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  • John Rabe

    Drama, Biografie, Kriegsfilm, Historie | China / Deutschland / Frankreich 2009
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      • | Das Massaker von Nanking

      • Am 13. Dezember 1937 begann das Massaker von Nanking und dauerte etwa acht Wochen. Nach Schätzungen von Historikern wurden 300.000 Zivilisten und Kriegsgefangene von japanischen Soldaten innerhalb kurzer Zeit ermordet, Frauen und Kinder wurden vergewaltigt.

        Es kam zu massiven Plünderungen und Brandanschlägen. Die japanischen Soldaten töteten nicht nur Soldaten und Kriegsgefangene, sondern genauso Zivilisten. Die Soldaten suchten besonders nach jungen Männern, die verdächtigt wurden, für die chinesische Armee gekämpft zu haben. Zeugen berichteten, dass Tausende junger Chinesen, sowohl Soldaten wie Zivilisten, an den Rand der Stadt getrieben wurden, mit Maschinengewehren erschossen, geköpft oder mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Die meisten Journalisten, Ausländer und Diplomaten verließen das eingeschlossene Nanking. Einige in der Stadt verbliebene Ausländer, Geschäftsleute und Missionare, gründeten das Internationales Komitee für die Sicherheit von Nanking.

        Als Vorsitzender des Komitees wurde der deutsche Geschäftsmann John Rabe gewählt. Vermutlich wurde John Rabe ausgewählt, weil er als Deutscher und NSDAP-Mitglied mehr Einfluss auf die Japaner nehmen konnte, da Japan und Deutschland 1936 den Antikomintern-Pakt unterzeichnet hatten. Es gelang ihm zusammen mit dem Internationalen Komitee, eine Sicherheitszone zu etablieren, die zwischen 250.000 und 300.000 Menschen das Leben rettete. Die in der Stadt gebliebenen Reporter unterlagen einer strengen Zensur durch die japanischen Streitkräfte. So verschwiegen besonders die zahlreichen japanischen Reporter die Gräueltaten, auch wenn viele nach dem Krieg ihr Schweigen brachen.

        Das Nanking-Massaker gilt als eines der grauenvollsten Kriegsverbrechen japanischer Soldaten im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg, welches bis heute die Beziehungen zwischen Japan und China belastet.

        Die genauen Vorgänge und Opferzahlen sind bis heute umstritten. In den japanischen Kriegsverbrecher-Prozessen wurde von „mehr als 200.000 Opfern“ gesprochen. In nationalistischen Kreisen in Japan wird hingegen von einer deutlich niedrigeren Anzahl an Opfern ausgegangen.
        In Japan wurde die Aufarbeitung des Massakers seit den 1970er Jahren zwar begonnen, aber bis heute hat sich die japanische Regierung nicht offiziell zum Massaker von Nanking bekannt. Anfangs bestritten einige Politiker das Auftreten eines Massakers überhaupt und bezeichneten die Berichte darüber als chinesische Propaganda. Aufzeichnungen der japanischen Armee und Augenzeugenberichte japanischer Soldaten bewiesen allerdings zweifelsfrei die Grausamkeiten der japanischen Armee in Nanking.

        Die Ereignisse von Nanking gelangten erstmals durch die amerikanische Journalistin Iris Chang ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. 1997 veröffentlichte sie das Buch „The Rape of Nanjing. The Forgotten Holocaust of World War II”, in dem sie sorgfältig die genauen Umstände und den Verlauf der japanischen Gräueltaten beleuchtet.

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