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  • WALL-E - Der Letzte räumt die Erde auf

    Science Fiction, Familie, Animation | USA 2008
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      • | Produktion: Die Animation

      • Die hoch talentierten Animatoren von Pixar haben mit jedem neuen Film stets scheinbar unüberwindbare Hürden bewältigt und die Messlatte, was die Qualität von Animationen angeht, immer noch höher gelegt. Weltweit kennt und liebt man ihre Schöpfungen, ob es sich nun um Spielzeuge oder Ameisen, Fische oder Monster, Superhelden oder kulinarische Ratten handelt. Für ihren jüngsten Film WALL•E – ein weiteres Meisterwerk der Animationskunst – schufen sie ein buntes Ensemble aus Robotern und Menschen, an dem zu Produktionshochzeiten 50 Animatoren unter der Leitung von Alan Barillaro, Steve Hunter und dem Animationsregisseur Angus MacLane arbeiteten.

        Jim Reardon, Chef-Storyentwickler von WALL•E, sagt dazu: „Was wir auf keinen Fall wollten, waren Roboter, die reden können und menschliche Arme, Beine, Köpfe und Augen haben. Uns schwebten originalgetreue Figuren vor, denen wir allein durch Design und Animation menschliche Eigenschaften verpassen wollten.“

        Stanton erklärt: „Das Publikum soll glauben, eine zum Leben erweckte Maschine vor sich zu haben. Je fester es davon überzeugt ist, umso rührender wird die Story.“


        „Es ist eine Meisterleistung der Animatoren von WALL•E, wie sie mit so wenigen Worten Gefühle und komplexe Gedanken ausdrücken. Sie wollen die Zuschauer in erster Linie durch Animation berühren.“
        Ed Catmull, Chef von Walt Disney und Pixar Animation Studios


        Die schwierigste Aufgabe der Animatoren bestand darin, dass sie nicht auf Dialoge im eigentlichen Sinne zurückgreifen konnten, um die Gefühle und Handlungen der Figuren zu verdeutlichen.

        „Wir glaubten fest daran, dass wir auch ohne herkömmliche Dialoge zeigen können, was in den Figuren vorgeht“, sagt Stanton. „Im wahren Leben neigen Menschen doch dazu, in ein Baby oder ein Haustier die eigenen Wünsche oder Gefühle hinein- zuinterpretieren, so nach dem Motto: ’Ich glaube, es ist traurig’, oder: ’Sie mag
        mich’ – die Zuschauer werden sich genauso verzaubern lassen.“

        Dazu Ed Catmull, Chef von Walt Disney und Pixar Animation Studios: „Es ist eine Meisterleistung der Animatoren von WALL•E, wie sie mit so wenigen Worten Gefühle und komplexe Gedanken ausdrücken. Sie wollen die Zuschauer in erster Linie durch Animation berühren.“

        Stanton stellt fest: „Animatoren lieben Pantomime im Trickfilm. Das ist ihr Tagesgeschäft, das sie instinktiv beherrschen. John Lasseter hat das erkannt, als er seinen ersten Kurzfilm für Pixar animierte und inszenierte, ’Luxo Jr.’, der von zwei Tischlampen erzählt, die sich ohne Worte ausdrücken. Es ist der Traum eines jeden Animators, einem leblosen Gegenstand Leben einzuhauchen. Die Animatoren von WALL•E fühlten sich wie im siebten Himmel, weil sie die Geschichte fast ausschließlich auf visueller Ebene erzählen konnten. Dabei stellten sie allerdings fest, dass das gar nicht so einfach ist.“

        „Ich musste die Animatoren außerdem etwas zügeln, weil ich wollte, dass die Maschinen im Film trotz allem logisch und zweckmäßig konstruiert aussahen“, ergänzt er. „Die Charaktere wirken so realistisch, weil sie sich eben nicht dehnen oder zusammenschieben lassen wie Comicfiguren. Die Animatoren haben sich die Köpfe zerbrochen, um diesen Effekt zu erzielen. Denn die Figuren mussten ohne Einschränkungen die Geschichte transportieren, durften dabei aber nur so handeln, wie es Bauweise und Konstruktion zuließen. Das war sehr schwierig – und umso befriedigender, wenn jemand den richtigen Einfall hatte und ein Problem löste.“

        Um sich auf diese Aufgabe vorzubereiten, trafen sich die Filmemacher und Animatoren mit Roboterdesignern, besuchten Wissenschaftler im Jet Propulsion Laboratory der NASA, nahmen an Tagungen teil, die sich mit Robotern befassten, und studierten echte Roboter, darunter einen Bombensuchroboter der Polizei. NASA-Experte Jim Hicks erläuterte dem Pixar-Team, welche Auswirkungen Schwerelosigkeit auf den Körper hat und wie er dabei verkümmert, um den Animatoren Ideen zu geben, wie Menschen aussehen könnten, die seit Hunderten von Jahren ein verhätscheltes Leben im Weltraum führen.

        Jason Deamer, zuständiger Artdirector für die Filmfiguren, erinnert sich, dass die Augen von WALL•E als erstes entstanden: „Das war Andrews Idee. Er hatte sich ein Baseballspiel angesehen und dabei ein Fernglas benutzt. Dabei fiel ihm plötzlich auf, dass sich dessen Aussehen völlig veränderte, wenn man es leicht neigte. Dieser Blick wurde zu einem der Hauptmerkmale von WALL•E.“

        Das restliche Design des kleinen Kerls richtete sich ganz nach seinen Aufgaben. „Wie nimmt er den Müll auf und komprimiert ihn?“, fragte sich Deamer. Prompt folgten Exkursionen zu Recycling-Anlagen, um sich Müllpressen anzusehen. „Wir wussten, dass WALL•E Laufketten brauchen würde, um damit über Abfallberge zu fahren“, sagt er. „Außerdem musste er in der Lage sein, Müll zu Würfeln zu pressen, und er brauchte so etwas wie Hände zum Gestikulieren.“

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