Andi und ihr jüngerer Bruder Bruce besitzen ein Geheimnis – einen flauschigen, zuckersüßen und stets hungrigen Jack Russell Terrier namens Friday. Als es in ihrer kleinen Wohnung – in der Haustiere natürlich offiziell strengstens verboten sind! – zu eng wird für den geliebten Vierbeiner, setzen die Geschwister alle Hebel in Bewegung, um für ihren Liebling ein neues Zuhause zu finden.
Damit ist der Grundstein für die vergnügliche, auf Lois Duncans heiß geliebten Kinderbüchern basierende Großstadtkomödie DAS HUNDEHOTEL gelegt. Die leidenschaftliche Hundeliebhaberin, Tierschutzaktivistin und Filmproduzentin Lauren Shuler Donner bemerkte, dass sich die – zugegebenermaßen unkonventionelle – Aussage der Bücher über die Wichtigkeit der Familie perfekt für die Umsetzung in einen Kinofilm eignen würde.
Insbesondere beeindruckten sie die vielen humorvollen und spannenden Szenen der Geschichte, denn DAS HUNDEHOTEL unterhält durch eine perfekte Mischung aus Komödie und Abenteuerfilm. „Andi und Bruce müssen einen cleveren Weg finden, um ihren Hund Friday – und später auch alle anderen Streuner, die ihren Weg kreuzen – zu verstecken“, erzählt Lauren Shuler Donner. „Je mehr Hunde sie retten, umso riskanter wird es für sie. Also muss sich Bruce ständig etwas Neues einfallen lassen, um die Hunde zufrieden und ruhig zu halten.“
Die Komödie, so verdeutlicht sie, speist sich aus der Persönlichkeit der Hunde und deren Aktionen – etwa desjenigen, der alles anknabbert oder dem Gejaule des Anderen, sobald er nicht aus dem Fenster schauen darf. Diese Details entwickeln sich zu Running Gags und werden immer witziger. Ich dachte mir schon, dass die Arbeit mit den Hunden am Set einige lustige Vorfälle provozieren würde. Damit behielt ich natürlich Recht! Toll waren auch die verrückten Maschinen, die Bruce aus allem möglichen Schrott zusammen gebastelt hat. Die sind so clever, da muss man schon vom Hinschauen lachen!“
„Sie merken schon, ich bin ein echter Hundenarr“, gesteht Shuler Donner. „Mein Ehemann und ich retten ständig irgendwelche Hunde. Mittlerweile besitzen wir drei davon. Natürlich hat mich die Geschichte sofort berührt.“
Sie fügt hinzu: „Selbstverständlich liebe ich die Kinder genauso. Die beiden Geschwister verursachen jede Menge Trubel, weil sie zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Bis sie den Hunden begegnen, trauen sie niemand anderen über den Weg. Als sie aber gegen das System antreten und die Hunde retten, finden sie auch selbst Erlösung.“
„In einer Schlüsselszene versucht Andi ihren Bruder zu überreden, eine richtige Familie für Friday zu finden. Doch er meint, sie seien eine ‚richtige’ Familie“, erzählt Shuler Donner. „Letztendlich nehmen sie alle Hunde bei sich auf und werden genau die echte Familie, von der sie an sich beide träumen. Familie kann alles Mögliche sein, es müssen nur die für uns selbst wichtigsten Individuen zusammen sein.“
Auch Thor Freudenthal, der mit DAS HUNDEHOTEL sein Spielfilm-Regiedebüt gibt, gefiel das Augenmerk der Geschichte auf die Zugehörigkeit und deren Bedeutung. „Da werden interessante Parallelen zwischen den Kindern und den Hunden gezogen“, meint Freudenthal. „Obwohl ich mir des Risikos bewusst war, in meinem Spielfilmerstling gleich mit Kindern und Hunden zu arbeiten, sprach mich die Thematik einfach sehr an und deshalb wagte ich den Schritt.“
Produzent Jason Clark hatte mit Freudenthal bei beiden Kinofilmen, „Stuart Little“ und „Stuart Little 2“ (STUART LITTLE, 1999, STUART LITTLE 2, 2002) zusammen gearbeitet, an denen Thor als leitender Storyboard-Zeichner beteiligt war. Er bestach durch sein Talent, computeranimierten Figuren echtes Leben einzuhauchen und empfahl sich auch aufgrund seiner Detailversessenheit als perfekter Kandidat für DAS HUNDEHOTEL.
