Thriller,
Action,
Science Fiction,
Mystery
| USA 2008
WERBUNG
| Produktion: Ein besseres Monster
Die visuellen Effekte für „Cloverfield” entstanden unter der Leitung der Visual Effects Supervisors Kevin Blank, Eric Leven von Tippett Studio und Michael Ellis von der in London ansässigen Effektschmiede Double Negative. Tippett schuf alle Aufnahmen mit dem Monster während Double Negative für alle anderen Zerstörungsszenen und Sequenzen verantwortlich war, in denen das Monster nicht zu sehen ist.
Das Konzept für das Monster (vom Team zärtlich „Clover“ genannt) ist simpel, sagt Abrams: „Er ist ein Baby. Er ist brandneu. Er ist verwirrt, desorientiert und gereizt. Und er war tausende Jahre unten im Wasser.”
Und woher stammt er? „Das sagen wir ganz bewusst nicht,“ antwortet Goddard. „In unserem Film gibt es keine Wissenschaftler in weißen Kitteln, die uns solche Dinge erklären.“
Die Kreatur ist nicht nur desorientiert, sondern schlichtweg zornig. „Da gibt es diese kleinen Dinger – Menschen – die es ärgern auf ihn schießen, in etwa so nervig wie ein Schwarm Bienen“, so Reeves. „Keines dieser Dinger ist in der Lage, es zu töten, aber sie tun weh und verwirren es. Es ist diese neue Umgebung, die es beängstigend findet.“
Für das Monsterdesign engagierte Abrams den erfahrenen Kreatur-Designer Neville Page, der gerade mit seinen Charakter-Entwürfen für James Camerons kommenden „Avatar” fertig war (und im Augenblick arbeitet er an Abrams’ „Star Trek”).
„Es wurden schon so viele riesige Kreaturen in so vielen verschiedenen Filmen gezeigt, dass der schwierigste Trick war, einen einzigartigen neuen Charakter zu erschaffen“, erklärt Abrams. Abrams machte sich zunächst mit Pages Arbeit vertraut über die ‚The Gnoman Workshop’-Reihe von Bildungs-DVDs für Designer. „Was mir besonders auffiel, war die Art wie er sich Allem von einem sehr realistischen Standpunkt aus nähert. Er entwirft zwar nichtexistierende Wesen, aber kann ihre Beschaffenheit, ihre Knochenstruktur und ihren Muskelaufbau ganz genau erklären.“
Nachdem Pages Entwürfe fertig waren, mussten sie von Tippet Studio ausgearbeitet und in die wenigen, aber entscheidenden Aufnahmen, in denen das Monster zu sehen ist, eingefügt werden.
Nach seiner Geburt sieht man wie das Monster sich den Rücken an einem Gebäude kratzt (und es dabei zerstört), um eine Schicht Parasiten loszuwerden, die dann ebenfalls einen ziemlichen Schaden in der Stadt anrichten.
„Drew und ich hatten uns mit dem Problem befasst, dass man als Mensch angesichts eines solchen Monsters völlig irrelevant erscheinen kann“, sagt Abrams. „Wie bekommt man so das Gefühl ‚Mann-gegen-Mann’ hin, das wichtig für so einen Film ist?“
„Weil es so groß ist, wussten wir, dass es unmöglich ist, nahe und eindringliche Monster-Szenen zu haben. Es ist ja nicht so, dass irgendeiner der Charaktere es bekämpfen oder irgendwie verletzten könnte.“
Aus dieser Schwierigkeit heraus wurde die Idee mit den Parasiten geboren: „Es sind erschreckende, hundegroße Wesen, die der Nacht ein zusätzliches Grauen verleihen“ so Abrams.
„Die Parasiten sind gefräßig, wild und sprunghaft, und auf der anderen Seite sind sie wie Krebse“, erklärt Reeves. „Sie haben die Boshaftigkeit tollwütiger Hunde, können aber auch an Wänden hochklettern und sich an Dinge heften.“
Zudem bewegen sich die Parasiten deutlich schneller als ihr Wirt. „Tippett Studio hat sehr viel Erfahrung mit solchen superschnellen Kreaturen, die Menschen in Stücke reißen können. Solche Kreaturen machen immer sehr viel Spaß“, so Leven. „Es sind kleine Wirbelwinde, die alles zerstören, was ihnen in den Weg kommt. Sie sind absolut tödlich.“