Free Fight ist der derzeit angesagteste Kontaktsport. Seine schnell wachsende Popularität hat zu Titelgeschichten in wichtigen Magazinen wie „Sports Illustrated“ oder „ESPN The Magazine“ sowie weltweit zu unzähligen Artikeln auf den Sportseiten der Printmedien geführt. Auf über drei Millionen Webseiten ist Free Fight zu finden. Darüber hinaus bricht der Sport auch im Pay-per-View-Geschäft alle Rekorde. Nachdem vor kurzem Ultimate Fighting Championship seinen bedeutendsten Konkurrenten, Japanese Pride Fighting Championships, aufkaufte, sind damit die beiden größten Organisationen des Sports fusioniert. Das verspricht einen weiteren Popularitätsschub für diesen Sport.
Die Geschichte des Free Fight begann bereits in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts, als die Familie Gracie in Brasilien Turniere veranstaltete, in denen alles erlaubt war (auf Portugiesisch: vale tudo). Japan hat in den Siebzigerjahren die Herausforderung angenommen, wie auch Bruce Lee in dieser und der vorausgehenden Dekade. Ursprünglich gab es kaum Regeln und dieser Sport wurde für recht gefährlich gehalten. Mittlerweile ist er standardisiert, es gibt ein allgemeingültiges Regelwerk, die riskanteren Griffe und Bewegungen gelten heute als illegal. Der Sport ist tatsächlich sicherer als Football oder Boxen. Es gibt nur einen bestätigten Todesfall und dieser ereignete sich 1998 bei einem nicht genehmigten Turnier.
Die Athleten, die diesen Sport ausführen, kombinieren brasilianisches Jiu-Jitsu, Ringen, Muay-Thai, Karate, Sambo, Judo und andere Sportarten. Sie ringen, boxen, benutzen Angriffstechniken und artistische Fußbewegungen, die sich der Schwerkraft entziehen, um den Herausforderer zu besiegen und mit der meisterlichen Beherrschung der verschiedensten Techniken ihr Publikum zu begeistern. Ein Fight ist beendet, wenn ein Athlet das Bewusstsein verliert, ein Ringrichter wegen technischem K.o. abbricht oder einer der beiden Kämpfer aufgibt. Dies signalisiert der Fighter, indem er mit der Hand dreimal auf den Körper des Kontrahenten klopft. Wird ein Fight nicht vorzeitig entschieden, fällen drei Ringrichter das Urteil – auf der Basis eines Zehnpunktesystems. Bedient sich ein Fighter eines illegalen Griffs, kann das zur Disqualifikation und zum Abbruch des Fights führen.