Donnerstag | 31. Mai 2012 | 15:09 Uhr
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    Familie, Komödie | USA 2008
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      • | Produktion: Die Besetzung

      • Für die Hauptrolle der schnatternden, beschützenden älteren Schwester Andi entschieden sich die Filmemacher für die Jungschauspielerin Emma Roberts. „Wir brauchten jemanden, der einen gesamten Film tragen konnte“, erklärt Freudenthal. „Das können in diesem Alter die Wenigsten. Emma dagegen wirkte sofort extrem professionell. Sie kennt sich mit dem Filmemachen aus und überraschte uns kontinuierlich durch gute Vorbereitung und Professionalität. Genau deshalb sieht es auch auf der Leinwand so einfach aus.“

        „Die richtige Besetzung für Andi zu finden war eine Grundvoraussetzung. Schließlich muss die Figur tough wirken und ihren Bruder beschützen und gleichzeitig verletzlich und liebenswert erscheinen“, erklärt Leslie. „Emma gehört zu den jungen Schauspielerinnen, die die Leinwand zum Leuchten bringen und ohne jeden Dialog vielerlei Gefühle transportieren können. Die Kamera liebt sie.“

        Shuler Donner schwärmt: : „Emma ist fantastisch! Die ernsten Szenen sind ihr auf Anhieb gelungen. Mich hat dagegen ihre Herzenswärme überrascht, die sie ihrem Co-Star Jake T. Austin und ebenso für dessen Leinwandpersönlichkeit entgegenbringt. Sie ist das Zentrum der Geschichte.“

        Clark freut sich ebenso über die gelungene Besetzung: „Emma ist der geborene Star. Sie spielt mit Charisma und Verve, sie füllt diese Rolle perfekt aus; schließlich versteckt Andi ihren Schmerz durch ihre fröhliche, optimistische und schlagfertige Art. Emma schlägt sich mit Leichtigkeit durch und lässt doch erahnen, dass hinter der Fassade ein einsames Kind auf der Suche nach einer Familie steckt.“

        Emma Roberts freut sich über die Rolle und deren emotionalen Reifungsprozess im Verlauf des Films. „In Andi ist definitiv ein Junge verloren gegangen, dennoch kümmert sie sich aufopferungsvoll und umsichtig um ihren kleinen Bruder Bruce. Im Laufe dieses Abenteuers bekommen sie dank der Hunde und ihrer neu gewonnenen Freunde etwas, das sie noch nie zuvor hatten.“

        „Andi und ihr Bruder sind ziemlich charakterstark, denn sie mussten sich immer um sich selbst kümmern und ihr Leben alleine meistern“, erklärt Freudenthal. „Eigentlich möchte sie nur ein ganz gewöhnlicher Teenager sein, doch schlussendlich lernt sie sich selbst zu schätzen.“

        Für die Rolle des kleinen Bruders und Bastlers Bruce führten die Filmemacher ein landesweites Casting durch, um einen Schauspieler zu finden, der die witzige, verschmitzte Seite des kleinen Genies zum Ausdruck bringen konnte. Sie wurden bei Jake T. Austin fündig.

        Produzent Clark erinnert sich an sein erstes Treffen mit Jake, der perfekt der Beschreibung von Bruce entsprach. „Jake lernten wir erst nach vielen vorherigen Castings kennen. Es hatten bereits 80 Jungs vorgesprochen, doch Jake überzeugte uns in jeder Hinsicht. Er konnte sowohl mit dem emotionalen Gehalt der Rolle, als auch mit der Aussage des Films etwas anfangen, und sein Timing stimmte. Bei den Gags oder One-Linern wusste er immer, wann er Gas geben und wann er sich zurückhalten sollte.“

        Auch Shuler Donner gefiel Jakes gute Mischung aus Unschuld und Klugheit. „Wir brauchten jemanden, der etwas verloren wirkte und den Halt seiner großen Schwester sucht. Dennoch musste er auch einen super-cleveren Eindruck machen, damit man ihm die vielen Erfindungen auch abnimmt. Jake wirkt immer so, als habe er etwas in petto. Ich finde ihn schlau, aber nicht altklug.“

