Nach islamischen Kalifaten und verschiedenen Dynastien folgte 1921 mit Reza Schah Pahlavi eine zum Wirtschaftswesten hin geöffnete Monarchie. Das mit Öl gesegnete Land entwickelte sich schnell zu einer Regionalmacht unter dem Einfluss Großbritanniens. 1941 besetzten britische und russische Truppen das im 2. Weltkrieg neutrale Land und zwingen Reza Schah zu Gunsten seines Sohnes Mohammad Reza abzudanken. Der junge Schah von Persien paktierte mit den Westmächten, vor allem mit der Großmacht USA und versuchte einen "gemäßigten" Kurs mit dem Klerus zu fahren.
Die Öffnung des Landes führte zu nationalen Bewegungen und Protesten, die 1951 zur Flucht des Schahs und zur Wahl Mohammad Mossadegh (1882-1967) zum ersten Iranischen Präsidenten führten.
Mossadegh wird als Nationalheld verehrt, weil er sich dem von Großbritannien geführten internationalen Ölkonzern AIOC, später BP, widersetzt und die nationale Ölindustrie verstaatlicht. Der Vorfall landet auf Betreiben der Briten bei der UN. Massadegh wird von der Times zur "person of the year" gekürt.
Mossadeghs soziale Pläne kreuzten die Interessen der USA, die einen größeren Einfluss der Sowjetunion befürchteten. Schließlich stürzte die CIA 1953 in der "Operation Ajax" Präsident Mossadegh. Die Pahlavi-Dynastie wurde wieder installiert, die ihre autoritäre Herrschaft durch rücksichtsloses Vorgehen gegen oppositionelle Bestrebungen festigte. Der iranische Geheimdienst SAVAK, mit Hilfe der USA aufgebaut, wurde zu einem der wichtigsten Instrumente des Regimes.
Die für die spätere Revolution entscheidende Oppositionsbewegung war jene der Mullahs um Ajatollah Chomeini, der 1964 aber zunächst ins Exil musste. Hier entwickelte er sein revolutionäres Staatsprinzip, das auch im Iran – der zunehmend unter der Verschwendungs- und Repressionspolitik des Schahs litt – an Bedeutung gewann.
1978 kam es im Zuge von Ausschreitungen rund um Chomeinis kritische Veröffentlichungen zum Tod einiger Studenten. Eine Tragödie, die sich von nun an praktisch alle 40 Tage (die schiitische Trauerzeit) potenziert wiederholen sollte. Die blutig niedergeschlagenen Demonstrationen gipfelten in Massenprotesten, die Anfang 1979 die Flucht von Schah Mohammad Reza und seiner Familie zur Folge hatten. Dieses Datum markiert die "Islamische Revolution", die zu diesem Zeitpunkt 20.000 Todesopfer zu beklagen hatte. Die an die Islamische Republik gekoppelte Verfassung erklärte den zurückgekehrten Chomeini zum Obersten Rechtsgelehrten und konstituierte praktisch eine Theokratie. In diesem Gottesstaat berief sich eine Minderheit auf ihre höchste geistige Autorität und setzte ihre islamistischen Überzeugungen (Scharia, Todesstrafe, etc ..) noch brutaler um, als dies unter dem Schah möglich gewesen wäre.
Dies führte dazu, dass jene, die die Revolution vorangetrieben hatten (Linke, Intellektuelle, etc ...) zu den ersten Opfern gehörten, entweder sie wurden exekutiert oder, wer konnte, floh ins Exil. Einmal mehr fraß die Revolution ihre Kinder. Als Chomeini die Islamische Expansion auf die Nachbarländer, insbesondere auf den Irak, vorantrieb, kam es 1980 zum Krieg zwischen den beiden Ländern, nachdem Chomeini die Absetzung von Saddam Hussein forderte. Der sogenannte Erste Golfkrieg endete 1988 mit auf beiden Seiten insgesamt fast eine Million Todesopfer.
Seit der Revolution 1979 hat der Oberste Rechtsgelehrte, der Revolutionsführer, die uneingeschränkte Macht und die Oberhoheit über die Streitkräfte. Der Präsident, zur Zeit Mahmud Ahmadinedschad, untersteht dem Revolutionsführer, der seit 1989 Ajatollah Seyyed Ali Chamenei ist.