„Mich faszinierte Thors Einfallsreichtum und sein Gespür für Bildsprache“, schwärmt Clark. „Mir war sofort klar, dass er aus den Hunden Persönlichkeiten erschaffen könnte, in die wir uns sofort verlieben würden.“
Shuler Donner bestand darauf, DAS HUNDEHOTEL visuell deutlich von anderen Familienfilmen abzugrenzen und setzte auch deshalb auf Freudenthals einzigartiges Können. „Wir hatten einen seiner Kurzfilme gesehen und wussten schon nach drei Minuten, dass er der Richtige war“, verrät sie. „Seine Einstellungen, seine Kamerabewegungen, der Farbeinsatz, die Lichtverhältnisse überzeugten uns. Er hat ein großartiges Gespür für das Visuelle und weiß gleichzeitig genau, was er will.“
„Wir suchten auch nach jemandem, der mit den Kindern umgehen konnte, ohne zu einschüchternd oder ruppig zu sein“, erinnert sich die Produzentin. „Er ist wirklich süß und die Kinder liebten ihn vom ersten Moment an.“
Auch Ivan Reitman, der die ausführende Produktion übernahm, zeigt sich überzeugt davon, dass sich Freudenthals Arbeit von den vielen x-beliebigen Kinderfilmen abheben wird. „DAS HUNDEHOTEL erzählt eine schöne Geschichte und steckt voller Humor“, erzählt er begeistert. „Die Grundidee ist einfach toll, und genau deshalb brauchten wir jemanden, der damit die ganze Familie, die Eltern, Teenager und die Kinder ansprechen konnte.“ Shuler Donner fügt hinzu: „Wir wollten mit dem Film alle Altersstufen ansprechen. Es gibt viel zu Lachen und auch ein paar Tränen zu vergießen, aber es wird nie kitschig. Die Kinder und die Tiere erleben ein wildes Abenteuer und haben riesigen Spaß. Die Hunde sind einfach hinreißend, die Kinder nehmen den Zuschauer augenblicklich für sich ein und die Aussage wird so klug übermittelt, dass auch die Eltern hingerissen sein werden.“ “
Produzent Ewan Leslie erzählt weiter: „Thor begeisterte uns mit seiner ungewöhnlichen, manchmal skurrilen Herangehensweise. Als Künstler versuchte er eine realitätsnahe Welt zu erschaffen, die Erwachsene wie Kinder dennoch fesselt. Er achtete darauf, Stimmungen und Persönlichkeitsmerkmale durch Farben und Materialien zu vermitteln. Dabei fiel ihm das noch so kleinste Detail ins Auge, das alle anderen übersehen hätten. Thor boxte einige seiner Ideen durch, die der Rest der Crew für unwichtig gehalten hätte. Dabei behielt er oftmals Recht und hebt unsere Produktion schon allein deshalb von anderen Familienkomödien ab.“
Das Geheimrezept von DAS HUNDEHOTEL liegt für Reitman in der Mischung aus Humor und tiefen Gefühlen. „Ich finde es herzerfrischend, solch eine Geschichte heutzutage einmal wieder als Realfilm umgesetzt zu sehen, anstatt computeranimiert“, sagt er begeistert. „Wir treten in die Fußstapfen von Komödienklassikern aus den 60er Jahren wie „The Nutty Professor“ (DER VERRÜCKTE PROFESSOR, 1963) oder „The Shaggy Dog“ (DER UNHEIMLICHE ZOTTI, 1959). Da entfaltet sich auf der Leinwand eine ganz spezielle Magie.“
„Ich bin mir sicher“, meint Clark, „dass das Publikum emotional mitgehen, aber auch herzhaft lachen wird. Die Kernaussage dieses Films besteht in der tiefen Verbundenheit zwischen den Kindern und den Hunden. Schließlich geht’s um etwas Essenzielles, und jeder Zuschauer wird den Kindern ihren Erfolg gönnen. DAS HUNDEHOTEL ist witzig, spannend und voller Gefühle – das wird allen Altersstufen zusagen.“