        Trotz seines Technikwissens besitzt Bruce auch einen gewissen Sinn für das Absurde. „Jake ist immer auf Zack und erkennt sofort den Kern der Sache. Viel passiert in seinem Kopf, er will ständig dazulernen und denkt anders, als seine Altersgenossen.“

        Austin genoss es, in seine neue Rolle zu schlüpfen. „Ich musste mir bildlich vorstellen, wie es wohl wäre, in Bruces Haut zu stecken und ein etwas schüchterner Nerd zu sein. Solch einen Charakter hatte ich zuvor noch nie gespielt.“

        Roberts und Austin stehen drei weitere junge Schauspieler beim Umbau des verlassenen Hotels zum Vierbeiner-Heim zur Seite. Dave und Heather, die örtlichen Angestellten des Zoo-Geschäfts, werden verkörpert von Johnny Simmons („Evan Almighty“, EVAN ALLMÄCHTIG, 2007) und Kyla Pratt („Fat Albert“, 2004). Troy Gentile übernimmt die Rolle des linkischen Teenagers Mark, der in einem nahe gelegenen Supermarkt arbeitet und sich mit Andi und Bruce anfreundet. Zuvor spielte er in Werken wie „Nacho Libre“ (NACHO LIBRE, 2006) und „Drillbit Taylor“ (EIN MANN FÜR ALLE UNFÄLLE, 2008).

        Andis und Bruces Sozialarbeiter Bernie ist der einzig verlässliche Erwachsene in ihrem Leben. Oscar-Nominee Don Cheadle interessierte sich für die Dynamik zwischen Bernie und den Kindern. „Mir gefiel es, wie Bernie mit den Kleinen spricht. So gehe ich auch mit meinen eigenen Kindern um: geradeheraus und ehrlich.“
        Freudenthal fügt hinzu: „Bernie bildet eine Brücke zum Leben der Großen. Er ist der Fels in der Brandung; sie nehmen ihn ernst und vertrauen ihm.“

        Cheadles Beziehung zu den Schauspielerkindern spiegelte diejenige aus dem Drehbuch wider, betont Emma Roberts. „Bernie und Don sind sich ziemlich ähnlich, denn auch Don ist total süß, wenn er mit uns spricht, und gar nicht herablassend, bloß weil du ein Kind bist. Er redet und lacht genauso mit uns wie Bernie mit Andi und Bruce.“

        Cheadle stand ganz oben auf der Wunschliste der Produzenten, verrät Shuler Donner. „Wir stellten schnell fest, dass seine Tochter zu Emmas größten Fans gehört!“ erzählt sie. „In letzter Zeit hatte er genügend dramatische Rollen gespielt, deshalb fühlte er sich zur Abwechslung auch im komödiantischen Fach sehr wohl. Da hatten wir echt Glück. Denn Don könntest du sogar ein Telefonbuch in die Hand drücken, und er würde es glaubhaft und voller Gefühl vortragen. Ich fand ihn einfach fantastisch. Die Kinder haben sich ihm direkt angepasst und sind durch ihn gleich noch besser geworden.“

        „Cheadle“, so versichert Reitman, „versorgte die federleichte Story mit Glaubwürdigkeit und Tiefe. Er wirkt seriös, und es machte unglaublichen Spaß, ihm bei der Arbeit zuzusehen. Von seinem Talent profitierte sein gesamtes Umfeld, sogar die Hunde! Sobald er am Set auftauchte, herrschte eine Atmosphäre der Echtheit und Glaubwürdigkeit.“

        Auch Cheadle, Vater zweier Töchter, gefiel die Aussicht auf die Arbeit an einem Film, der der ganzen Familie gefallen würde. „Ich möchte nicht in einem Film mitspielen, den die Eltern nur schlafend ertragen – auch wenn ich selbst solche „Manager-Schläfchen“ durchaus zu schätzen weiß!“

        Die Leitung von Andis und Bruces Haushalt übernehmen Lois (Lisa Kudrow) und Carl Scudder (Kevin Dilllon) – zwei alternde Musiker, die noch immer verzweifelt von einer Rockstarkarriere träumen. Leider – oder glücklicherweise, dank der vielen daraus resultierenden Gags – erkennen sie einfach nicht ihr Fehlen jeglicher musikalischer Begabung.

