Komödie,
Romanze
| Frankreich / Großbritannien / USA 2008
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| Produktion: Die Besetzung
Bei der Besetzung von Poppy war es wichtig, eine amerikanische Schauspielerin zu finden, die als egozentrische, verhätschelte südkalifornische Jet Set-Prinzessin durchgeht und dann die geradlinige Verwandlung in eine rücksichtsvolle, erfrischende englische Schülerin glaubhaft macht. Unter den berühmteren Jungschauspielerinnen fanden die Produzenten mit Emma Roberts die perfekte Mischung. Mit ihrem schauspielerischen Resümee aus der erfolgreiche Nickelodeon-Serie „Unfabulous”, der Leinwandadaption von „Nancy Drew Girl Detective” und der Komödie „Aquamarin – Die vernixte erste Liebe” war Emma Roberts genau die richtige junge Frau für den Part.
Phillips sagt: “Ohne die perfekte Poppy hätten wir diesen Film nicht gemacht und Emma stach als Filmstar sofort heraus. Sie war unglaublich natürlich und außerdem schon ein echter Profi. Sie hatte jahrelang eine eigene Fernsehserie. An diesem Punkt ihrer Karriere war ‚Wild Child’ genau der richtige Film für Emma und sie hat sich als unglaubliches Talent und die beste Wahl für die Rolle erwiesen.”
Für die Schauspielerin war Poppy genau der Typ Mädchen, dem sie oft bei ihrer Arbeit in Hollywood begegnet ist. Roberts war begeistert von der Chance, eine gebräunte, blondierte und völlig verwöhnte Göre zu spielen, die aus dem Luxus ihrer Heimat in Malibu gerissen, und in das enge Gemäuer eines englischen Internats geschickt wird. Der Schauspielerin gefiel, dass Poppy das erste Mal in ihrem Leben lernen muss, Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen.
Emma Robberts sagt: „Als sie aus Amerika nach England kommt ist Poppy ein verwöhntes Mädchen aus L.A., das sich um nichts anderes als sich selbst schert. Aber dann – als sie dort ankommt - beginnt sie, sich zu verwandeln. Sie ist irgendwie gemein, aber ganz tief in ihrem inneren doch sehr nett. Ich habe noch nie eine Rolle wie Poppy gehabt und es war toll, ein Mädchen zu spielen, das so anders ist.”
Aidan Quinn wurde als Poppys Vater besetzt. Nachdem er Dahls Drehbuch gelesen hatte, war es dem Vater zweier Töchter wichtig, dass man im Film nicht nur etwas zu lachen bekommt, sondern dass man auch die menschlichen Momente sichtbar macht. „Ich hoffe”, sagt Quinn, „dass die Zuschauer wirklich in die Geschichte hineingezogen werden. Sie sollen ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, ein Teenager mit solchen Problemen zu sein. So können sie Poppys Weg begleiten, auf dem sie neue Freunde, ihre Familie, ein gewisses Maß an Disziplin und eine Lebensrichtung findet.”
Für die Rolle der glamourösen und doch respekteinflößenden Rektorin Mrs. Kingsley konnte die britische Schauspielerin Natasha Richardson gewonnen werden, die damit nach Schlöndorffs gefeierten Margaret Atwood-Adaptation „Die Geschichte der Dienerin” schon zum zweiten Mal gemeinsam mit Aidan Quinn vor der Kamera stand.
Richardson war nicht nur vom Drehbuch beeindruckt, sondern brannte darauf, mit einem Regie-Neuling zu arbeiten, der Interesse an professionellem Feedback hat, das sie und ihre Kollegen zu bieten haben. Ihr gefiel, dass Moore seine Erfahrungen als Cutter mitbrachte und sehr aufmerksam für das war, was die Crew und die Schauspieler zu bieten hatten. Für Richardson war das einer der Hauptgründe für die entspannte Atmosphäre am Set, die auch einen freieren Umgang mit der Komik des Drehbuchs erlaubte.
