Peter und Lisa führen seit 25 Jahren eine glückliche und liebevolle Ehe. Beide sind beruflich erfolgreich, er in einer Software- Firma, sie als gefeierte Schuhdesignerin. Sie leben abseits des Trubels in einem beschaulichen Haus in Cambridge. Die Tochter Abigail, Anfang zwanzig, ist gerade ausgezogen. Peters Verhältnis zu seiner einzigen Tochter ist getrübt – er ist gegen ihre Verbindung mit George, einem Steinmetz. Lisa versucht zu vermitteln, doch Peter bleibt ablehnend und die Tochter stur. Nach einer gefeierten Modenschau treffen sich Lisa und Peter zum Essen und im Laufe des Gesprächs werden Peters Differenzen mit Abigail zum Thema. Doch Lisa lässt auch andere Bemerkungen fallen, die Peter nicht recht einordnen kann: Unter anderem fragt sie ihn, ob er sich vorstellen könne, mit einer anderen Frau zu schlafen. Er verneint dies, ohne groß nachdenken zu müssen.
Wenig später bricht Peters Welt abrupt zusammen: Denn Lisa verschwindet von einem Tag auf den anderen spurlos. Bei der Durchsicht ihrer Sachen stößt er auf einen Zettel, verborgen in Lisas roten High-Heels, auf dem nur zwei Wörter stehen: LAKE COMO. Peter ist ratlos, weder er noch seine Frau waren je am Comer See, doch diese Nachricht lässt ihn nicht in Ruhe. Rastlos durchsucht er Lisas Arbeitscomputer und stößt auf eine geschützte Datei. Nach einigem Probieren gelingt es ihm, die Datei zu knacken, doch die darin enthaltenen Bilder sind ein Schock: Seine Frau, offenbar sehr glücklich, am Comer See – mit einem anderen Mann.
Die Bilder stellen sein Leben und seine Ehe mit Lisa plötzlich komplett in Frage. Er ringt mit sich, der Sache auf den Grund zu gehen. Schließlich durchsucht er Lisas Mails und wird auch dort fündig – romantische Liebesbriefe eines mysteriösen Ralphs. Peter ist entsetzt und er erhält prompt auch noch eine weitere Mail des Unbekannten. Er entschließt sich, ihm zu antworten und löst damit eine Kettenreaktion der Gefühle aus. Gefangen in dem selbstzerstörerischen Drang, das Geheimnis zu lösen, überschreitet Peter nicht nur Landesgrenzen. In seiner Firma findet er über die Emailadresse den Namen und Ort des Absenders heraus und fliegt noch am gleichen Abend nach Mailand. Tatsächlich findet er den Fremden und verfolgt ihn in ein Schachcafé, in dem er ihn am nächsten Tag zu einer Partie herausfordert. Bereitwillig erzählt der Andere Peter von seinem Leben und sogar von seiner Geliebten, einer englischen Schuhdesignerin. Peter kann nicht anders, er führt das perfide Spiel über Tage fort und findet immer mehr über den vornehm gekleideten Ralph heraus.
Mit der zunehmenden Vertraulichkeit des Gesprächs nimmt auch die Intensität des Schachspiels zu. Aus dem Mund des Liebhabers muss er mit anhören, wie glücklich beide gewesen sein müssen und dass sie immer noch in Kontakt stehen würden. Peters Selbstbeherrschung wird bis auf das Äußerste strapaziert, doch das scheint demanderen Mann nicht aufzufallen.
Die prekäre Situation eskaliert, als Peter Ralph überraschend in seinem Apartment aufsucht und feststellen muss, dass Lisa offenbar auf einen Schwindler hereingefallen ist. Ralph lebt zwar in einem stattlichen Haus, jedoch in einer kleinen Kellerwohnung als Hausmeister. Die schicken Anzüge, sein Auftreten – alles eine Farce? Peter zeigt sich zerrissen von Trauer, Wut und Rachsucht. Wie nahe war er der Frau wirklich, die er so gut zu kennen glaubte?
In diesem Zustand findet ihn seine Tochter in Mailand. Abigail ist entsetzt von der Affäre ihrer Mutter, versucht aber ihren Vater von seinen immer heftigeren Racheplänen abzubringen. Peter regt sich so sehr auf, dass seine Tochter Angst bekommt und überstürzt abreist. Langsam wird deutlich, dass er nicht mehr zurück kann und so führt Peter sein Spiel fort, indem er in Lisas Namen weiter mit Ralph kommuniziert und ihn schließlich zu einem vermeintlichen Treffen mit Lisa an den Comer See lockt. Ralph erzählt Peter vertrauensselig sofort von seinem Glück und bittet ihn sogar um Geld, um die Reise finanzieren zu können.
In der Villa d’Este, dem Ursprungsort der Romanze zwischen Lisa und dem anderen Mann, kommt es zum Höhepunkt: Ralph findet statt seiner Geliebten Peter vor, der sich endlich als ihr Ehemann zu erkennen gibt. Nachdem er Ralph über den wahren Absender der Anrufe und Emails aufgeklärt hat und ihn mit der Wahrheit über Lisa konfrontiert, lässt Peter den geschockten Mann zurück und kehrt nach Cambridge zurück. Peter beginnt, die Erlebnisse zu verarbeiten. Langsam versucht er zu akzeptieren, dass der andere Mann das komplette Gegenteil von ihm selbst zu sein scheint und nicht unbedingt seine Ehe in Frage stellen muss. Er versöhnt sich sogar mit Abigail und ihrem Freund. Am Ende scheinen sich Vater und Tochter durch den anderen Mann nähergekommen zu sein. Und so ist das Ende auch die Chance auf einen neuen Anfang.