Mittwoch | 30. Mai 2012 | 22:59 Uhr
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  • Wild Child

    Komödie, Romanze | Frankreich / Großbritannien / USA 2008
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      • | Produktion: Die Idee

      • Drehbuchautorin Lucy Dahl ließ sich für das Drehbuch zu „Wild Child” von zwei sehr unter­schiedlichen Phasen ihres Leben inspirie­ren. Als junges Mädchen besuchte sie ein In­ternat in England und als Erwachsene hat sie das Leben in Los Angeles kennengelernt und ist Mutter von mehreren Töchtern im Teena­ger-Alter. Sie war fasziniert vom Verhalten ihrer Kinder und deren Schulfreunden, von so genannter Jugend­kultur heute und den vielen Ähnlichkeiten auch zu Mädchen anderer Ge­nerationen.

        Bei der Ausarbeitung von „Wild Child” be­zog sich Dahl nicht zuletzt auch auf eine schwierige Zeit in ihrem Leben. Eine Zeit, auf die sie nicht besonders stolz ist. „Das Dreh­buch basiert auf meinen eigenen Schulerinne­rungen”, so Dahl. „Und ich habe tatsächlich meine Schule in Brand gesteckt und wurde der Schule verwiesen. Ich hatte eine echte Mrs. Kingsley und sie war sehr liebenswürdig.”

        Ihre mütterlichen Gefühle gegenüber Dahl änderten sich allerdings, als sie erfuhr, was Dahl angestellt hatte. „Sie war unglaublich enttäuscht von mir. Ich hatte meine Vater am Tag nach der Brandstiftung angerufen – wir wurden ja nicht gleich geschnappt – und ihm erzählt, dass ges­tern jemand ein Feuer gelegt hätte. Mein Vater rief dann Mrs. Kingsley an und sagte: ‚Da ist ein verrückter Feuerteufel in ihrer Schule. Sie müssen ihn finden und raus­werfen!‘ Es war ihm natürlich ziemlich pein­lich, als he­rauskam, dass ich der Feuerteufel war.”

        Lucy war aber nicht die einzige Dahl in ih­rer Familie, auf der Poppy und ihre Clique basieren. „Ich habe das Drehbuch zu der Zeit geschrieben als meine Töchter mitten in ihrer Teenagerphase ankamen”, erinnert sich Dahl. „Mädchen in die­sem Alter können so grausam untereinander sei. Ich habe es erlebt, ich war selbst dieses gemeine Mädchen und wenn man dann älter wird, denkt man nur: ‚Mädchen, Mädchen... lasst das doch!‘“ Das Gute an die­sen schwierigen Erfah­rungen aber war, dass sie guten Stoff für eine Komödie lieferten.
        Tim Bevan und Eric Fellner von Working Title Films fühlten sich von der Coming-of-Age-Geschichte und dem schwarzen Humor in Dahls Drehbuch angesprochen. „‚Wild Child’ ist ein amüsanter und frischer Weg für uns”, so Bevan. „Es ist der erste Film, den wir speziell für junge Mädchen gemacht haben. Uns hat Lucys spritziges Drehbuch gefallen und die Chance, einer neue talentierte Gruppe von jun­gen Schauspielerinnen – angeführt von Emma Roberts - vorzustellen.”

        Bevan und Fellner baten Produzentin Diana Phillips für den Film dazu, die als in London lebende Amerikanerin und Mutter dreier Töch­ter automatisch ein paar tiefere Einblicke in die Materie hat. Sie weiß, welche Herausforde­run­gen das Erwachsenwerden an junge Mäd­chen stellt... und wie man sich als Außenseiter und als Amerikaner unter Engländern fühlt.”

        Basierend auf seiner langen Arbeitsbezie­hung mit Working Title wurde der erfahrene Cutter Nick Moore an Bord geholt. Er gibt mit „Wild Child” sein Regiedebüt und ist damit den logischen Schritt gegangen, wenn man bedenkt, dass bei der Gestaltung einer Reihe von Erfol­gen des Studios maßgeblich beteiligt war - darunter „Notting Hill” (mit einer weite­ren be­rühmten Roberts in der Hauptrolle), „About a Boy oder: Der Tag der toten Ente”, „Tatsächlich Liebe” und „Eine zauberhafte Nanny”.

        Seine Erfahrungen und Leistungen als Cut­ter erfolgreicher romantischer Komödien ha­ben eine eigene Regiearbeit nahe gelegt, so Phillips. „Nick hat sich dem Film natürlich stark aus der Cutter-Perspektive genähert und ihm damit eine zusätzliche Dimension gege­ben. Seinem völlig verdienten Ruf als begna­deter Cutter wurde er auch schon am Set ge­recht und er hatte schon während der Vorbe­reitungen und Planungen immer auch den Schnitt im Auge.”

        Der Witz, das Herz und die universellen Mo­tive wie Erwachsenwerden, Trauer und erste Liebe im „Wild Child”-Drehbuch gefie­len Moore. Außerdem sah er in Dahls Dreh­buch die Chance, einen Film für amerikani­sches und bri­tisches Publikum gleichermaßen zu schaffen – und natürlich auch für den Rest der Welt.

        Moore gefiel die Auseinandersetzung von Teenagern mit ihrem eigenen Erwachsenwer­den und besonders mochte er der den dramati­schen Bogen, den Poppys Beziehung zu ihrem Vater nimmt, und wie sie sich ihm wieder nä­hert nachdem der Tod ihrer Mutter die Familie zer­rissen hat. “Hier findet sich das Herz der Ge­schichte”, so Moore. „Poppy ist kein schlimmes Mädchen, sie hat sich nur ein biss­chen verloren und muss sich selbst wiederfin­den.” Trotzdem gibt Moore zu: „Ich mag es, wenn mich Filme zum Lachen bringen. Es ist wichtig, dass man aus einem Film wie diesem mit einem guten Gefühl herauskommen kann. Wenn man erst ein bisschen weint und dann kommt ein Witz, ist der Witz umso besser. Oder umgekehrt, wenn man gerade lacht und dann kommt ein emotio­naler Moment, fühlt er sich umso süßer an.”

        Mit dem fertigen Drehbuch und dem Regis­seur an Bord konnten sich die Filmemacher auf die Suche nach der verwöhnten Malibu-Prinzessin machen. Eine Reihe von Mäd­chen, die abwechselnd versuchen, sie zu är­gern, zu ver­führen und auf den richtigen Weg zu bringen, mussten ebenso gefunden werden.

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