Die Schülerinnen der Abbey Mount School für Mädchen werden von der kleinen aber strengen Hausmutter beaufsichtigt, gespielt von der schottischen Schauspielerin Shirley Henderson. Poppy kämpft mit aller Wucht gegen die Regeln der Hausmutter, steht aber dabei auf verlorenem Posten.
Henderson hat einen guten Teil des letzten Jahrzehnts ebenfalls in einem Internat verbracht – allerdings als längst verstorbene Schülerin. Als Darstellerin des Geistes der maulenden Myrtle in den „Harry Potter”-Filmen war sie schon vorher vertraut mit den Dreharbeiten auf Schulfluren. Dieser Film aber hat sie sehr viel mehr an ihre eigene Schulzeit erinnert. „Ich hatte keine leichte Zeit damals, weil ich immer so klein und kindlich für mein Alter war. Ich musste mich immer behaupten und habe die Zeit hinter mich gebracht und nicht sehr genossen. Ich war kein großer Fan der Schule, aber ich habe mich einfach zusammengerissen und immer weiter gemacht.“
Neben den Erwachsenen in Poppys Welt musste natürlich auch das richtige Ensemble junger britischer Darstellerinnen für ihre Abbey Mount-Mitschülerinnen gefunden werden. Es musste eine Gruppe von Mädchen sein, mit denen sich ein junges Publikum identifizieren kann. Des Weiteren müssen sie in der Rolle der Internatsschülerinnen glaubhaft wirken.
„Die Mädchen zu finden, war hart“, erinnert sich Regisseur Moore. „Es sind Parts für junge Mädchen und in dieser Altsgruppe findet man nicht so leicht Schauspielerinnen mit viel Erfahrung. Wichtig war für uns eine Gruppe von Mädchen zu finden, denen man abnimmt, dass sie Schülerinnen in einem Internat sind. Wir haben Emma für ein paar Tage eingeflogen und sehr viele Mädchen für Proben und zum Vorsprechen eingeladen. Dann haben wir die Kombinationen solange ausgetestet, bis wir das bestmögliche Ensemble zusammen hatten.“
Bei diesem Casting wurden auch die Mädchen gefunden, die zunächst widerwillig mit Poppy ihr Zimmer teilen müssen. Bevor sie sich dann doch mit ihr anfreunden, ist die junge, zickige Amerikanerin das personifi-zierte Unheil für die frühreife Kate (Kimberly Nixon), die leicht aus der Fassung zu bringende Drippy (Juno Temple), Computerfreak Kiki (Sophie Wu) und das praktisch veranlagte Lacrosse-Talent Josie (Linzey Crocker).
Poppys Erzfeindin – die Schulsprecherin Harriet – wird von Georgia King gespielt und Ruby Thomas und Eleanor Turner-Moss begleiten sie als ihre Sidekicks Jane und Charlotte. Und Rusty O’Hara wurde schließlich als Harriets andauernd gequälte Ergebene besetzt.
Als es darum ging, Poppys Schwarm zu besetzen - Mrs. Kingsleys Sohn Freddie – wandte sich die Produktion an Alex Pettyfer, den Star jugendlichen Agententhrillers „Alex Rider: Operation Stormbreaker”. Pettyfer war die perfekte Wahl, um Poppy als Freddie den Kopf zu verdrehen. Dummerweise ist er außerdem Harriets großer Schwarm, auch wenn er ihre Gefühle in keiner Weise erwidert.
In weiteren Rollen sind Daisy Donovan als nett-naive Sportlehrerin Miss Rees-Withers, Nick Frost as Poppys genialer Hairstylist Mr. Christopher, Jason Watkins als inkompetenter Französischlehrer Mr. Nellist sowie Selina Cadell als Schauspiellehrerin Miss Loughton zu sehen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wurden Poppys amerikanische Freunde und Familienmitglieder besetzt mit Lexi Ainsworth als kleine Schwester Molly, Shelby Young als Poppys ehemals – nachdem sie ihr den Freund ausgespannt hat - beste Freundin Ruby, und Johnny Pacar als entsprechende ehemalige Liebe in Poppys Leben Roddy.