Donnerstag | 31. Mai 2012 | 01:55 Uhr
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  • Alvin und die Chipmunks

    Familie, Komödie, Animation | USA 2007
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      • | Die Munks lernen laufen

      • Für ALVIN UND DIE CHIPMUNKS wurden die Hörnchen für das digitale Zeitalter quasi neu erfunden. Eine erfolgreiche Verschmelzung von realer Welt und digitaler Animation war notwendig, um die Chipmunks glaubhaft in einen Live-Action-Film zu implementieren.

        Obgleich dieser neue Look die Cartoon-Chipmunks, die wir seit über vierzig Jahren kennen und lieben, um Längen schlägt, haben sie doch ihre ganz eigene „Hörnchenhaftigkeit“ behalten. „Die Herausforderung war, sie in einer Umgebung mit lebendiger Action glaubhaft darzustellen, während sie immer als die Chipmunks erkennbar bleiben sollten, die wir kennen und lieben“, sagt Produzentin Janice Karman. Der neue Look kommt viele Jahre nachdem Alvin, Simon und Theodore ihr öffentliches Debüt in der „The Ed Sullivan Show“ gaben, als Puppen, die mit Bagdasarian Sr. als Dave Seville auftraten. Am Anfang sahen die Chipmunks, nun ja, sehr nach Streifenhörnchen aus, nicht fotorealistisch, aber dem tierischen Vorbild viel näher als der plüschigen Ableitung. Ihre animierte Serie „Die Alvin Show“ wurde erstmals im Herbst 1961 ausgestrahlt und gab Alvin, Simon und Theodore einen neuen Look. Die scharfen Linien der Chipmunks und ihr verwildertes Aussehen wurden durch ein freundliches, buntes und dynamisches Trio abgelöst. Obwohl Karman 1983 selbst einen weiteren Design-Relaunch für die zweite Cartoonserie beaufsichtigt hat, sind die Chipmunks im Wesentlichen die alten geblieben…bis heute. Die gründliche digitale Überarbeitung der Chipmunks war ein langer, komplizierter Prozess, der sich bis in die Produktion und sogar die Post-Produktion hinein zog. Da sie ständig eng mit Bagdasarian und Karman
        zusammen arbeiteten, steuerten einige der Spitzen-Designer der Filmindustrie etwas zum neuen Aussehen der Chipmunks bei, darunter H.B. „Buck“ Lewis, dessen ohnehin beeindruckendes Resumee Erfolgsfilme wie RATATOUILLE („Ratatouille“, 2007) und ICE AGE („Ice Age“, 2002) krönen sowie Chris Consani, der an NIGHTS AT THE
        MUSEUM („Nachts im Museum“, 2006) und THE CHRONICLES OF NARNIA („Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia“, 2005) mitgearbeitet hat. Als die Charaktere fertiggestellt worden waren begannen Animation Supervisor Chris Bailey und sein Team bei den Effekt-Spezialisten der „Rhythm & Hues Studios“ ihre Arbeit.

        Bailey und seine Leute sind für ihre überragenden Fähigkeiten bei der Figuren-Animation in u.a. NIGHTS AT THE MUSEUM, HAPPY FEET (2006) und THE CHRONICLES OF NARNIA bekannt und nun konnten sie ihrem Können beim Animieren und virtuellen Erschaffen der Performances von Alvin, Simon und Theodore freien Lauf lassen. Bailey arbeitet seit vielen Jahren im digitalen Bereich und hat mit seinem Talent zum Erfolg von Filmen wie GARFIELD („Garfield – Der Film“, 2004) und FAT ALBERT („Fat Albert“, 2004) beigetragen. Badgasarian und Karman waren beeindruckt von der Arbeit der Trickfilmzeichner. „Die Chipmunks sind nur so clever und interessant, wie die Trickfilmzeichner sie umsetzen“, erläutert Bagdasarian. „Das Animationsteam versetzt dich in die Lage, mit den Chipmunks mitzufühlen, durch ihre Arbeit kann man sich mit ihnen identifizieren. Alvin durfte nicht einfach nur Mr. Alles-Wisser und ein echter Draufgänger sein – er musste auch verletzlich sein. Ja, Theodore ist süß und verrückt nach Essen wie immer, aber die Trickfilmzeichner gaben ihm auch noch eine naive Eigenschaft mit auf den Weg, die einfach liebenswert ist.

