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Historie
| China / Deutschland / Frankreich 2009
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| Hintergrund: Errichtung einer Sicherheitszone
John Rabe veranlasst zusammen mit einigen anderen in der Stadt verbliebenen Ausländern während des berüchtigten Massakers von Nanking (auch „Nanjing“) 1937/38 die Errichtung einer knapp vier Quadratkilometer großen Schutzzone, um wenigstens einem Teil der Bevölkerung Schutz vor der japanischen Armee zu bieten. Damit konnte er Tausenden das Leben retten. Ca. 250.000 Zivilisten fanden in der Sicherheitszone Schutz, Nahrung und Kleidung. Allein in seinem Garten campierten etwa 600 Menschen. Rabe sorgte außerdem dafür, dass sie medizinisch versorgt wurden und stellte sich schützend vor Frauen und Kinder, die durch japani-sche Soldaten bedroht wurden. Auf seinem Grundstück ließ Rabe eine Hakenkreuzfahne aufspannen, um die japanischen Piloten von der Bombardierung seines Hauses abzuhalten. Das Gelände blieb vom Bombardement und Übergriffen der japanischen Armee größtenteils verschont.
Im Februar 1938 kehrte John Rabe auf Anweisung von Siemens nach Berlin zurück. Nachdem er in Vorträgen und einem Brief an Adolf Hitler auf die Kriegsverbrechen der Japaner hinwies, wurde er von der Gestapo verhaftet. Dabei wurden seine Fotografien und Filmaufnahmen des Massakers vernichtet. Nach dem Krieg wurde Rabes Gesuch auf Entnazifizierung zunächst von den Briten zurückgewiesen, aufgrund seines humanitären Engagements aber schließlich doch gewährt. Die chinesische Regierung zahlte ihm aus Dankbarkeit bis zu seinem Tode eine kleine Rente. John Rabe starb dennoch verarmt und vergessen am 5. Januar 1950 an einem Schlaganfall in Berlin.