        „Carl glaubt, er sei die Idealfigur eines Rockstars“, grinst Freudenthal. „Da hat er sich aber geschnitten. Lois selbst hat nicht alle Tassen im Schrank und traf Carl wahrscheinlich, als er als Roadie arbeitete. Irgendwie glaubten sie einmal, sie könnten es im Musikbusiness schaffen und weigern sich standhaft, diesen Traum aufzugeben.“

        Lisa Kudrow kam an Bord der Produktion, nachdem sie das Drehbuch gelesen und mit Freudenthal gesprochen hatte. „Ich liebte das Skript und ich hatte den Eindruck, ein etwas anderes Projekt vorgestellt zu bekommen“, erinnert sich Kudrow. „Insbesondere Thors Einfälle bezüglich des Film-Looks reizten mich an der Rolle. Am Set, während der Dreharbeiten, wurde es noch deutlicher, wie schön und ergreifend die Geschichte werden würde.“

        Die Musikbegabung von Lois und Carl könne man getrost als „nicht existent“ bezeichnen, verrät die Schauspielerin. „Eigentlich kann man uns nur deshalb als ‚Band’ bezeichnen, weil Carl eine Gitarre in der Hand hält und ich einen Casio-Synthesizer bediene, der viele Instrumente gleichzeitig spielen kann. Die beiden sind wirklich schlecht! Eigentlich eher schon unterirdisch mies. Und ich genoss es, derart schlecht zu sein. Normalerweise lastet all dieser Erwartungsdruck auf dir, doch diesmal durfte ich voller Herzenslust versagen!“

        Kevin Dillon stürzte sich auf die Rolle des narzisstischen Möchtegern-Gitarrengotts Carl. Er könnte mit Scudder wirklich Spaß haben, vermutet Dillon. Schließlich sei dieser wirklich davon überzeugt, für Großes geboren zu sein. „Ein Grund für Carls Versagen liegt darin, dass seine Lieder alle von ihm selbst handeln“, kichert Dillon. „Selbst wenn er sich an einem Protestsong versucht, endet er doch immer bei irgendeinem Geschwafel von sich selbst.“

        Das komödiantische Feuerwerk zwischen Kudrow und Dillon überraschte die Filmemacher keineswegs. Die beiden hatten offensichtlich großen Spaß bei dem Quatsch, den sie veranstalten durften. „Ich freute mich immens, als ich davon erfuhr, dass Kevin meinen Ehemann spielen würde. Ich wusste, es würde funktionieren. Schließlich ist er so witzig, dass ich mir das Lachen verbeißen muss, sobald er nur den Mund aufmacht!“ gesteht Kudrow.

        „Ich habe die Arbeit mit Lisa geliebt“, schwärmt auch Dillon. „Zwischen uns hat es ‚klick’ gemacht, und zusammen sind uns einige neue Gags eingefallen, die nicht im Drehbuch standen. Lisa ist ein echter Pfundskerl und ihre Rolle ein wirklicher Knaller.“

        „Obwohl sie als Aufsichtspersonen versagen, transportieren Kudrow und Dillon dennoch eine Verspieltheit, die sie in den Augen des Publikums sympathisch machen,“ vermutet Produzent Jonathan Gordon. „So, wie Kevin und Lisa die Scudders spielen, muss man sie einfach mögen. Schließlich bringen sie die Kinder nie in Gefahr, im Gegenteil, sie bringen den Kindern sogar bei, wie man zusammenhält.“

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