit dem Schwachsinn!’ Katie hat das Gefühl, von lauter Vollidioten umgeben zu sein, sie ist ständig zornig, nimmt an allem Anstoß, sie ist vom Leben im allgemeinen und ihrem Ehemann im besonderen enttäuscht.

        Beinahe ebenso sehr enttäuscht ist Ted, gespielt von Richard Jenkins: „Er wird im Skript als ,schwermütig’ beschrieben“, erzählt Jenkins: „Er ist unsterblich in Frans Figur Linda verliebt, aber sie sieht in ihm nur einen Freund. Ich habe schon zweimal im selben Film wie Fran gespielt, und in beiden hatten wir keine gemeinsame Szene. Endlich konnte ich wirklich einmal mit ihr zusammenarbeiten, und sie ist auch in Natura so großartig, wie man immer hört.“

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