Komödie,
Romanze
| Frankreich / Großbritannien / USA 2008
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| Produktion: Die Idee
Drehbuchautorin Lucy Dahl ließ sich für das Drehbuch zu „Wild Child” von zwei sehr unterschiedlichen Phasen ihres Leben inspirieren. Als junges Mädchen besuchte sie ein Internat in England und als Erwachsene hat sie das Leben in Los Angeles kennengelernt und ist Mutter von mehreren Töchtern im Teenager-Alter. Sie war fasziniert vom Verhalten ihrer Kinder und deren Schulfreunden, von so genannter Jugendkultur heute und den vielen Ähnlichkeiten auch zu Mädchen anderer Generationen.
Bei der Ausarbeitung von „Wild Child” bezog sich Dahl nicht zuletzt auch auf eine schwierige Zeit in ihrem Leben. Eine Zeit, auf die sie nicht besonders stolz ist. „Das Drehbuch basiert auf meinen eigenen Schulerinnerungen”, so Dahl. „Und ich habe tatsächlich meine Schule in Brand gesteckt und wurde der Schule verwiesen. Ich hatte eine echte Mrs. Kingsley und sie war sehr liebenswürdig.”
Ihre mütterlichen Gefühle gegenüber Dahl änderten sich allerdings, als sie erfuhr, was Dahl angestellt hatte. „Sie war unglaublich enttäuscht von mir. Ich hatte meine Vater am Tag nach der Brandstiftung angerufen – wir wurden ja nicht gleich geschnappt – und ihm erzählt, dass gestern jemand ein Feuer gelegt hätte. Mein Vater rief dann Mrs. Kingsley an und sagte: ‚Da ist ein verrückter Feuerteufel in ihrer Schule. Sie müssen ihn finden und rauswerfen!‘ Es war ihm natürlich ziemlich peinlich, als herauskam, dass ich der Feuerteufel war.”
Lucy war aber nicht die einzige Dahl in ihrer Familie, auf der Poppy und ihre Clique basieren. „Ich habe das Drehbuch zu der Zeit geschrieben als meine Töchter mitten in ihrer Teenagerphase ankamen”, erinnert sich Dahl. „Mädchen in diesem Alter können so grausam untereinander sei. Ich habe es erlebt, ich war selbst dieses gemeine Mädchen und wenn man dann älter wird, denkt man nur: ‚Mädchen, Mädchen... lasst das doch!‘“ Das Gute an diesen schwierigen Erfahrungen aber war, dass sie guten Stoff für eine Komödie lieferten.
Tim Bevan und Eric Fellner von Working Title Films fühlten sich von der Coming-of-Age-Geschichte und dem schwarzen Humor in Dahls Drehbuch angesprochen. „‚Wild Child’ ist ein amüsanter und frischer Weg für uns”, so Bevan. „Es ist der erste Film, den wir speziell für junge Mädchen gemacht haben. Uns hat Lucys spritziges Drehbuch gefallen und die Chance, einer neue talentierte Gruppe von jungen Schauspielerinnen – angeführt von Emma Roberts - vorzustellen.”
Bevan und Fellner baten Produzentin Diana Phillips für den Film dazu, die als in London lebende Amerikanerin und Mutter dreier Töchter automatisch ein paar tiefere Einblicke in die Materie hat. Sie weiß, welche Herausforderungen das Erwachsenwerden an junge Mädchen stellt... und wie man sich als Außenseiter und als Amerikaner unter Engländern fühlt.”
Basierend auf seiner langen Arbeitsbeziehung mit Working Title wurde der erfahrene Cutter Nick Moore an Bord geholt. Er gibt mit „Wild Child” sein Regiedebüt und ist damit den logischen Schritt gegangen, wenn man bedenkt, dass bei der Gestaltung einer Reihe von Erfolgen des Studios maßgeblich beteiligt war - darunter „Notting Hill” (mit einer weiteren berühmten Roberts in der Hauptrolle), „About a Boy oder: Der Tag der toten Ente”, „Tatsächlich Liebe” und „Eine zauberhafte Nanny”.
Seine Erfahrungen und Leistungen als Cutter erfolgreicher romantischer Komödien haben eine eigene Regiearbeit nahe gelegt, so Phillips. „Nick hat sich dem Film natürlich stark aus der Cutter-Perspektive genähert und ihm damit eine zusätzliche Dimension gegeben. Seinem völlig verdienten Ruf als begnadeter Cutter wurde er auch schon am Set gerecht und er hatte schon während der Vorbereitungen und Planungen immer auch den Schnitt im Auge.”
Der Witz, das Herz und die universellen Motive wie Erwachsenwerden, Trauer und erste Liebe im „Wild Child”-Drehbuch gefielen Moore. Außerdem sah er in Dahls Drehbuch die Chance, einen Film für amerikanisches und britisches Publikum gleichermaßen zu schaffen – und natürlich auch für den Rest der Welt.
Moore gefiel die Auseinandersetzung von Teenagern mit ihrem eigenen Erwachsenwerden und besonders mochte er der den dramatischen Bogen, den Poppys Beziehung zu ihrem Vater nimmt, und wie sie sich ihm wieder nähert nachdem der Tod ihrer Mutter die Familie zerrissen hat. “Hier findet sich das Herz der Geschichte”, so Moore. „Poppy ist kein schlimmes Mädchen, sie hat sich nur ein bisschen verloren und muss sich selbst wiederfinden.” Trotzdem gibt Moore zu: „Ich mag es, wenn mich Filme zum Lachen bringen. Es ist wichtig, dass man aus einem Film wie diesem mit einem guten Gefühl herauskommen kann. Wenn man erst ein bisschen weint und dann kommt ein Witz, ist der Witz umso besser. Oder umgekehrt, wenn man gerade lacht und dann kommt ein emotionaler Moment, fühlt er sich umso süßer an.”
Mit dem fertigen Drehbuch und dem Regisseur an Bord konnten sich die Filmemacher auf die Suche nach der verwöhnten Malibu-Prinzessin machen. Eine Reihe von Mädchen, die abwechselnd versuchen, sie zu ärgern, zu verführen und auf den richtigen Weg zu bringen, mussten ebenso gefunden werden.