Komödie,
Romanze
| Frankreich / Großbritannien / USA 2008
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| Produktion: Dreharbeiten & Drehorte
Um die Reise Poppys von einer südkalifornischen Highschool in ein britisches Internat auf Film einzufangen, wurde sowohl in der englischen Provinz wie auch Los Angeles gedreht. Die entscheidenden Innenaufnahmen fanden statt in den Elstree Studios in Hertfordshire, in Robin Hood’s Bay nahe Whitby in North Yorkshire, sowie in dem historischen Städtchen Haworth am Rande des Pennine Moors in West Yorkshire. Diese Region in West Yorkshire wurde durch die Brontë-Schwestern berühmt, die lange zuvor schon über die Probleme junger Mädchen geschrieben hatten, und so wird die Gegend auch ‚Brontë Country’ genannt.
Im Zentrum von Haworth wurde das Innere und Äußere einiger ansässiger Geschäfte auf der Hauptstraße für die Dreharbeiten verwandelt. Aus The Souk, einem Laden für Accessoires und Vintage-Mode wurde der Secondhandladen, in dem die Mädchen nach dem richtigen Outfit für den großen Ball kramen, die Rose & Co. Apotheke wurde zur Spirituosenhandlung, in der sich Poppy mit ihrem Charme ein paar Flaschen erarbeitet und Emma’s Eating Parlour wurde in Christopher’s Salon umgebaut, in dem Poppy zu einer zauberhaften Brünetten wird.
Der Großteil der Außen- und Innenaufnahmen für die Schulszenen wurde auf dem Anwesen Cobham Hall in Kent gedreht, das die Crew sich als fiktive Abbey Mount School für Mädchen ausgesucht hatte. Heute ist Cobham Hall ein unabhängiges Internat für junge Frauen. Die Schule kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und ist umgeben von einer 150 Morgen großen Parklandschaft in Kent.
Das im 12ten Jahrhundert erbaute Anwesen Cobham Hall wurde von Henry II einem französischen Ritter übereignet. Zweimal wurde das Herrenhaus von Elizabeth I besucht und Charles I verbrachte eine Nacht seiner Flitterwochen in Cobham. Charles Dickens passierte den Park regelmäßig auf seinem Weg von seinem Heim in Gad’s Hill Place zum Leather Bottle Inn in Cobham – und stattete ab und an seinem Freund, dem Earl of Darnley, einen Besuch ab. Cobham Hall diente schon vielen verschieden Zwecken – mal war es Heim für eine unbezahlbare Sammlung alter Meister, mal war diente es der Erholung australischer Soldaten im ersten Weltkrieg.
Roberts hatte nicht die geringsten Berührungsängste und fühlte sich sofort wohl in dem legendenumwobenen Gemäuer von Cobham Hall. Sie fühlte sich sogar so wohl, dass sie einschlief als sie beim Drehen einer Szene so tun sollte als würde sie schlafen. „Ich bin tatsächlich eingeschlafen“, erinnert sich Roberts lachend. „Wir lagen im Bett und dann wurden wir kurz noch mal angesprochen. Erst war Linzey dran und sie musste aufwachen, dann Kim und auch sie musste aufwachen. Und dann war ich dran: ‘Emma? Emma? Emma?’ Ich bin tatsächlich aufgewacht und habe mich verwundert umgeschaut: ‚Was ist los?, Was ist los? – Alle haben gemerkt, dass ich wirklich geschlafen habe. Es war so peinlich.“
Das ‚Ehrengericht’, bei dem Poppy die Chance bekommt, sich zu rechtfertigen, und wichtige Szenen in den Klassenräumen wurden in Balls Park in Hertfordshire gedreht. Das Herrenhaus dort ist ein wunderschöner Komplex von großem architektonischen Reiz – gebaut wurde es von Sir John Harrison 1640 in der Herrschaftszeit von Charles I. Es liegt inmitten von 100 Morgen Parkland am Rande der Gemeindehauptstadt Hertford.
In einer privaten Villa in Malibu wurden die Szenen in Poppys Strandhaus gedreht. Weitere Aufnahmen fanden in Los Angeles in den berühmten Fred Segal Shops und in Paradise Cove statt.
Alle Mädchen kamen sich während der Proben näher und hatten einen ungeheuren Spaß Lacrosse zu lernen und die etwas seltsame Tanzroutine für den Film einzustudieren. „Zunächst hatten wir allerdings große Sorge mit dem Lacrosse“, erinnert sich Produzentin Phillips. “Wir selbst wussten nichts über das Spiel, keiner von uns hatte es jemals gespielt, und keins der Mädchen beherrschte dieses sehr eigene Spiel. Uns war aber klar, dass wir die Spielszenen glaubhaft machen mussten, also ließen wir uns von Experten beraten und haben die Mädchen mit echten Lacrosse-Spielern ins Training geschickt. Und tatsächlich sind die Mädchen zu einigermaßen guten Spielerinnen geworden.“
Nach der letzten Klappe legte Nick Moore seinen Regiehut ab und machte sich gemeinsam mit Simon Cozens an den Schnitt von „Wild Child“.
Man hatte ihm geraten, den Film nicht vorher schon im Kopf zu schneiden, aber genau das ist ihm manchmal sehr schwer gefallen. “Es gab Szenen, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie nicht verwenden würde, abgesehen vielleicht von einem einzigen Wort. Und dann habe ich mich gefragt, warum drehe ich dann nicht einfach nur dieses eine Wort. Aber das wäre den Schauspielern gegenüber nicht fair gewesen. Ich kann mich erinnern, dass ich selbst mal am Set eines Filmes, den ich geschnitten habe, so etwas miterlebte. Eine emotionale Szene wurde in der Totale gedreht und nach der Hälfte des Dialogs rief der Regisseur: ‚Cut!’ – Die arme Schauspielerin, dachte ich damals. Ich wollte so etwas bei meinem ersten Film jedenfalls vermeiden.“
Und genau das ist ihm auch gelungen. Alle Mädchen – für viele war es der erste Film - hatten eine gute Zeit beim Dreh, abgesehen höchstens von den paar kleinen Sticheleien, mit denen es eine Amerikanerin in England nun mal ganz automatisch zu tun bekommt. “Es war toll, mit einer englischen Crew und Besetzung zu arbeiten“, fasst Emma Roberts zusammen. „Ich wollte schon immer mal nach England. Das einzige Problem war, dass sich alle darüber lustig gemacht haben, dass ich manche Sachen anders sage oder betone... Aber sie kommen ja alle nach L.A. und dann können wir uns über sie lustig machen...“