        Simon ist so klug wie nur möglich, aber er hat auch einen großen Sinn für Humor und kann sich gegen Alvin durchsetzen, wenn es notwendig ist. Chris Bailey und Rhythm & Hues haben die Figuren mit dieser Vielschichtigkeit ausgestattet.“ Bevor die eigentliche Animation begann nahmen die Zeichner bei Rhythm & Hues ein Gespräch zwischen Karman und Bagdasarian auf Video auf, bei dem sie Details und Eigenheiten der „Jungs“ preisgaben und sich darüber unterhielten, wie die drei in den gegebenen Situationen reagieren würden. „Alvin und Theodore würden sich streiten, aber Simon und Theodore würden sich niemals streiten“, meint Karman. Um die Musikdarbietungen der Chipmunks zu kreieren, arbeitete Bailey eng mit Regisseur Tim Hill, den Schauspielern und den Chefs der verschiedenen Abteilungen zusammen. Bereits sehr früh in der Produktionsvorbereitung fertigten Bailey und Hill ein Storyboard des Scripts und der Effekt-Einstellungen an, immer auf der Suche nach noch unterhaltsameren Abläufen für die einzelnen Figuren. Bei den Dreharbeiten wurden die Chipmunks-Szenen mit Stofftieren einstudiert – die Crew und die Schauspieler nannten sie „Stuffies“-Statisten. Neue Inszenierungsideen und komödiantische Momente für das winzige Trio wurden ständig weiterentwickelt. In der Post-Produktion überwachte Bailey die Arbeit der Zeichner bei Rhythm & Hues, die für die individuellen Chipmunk-Auftritte verantwortlich waren. „Ich war Alvin, Simon und Theodore in einem“, sagt Bailey.

        „Mein Job war es, sicherzustellen, dass jedermann die Charaktere und die Anschlüsse verstand.“ Bailey mixte wichtige Charakterzüge mit Chipmunk-Amok-Action. „Ich war immer auf der Suche nach Dingen, mit denen die Chipmunks interagieren könnten“, erklärt er, „zum Beispiel könnten sie, wenn sie von einem Fleck zum nächsten springen, ein Glass Wasser oder ein Buch zur Seite stoßen. Passen sie auf, wenn sie an einer Pflanze vorbei wollen? Ich nehme an, dass Alvin durch die Pflanze springen würde, weil er weiß, dass sie ihn nicht verletzen wird, Simon wäre etwas umsichtiger, er würde nichts beschädigen wollen, das Dave gehört und daher drum herum laufen. Theo würde mit dem Kopf voran in der Pflanze landen.“ Bailey weist auf eine Szene hin, in der die Chipmunks eine neue Version ihres Hits „Witch Doctor“ vor Massen von Fans darbieten, danach amüsieren sie sich besonders ausgelassen bei einer Backstage-Party. „Sie sind wirklich die Stars in dieser Szene“, begeistert er sich, „alles ist groß, opulent und ganz wunderbar gestaltet und choreographiert. Und es ist ein toller, lustiger Song. Als die Chipmunk-Animation zu der Szene hinzugefügt wurde, meinten alle – das Studio, der Regisseur, die Produzenten – die Szene hätte gerne länger sein können. Das war ein riesiges Kompliment an das Animations-Team.“ Lyndon Barrois, der Animation Supervisor von Rhythm & Hues, inszenierte die Auftritte der Chipmunks mit 73 in Los Angeles ansässigen Trickfilmzeichnern und weiteren 10 Zeichnern, die parallel in Indien arbeiteten. Für Barrois war der Maßstab die größte Herausforderung.

        „Alvin, Simon und Theodore sind klein und müssen mit Menschen agieren, während sie ihre streifenhörnchenhaften Charakteristika beibehalten“, sagt er. „Wir wollten, dass das Publikum glaubt, dass dies redende, singende, tanzende Chipmunks sind – aber eben immer noch Chipmunks!“ Um der Chipmunks-Historie so treu wie möglich zu bleiben, traf sich das Animation-Team mit Bagdasarian und Karman, schaute Episoden der Original TV-Serie „Alvin and the Chipmunks“ an und filmte echte Streifenhörnchen für die genaue Darstellung von Bewegungen und anatomischen Details. „Wir wollten wirklich verstehen, wie sich Chipmunks bewegen“, sagt Barrois. „Wir untersuchten ihre pfeilschnellen Bewegungen, wie sie sich die Mäulchen vollstopfen und wie sie von zweibeinig zu vierbeinig und zurück wechseln.“ Barrois merkt an, dass diese Recherche einen großen Stellenwert für die „Erschaffung“ der digitalen Chipmunks hatte. „Ich denke, die Jungs sind am ansprechendsten, wenn sie sich wie Streifenhörnchen verhalten, sich auf die Hinterbeine stellen und sich zurücklehnen, um nach etwas zu schauen. Wir wollten wirklich der Versuchung widerstehen, sie zu menschenähnlich zu gestalten.“

        Eine andere Schlüsselfigur bei Rhythm & Hues war CG Supervisor Todd Shifflet – der „Wie machen wir’s?“-Filmtechniker, der Lichtschemata bestimmte und festlegte, wie man die
        Chipmunks am besten ins Bild und zwischen den Menschen integrieren konnte. Es waren Shifflet und sein Team, die unter anderem dafür sorgten, dass das Fell der kleinen Nager
        gekämmt war, ihre Haare sich richtig bewegten und ihre Augen funkelten.

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