Mittwoch | 30. Mai 2012 | 22:59 Uhr
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  • Wild Child

    Komödie, Romanze | Frankreich / Großbritannien / USA 2008
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      • | Produktion: Dreharbeiten & Drehorte

      • Um die Reise Poppys von einer südkalifor­ni­schen Highschool in ein britisches Internat auf Film einzufangen, wurde sowohl in der engli­schen Provinz wie auch Los Angeles ge­dreht. Die entscheidenden Innenaufnahmen fanden statt in den Elstree Studios in Hertford­shire, in Robin Hood’s Bay nahe Whitby in North York­shire, sowie in dem historischen Städtchen Ha­worth am Rande des Pennine Moors in West Yorkshire. Diese Region in West Yorkshire wurde durch die Brontë-Schwestern berühmt, die lange zuvor schon über die Probleme junger Mädchen geschrie­ben hatten, und so wird die Gegend auch ‚Brontë Country’ genannt.
        Im Zentrum von Haworth wurde das Innere und Äußere einiger ansässiger Geschäfte auf der Hauptstraße für die Dreharbeiten verwan­delt. Aus The Souk, einem Laden für Acces­soires und Vintage-Mode wurde der Second­handla­den, in dem die Mädchen nach dem richtigen Outfit für den großen Ball kramen, die Rose & Co. Apotheke wurde zur Spirituo­senhandlung, in der sich Poppy mit ihrem Charme ein paar Flaschen erarbeitet und Emma’s Eating Parlour wurde in Christopher’s Salon umgebaut, in dem Poppy zu einer zau­berhaften Brünetten wird.

        Der Großteil der Außen- und Innenaufnah­men für die Schulszenen wurde auf dem Anwe­sen Cobham Hall in Kent gedreht, das die Crew sich als fiktive Abbey Mount School für Mäd­chen ausgesucht hatte. Heute ist Cob­ham Hall ein unabhängiges Internat für junge Frauen. Die Schule kann auf eine lange Ge­schichte zurück­blicken und ist umgeben von einer 150 Morgen großen Parklandschaft in Kent.

        Das im 12ten Jahrhundert erbaute Anwesen Cobham Hall wurde von Henry II einem fran­zö­sischen Ritter übereignet. Zweimal wurde das Herrenhaus von Elizabeth I besucht und Charles I verbrachte eine Nacht seiner Flitter­wochen in Cobham. Charles Dickens passierte den Park regelmäßig auf seinem Weg von sei­nem Heim in Gad’s Hill Place zum Leather Bottle Inn in Cobham – und stattete ab und an seinem Freund, dem Earl of Darnley, einen Besuch ab. Cobham Hall diente schon vielen verschieden Zwecken – mal war es Heim für eine unbezahl­bare Sammlung alter Meister, mal war diente es der Erholung australischer Soldaten im ersten Weltkrieg.

        Roberts hatte nicht die geringsten Berüh­rungsängste und fühlte sich sofort wohl in dem legendenumwobenen Gemäuer von Cobham Hall. Sie fühlte sich sogar so wohl, dass sie einschlief als sie beim Drehen einer Szene so tun sollte als würde sie schlafen. „Ich bin tat­sächlich eingeschlafen“, erinnert sich Roberts lachend. „Wir lagen im Bett und dann wurden wir kurz noch mal angesprochen. Erst war Lin­zey dran und sie musste aufwachen, dann Kim und auch sie musste aufwachen. Und dann war ich dran: ‘Emma? Emma? Emma?’ Ich bin tatsächlich aufgewacht und habe mich verwun­dert umgeschaut: ‚Was ist los?, Was ist los? – Alle haben gemerkt, dass ich wirklich geschla­fen habe. Es war so peinlich.“

        Das ‚Ehrengericht’, bei dem Poppy die Chance bekommt, sich zu rechtfertigen, und wichtige Szenen in den Klassenräumen wur­den in Balls Park in Hertfordshire gedreht. Das Her­renhaus dort ist ein wunderschöner Kom­plex von großem architektonischen Reiz – gebaut wurde es von Sir John Harrison 1640 in der Herrschaftszeit von Charles I. Es liegt inmitten von 100 Morgen Parkland am Rande der Ge­meindehauptstadt Hertford.

        In einer privaten Villa in Malibu wurden die Szenen in Pop­pys Strandhaus gedreht. Weitere Aufnah­men fanden in Los Angeles in den berühmten Fred Segal Shops und in Paradise Cove statt.
        Alle Mädchen kamen sich während der Pro­ben näher und hatten einen ungeheuren Spaß Lacrosse zu lernen und die etwas seltsame Tanzroutine für den Film einzustudieren. „Zunächst hatten wir allerdings große Sorge mit dem Lacrosse“, erinnert sich Produ­zentin Phil­lips. “Wir selbst wussten nichts über das Spiel, keiner von uns hatte es jemals gespielt, und keins der Mädchen beherrschte dieses sehr ei­gene Spiel. Uns war aber klar, dass wir die Spielszenen glaubhaft machen mussten, also ließen wir uns von Experten beraten und haben die Mädchen mit echten Lacrosse-Spielern ins Training geschickt. Und tatsächlich sind die Mädchen zu einigermaßen guten Spielerinnen geworden.“

        Nach der letzten Klappe legte Nick Moore seinen Regiehut ab und machte sich gemein­sam mit Simon Cozens an den Schnitt von „Wild Child“.

        Man hatte ihm geraten, den Film nicht vor­her schon im Kopf zu schneiden, aber genau das ist ihm manchmal sehr schwer gefallen. “Es gab Szenen, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie nicht verwenden würde, abgesehen vielleicht von einem einzigen Wort. Und dann habe ich mich gefragt, warum drehe ich dann nicht ein­fach nur dieses eine Wort. Aber das wäre den Schau­spielern gegenüber nicht fair gewesen. Ich kann mich erinnern, dass ich selbst mal am Set eines Filmes, den ich ge­schnitten habe, so etwas mit­erlebte. Eine emo­tionale Szene wurde in der Totale gedreht und nach der Hälfte des Dialogs rief der Regisseur: ‚Cut!’ – Die arme Schau­spielerin, dachte ich damals. Ich wollte so etwas bei meinem ersten Film jedenfalls vermeiden.“

        Und genau das ist ihm auch gelungen. Alle Mädchen – für viele war es der erste Film - hat­ten eine gute Zeit beim Dreh, abgesehen höch­stens von den paar kleinen Sticheleien, mit de­nen es eine Amerikanerin in England nun mal ganz automatisch zu tun bekommt. “Es war toll, mit einer englischen Crew und Besetzung zu arbeiten“, fasst Emma Roberts zusammen. „Ich wollte schon immer mal nach England. Das einzige Problem war, dass sich alle dar­über lus­tig gemacht haben, dass ich manche Sachen anders sage oder betone... Aber sie kommen ja alle nach L.A. und dann können wir uns über sie lustig machen...“

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