Ein Film, der vor allem von der Liebe erzählt, vom Leben, vom Glück des Lebens, vom Glück lebendig zu sein. Er beschäftigt sich mit scheinbar ganz einfachen elementaren Dingen, mit dem Sehen, dem Hören, dem Erzählen, dem Wahrnehmen der Welt um einen herum, mit Menschen, mit Männern und Frauen, mit Räumen, mit Landschaften, mit Erinnerungen, mit Geschichten, mit Ängsten und mit Freuden.
Und immer wieder erzählt er von der Liebe, von der Liebe zwischen Männern und Frauen, von der Liebe in der Ehe und der Liebe ohne Ehe, von den Frauen im Leben der Hauptfigur, und von der ganz besonderen Liebe zwischen Eltern und Kindern.
Von all diesen Erfahrungen erzählt der Film mit großer Offenheit, mit fast kindlich unschuldigem Staunen, wie wenn man alles zum ersten Mal erlebt, wie wenn man die Welt entdeckt, sich selbst, seine Umgebung, seine Grenzen, seine unendlichen Möglichkeiten. Aber er erzählt all dies auch aus einer ganz besonderen, radikalen Perspektive, aus der Sicht eines kranken Menschen.
Und es gelingt dem Film, aus einer Leidensgeschichte, aus einem Unglück, aus einer persönlichen Katastrophe, eine ungeheuer berührende, versöhnliche, hoffnungsvolle Hymne an das Leben und an die Liebe zu machen.
Es gelingt ihm, indem er die Zuschauer mit auf eine berührende Reise nimmt, indem er die Welt zunächst nur mit den Augen und den Ohren des Verunglückten darstellt, und erst nach und nach mit Erinnerungen und Phantasien und Rückblenden ergänzt. Durch diese Darstellungsweise finden die Zuschauer zusammen mit der Hauptfigur zu einer zunächst als schmerzhaft begrenzt empfundener, aber bald umso intensiverer, offenerer, sensiblerer Wahrnehmung ihrer selbst und ihrer Umgebung.
Ein Film, der radikale und grundsätzliche Fragen stellt, der mit verstörender Emotionalität und Sinnlichkeit die Chance eröffnet, nicht nur mit dem Betroffenen unmittelbar mitzufühlen, sondern darüber hinaus unser eigenes, vermeintlich so sicheres, so erklärbares, so vorhersehbares, und doch oft so oberflächliches und flüchtiges Bild von uns selbst, von den anderen, und von der Welt insgesamt zu überdenken, und womöglich zu ändern.