Donnerstag | 31. Mai 2012 | 09:31 Uhr
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  • FILMDETAILS | Slumdog Millionär
  • Slumdog Millionär

    Drama, Komödie, Romanze | Großbritannien / USA 2008
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      • | Produktion: Indisches Insiderwissen

      • Die Schauplätze zu finden und dann Drehgenehmigungen einzuholen, war eine enorme logistische Aufgabe, die ohne die Hilfe Einheimischer gar nicht zu leisten gewesen wäre. Ohne die indische Produktionsfirma India Take One wäre es dem Team nicht mal möglich gewesen, zügig von einem Drehort zum nächsten zu gelangen, denn die reine Entfernung ist in Indien meist das kleinste Problem. Mit Millionen von Autos, Rickschas und Taxis, die um ihren Platz auf der Straße wetteifern, gehören Verkehrstaus zum täglichen Leben wie Essen und Schlafen: „Es passierte immer wieder, dass wir auf einer Straßenkarte nachschauten, wo ein Hotel oder ein Drehort lag, und wir dachten, das ist nur zwei Meilen entfernt,“ erinnert sich Colson „aber dann dauerte der Weg zwei Stunden, weil die Stadt so unglaublich verstopft ist, so ähnlich wie New York in seinen extremsten Momenten.“

        Überraschenderweise war die Versorgungslage bei dem Dreh in Mumbai sehr viel fortschrittlicher als ursprünglich vermutet. Trotz des ungewohnten Chaos waren alle nötigen Dienstleistungen verfügbar: „Mumbai ist das Weltzentrum der Filmindustrie. Die Ausstattung ist erstklassig, es gibt wunderbare Crews, modernste Studios und Fernsehproduktionsanstalten, alles ist vor Ort vorhanden“, schwärmt Colson. „Im Grunde konnten wir so arbeiten wie gewohnt. Viele der Herausforderungen, mit denen wir es zu tun hatten, haben wir uns selbst zuzuschreiben, weil wir den größten Teil des Films nicht im Studio, sondern an Originalschauplätzen gedreht haben, auf den Straßen einer der am dichtesten bevölkerten und chaotischsten Städte der Welt.“ Weitere Schwierigkeiten ergaben sich durch den rasend schnellen Wandel der Stadtlandschaften von Mumbai: „Viele Schauplätze, die wir Monate zuvor ausgesucht hatten, sahen inzwischen völlig anders aus, und wir mussten nach neuen Alternativen suchen.“ Von seinen Drehbuchrecherchen brachte Beaufoy eine Menge Vorschläge für Drehorte mit: „Ich hatte eine tolle Location für eine Szene gefunden, doch als ich sie Danny sechs Monate später zeigen wollte, war sie verschwunden. Bei uns in England brauchen wir mehr als ein halbes Jahr, um einen kaputten Fahrstuhl in der U-Bahn zu reparieren, hier bauen sie in derselben Zeit ganze Megacitys. Dieses Gefühl einer Stadt, die sich selbst verbrennt, wollten wir vermitteln, mit ihrer Energie, mit diesen Millionen Menschen, dem Geld, dem Staub und dem Dreck, und vor allem mit der rastlosen Energie der Bewohner.“

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