Als riesiger Eishockey-Fan genoss es Mike Myers, seinen Lieblingssport in die Geschichte des Guru Pitka einzubringen. Seine unorthodoxen Methoden für die Toronto Maple Leafs – einschließlich des absurden Rats „nicht zu kämpfen“ – führen zu einer komischen Situation nach der anderen. Von Anfang an hoffte Myers, Eishockey in DER LOVE GURU nicht nur so humorvoll, sondern auch so authentisch wie möglich zu präsentieren. Schon frühzeitig erhielt die Produktion die Unterstützung der National Hockey League.
Dann rekrutierte man Mark Ellis, der einige der packendsten realistischen Sport-Actionszenen des Kinos geschaffen hatte. So zeichnete er für die atemberaubenden Sequenzen von Hit-Filmen wie Miracle – Das Wunder von Lake Placid (2004), verantwortlich, der Geschichte des amerikanischen Eishockeyteams, das 1980 die olympische Goldmedaille gewann. Ellis konnte es kaum erwarten mit Myers zu arbeiten. “Als Eishockeyfan versteht er diesen Sport total. Wir hatten also eine Chance, einen Film mit tollen Spiel-Actionmomenten, vielen schönenTreffern, schnellem Tempo und einer großartigen Geschichte zu schaffen.“
Gleichzeitig wusste Ellis, wie viel Arbeit auf ihn wartete, als er für den LOVE GURU zusagte. Er musste mehrere Schauspieler, die nie zuvor Eishockey gespielt hatten, in Top-Form bringen, und einen Spielfluss inmitten von Szenen extremen Slapsticks schaffen. Hinzu kam, dass sich von allen Sportarten Eishockey mit am schwierigsten von der Kamera einfangen lässt: „Jedes Mal, wenn du Sport-Actionszenen auf gefrorenem Wasser drehen musst, ist das eine große Herausforderung“, lacht Ellis. „Wenn du dann noch eine die Komödien Komponente hinzufügst, dann schraubst du diese Herausforderung noch viel höher.“
Ellis packte diese Herausforderung sofort an, indem er Romany Malco in die Schlittschuh- Grundausbildung steckte. Der aus den Südstaaten stammende Schauspieler hatte kaum je ein Eishockey-Spiel gesehen, geschweige denn eines mitgemacht. Aber nach einem rigorosen mehrmonatigen Training zeigte er glänzende Leistungen.
„Romany sagte mir gleich, dass er so hart wie möglich arbeiten wollte, um seine Figur glaubhaft spielen zu können“, so Ellis. „Zuerst konnte er kaum auf dem Eis stehen. Aber jeden Tag machte er enorme Fortschritte, und am Schluss hast du ihn kaum vom Eis heruntergebracht. Letzten Endes spielte er wirklich bemerkenswert.“
Ellis trainierte auch Justin Timberlake, der ihn mit seinem natürlichen Sporttalent beeindruckte. „Bei Justin hatten wir Glück. Er ist wirklich sehr komisch. Er stürzte sich auf diese Rolle, und es stellte sich heraus, dass er ein toller Schlittschuhläufer ist. Dabei hatte er das zum letzten Mal als Kind gemacht, aber er eignete sich die Fähigkeiten eines Torhüters sehr schnell an. Ein Torwart hat ganz bestimmte Nuancen in seinem Spiel, doch schon nach zehn Trainingseinheiten war Justin unglaublich.“
Gleichzeitig heuerte Ellis eine Reihe von Profi- und Amateur-Ligaspielern an – darunter den L.A. Kings-Star Rob Blake und die Eishockey-Legenden Jim Thompson und Bob Probert – die die Mitglieder der verschieden Teams im Film darstellen. „Als sich herumsprach, dass Mike Myers einen Film mit Eishockey-Szenen dreht, hörte mein Telefon nicht mehr zu klingeln auf“, erinnert sich Ellis.
Dank der Unterstützung der National Hockey League und der Toronto Maple Leafs erhielt die Produktion auch die Sondererlaubnis, in der Pause eines Freundschaftsspiels zu drehen, um die unnachahmliche Begeisterung eines echten Eishockey-Publikums einzufangen. Die Crew hatte dafür exakt fünf Minuten, deshalb war äußerste Präzision angesagt – und sie bekam ihre Einstellungen 10 Sekunden unter der Zeit in den Kasten.
Ellis meint abschließend: „Es sagt sehr viel über Mike Myers und seine Bedeutung für die Eishockeygemeinde und die National Hockey League aus, dass wir diese Chance bekamen. Für mich war das der wahre Höhepunkt des gesamten Projekts und für uns alle war das eine erstaunliche Erfahrung.“