Stephenie Meyer war begeistert von der Möglichkeit, ihre Geschichte auch im Kino sehen zu können, sofern sich die Filmemacher eng an die Vorlage halten würden. „Wir haben alle schon erlebt, wie Bücher in ihrer Verfilmung ruiniert wurden. Es gab eine Menge Dinge, die ich unbedingt schützen wollte, und Bedingungen, die ganz grundsätzlich waren: Niemand durfte sterben, wenn er es nicht auch im Buch tat. Die Namen und Persönlichkeiten des Cullen-Clans mussten beibehalten werden. Solch elementare Dinge eben. Mir ging es um die Bewahrung der Grundlagen.“
Die Filmemacher nahmen Rücksicht auf die Bedingungen der Autorin und verpflichteten sich, so nah wie möglich am Buch zu bleiben. „Es ist eine Bibel für so viele junge Mädchen, deshalb mussten wir soweit wie möglich der Story folgen, wie sie zu Papier gebracht worden war“, erklärt Produzent Mooradian. „Stephenie war vom Drehbuch begeistert, hatte aber gleichzeitig ein paar ganz konkrete Anregungen. Fast alle haben wir realisiert – sehr zum Vorteil des fertigen Films. Zum Beispiel hatten wir eine Passage aus dem Buch leicht verändert, und zwar den Satz ‚Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm’. Stephenie schlug vor, wieder zur Urfassung zurückzukehren, weil so viele Mädchen diesen Satz bereits auf ihre Fußknöchel tätowiert hatten. Erst glaubte ich, sie machte sich einen Spaß. Weit gefehlt!“
Für die Regie des Films dachten die Produzenten an Catherine Hardwicke. Die bekannte Produktionsdesignerin hatte an Filmen wie LAUREL CANYON („Laurel Canyon“, 2002), VANILLA SKY („Vanilla Sky“, 2001) oder THREE KINGS („Three Kings“, 1999) mitgearbeitet, bevor sie mit dem preisgekrönten Drama DREIZEHN („Thirteen“, 2003), einer einfühlsamen und kontroversen Studie der Beziehung einer problembeladenen Teenagerin zu ihrer Mutter, den Sprung zur Drehbuchautorin und Regisseurin bewältigte. „Keineswegs kam für die Regie ausschließlich eine Frau in Frage“, erinnert sich Greg Mooradian. „Aber den Kern der Leserschaft bilden junge Frauen, deshalb suchten wir jemanden, der diese Perspektive verstand. Mit dieser Altersgruppe kennt sich Catherine wirklich aus. Sie findet zu Teenagern leicht Zugang, und angesichts ihrer bisherigen Filme passte sie einfach zu diesem Projekt. Wir sahen es als Vorteil an, wenn jemand von sich behaupten konnte, er hätte Ähnliches wie Bella bereits erlebt: dieses Gefühl, erstmals in einen Jungen verknallt zu sein, die Entscheidung, sich auf den falschen Typen einzulassen, und die daraus entstehenden Konsequenzen. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir für diese Mission eine großartige Regisseurin wie auch eine großartige Autorin fanden.“
„Catherine hat mit ihren völlig unterschiedlichen Filmen DREIZEHN („Thirteen“, 2003), DOGTOWN BOYS („Lords of Dogtown“, 2005) und ES BEGAB SICH ABER ZU DER ZEIT... („The Nativity Story“, 2006) unter Beweis gestellt, dass sie eine Welt erschaffen kann, die natürlich und in keiner Weise konstruiert wirkt“, ergänzt Karen Rosenfelt. „Für TWILIGHT – BISS ZUM MORGENGRAUEN war das von großer Bedeutung.“
„Beim Lesen des Buchs war ich hingerissen von der ganzen Obsessionsthematik, von diesem Gefühl der Ekstase“, erinnert sich Hardwicke. „Stephenie schreibt sehr authentisch. „Bis(s) zum Morgengrauen“ hatte das Potenzial, visuell und filmisch zu sein und die Empfindungen einzufangen, wie es sich anfühlt, wenn man sich erstmals verliebt, wie man jemanden so lieben kann, dass man sich für ihn in einen Vampir verwandeln will.“ Drehbuchautorin Melissa Rosenberg brachte in das Projekt reichlich Erfahrung mit der Hauptzielgruppe des Films, junge Mädchen im High-School-Alter, ein. Als Autorin hatte sie nicht nur für die jugendorientierten Serien „Party of Five“ („Party of Five“) und „O.C., California“ („The O.C.“) geschrieben, sondern für Summit Entertainment auch das Drehbuch für STEP UP („Step Up“, 2006) verfasst, einer enorm erfolgreichen Teenromanze zwischen einer Ballerina und einem Straßentänzer. Derzeit gehört sie zum Autorenteam der provokativen Showtime-Serie „Dexter“ („Dexter“), deren romantischer Held ein Serienmörder ist. „TWILIGHT - BISS ZUM MORGENGRAUEN“ verbindet meine beiden Leidenschaften: für Teenager zu schreiben und gruftig-schaurigen Horror“, gibt Rosenberg zu. „Als ich den Anruf erhielt, genügte es mir, Teenager und Vampire zu hören, schon war ich überredet.“
Rosenberg wusste, dass die treue Fangemeinde großen Druck für sie bedeuten würde, den Geist des Buchs zu bewahren: „Mir war klar, wie viel diese Geschichte Millionen von Fans bedeutet und wie persönlich sie diese nehmen. Um sie zu überzeugen, mussten wir sehr nah an der Vorlage bleiben. Mit einem so starken Ausgangsmaterial arbeiten zu können, ist für mich ein Geschenk. Ich hatte nie die Absicht, eine andere Welt aufzusuchen als die des Buchs. Es geht um eine Romanze zwischen einem Mädchen und dem ultimativ unerreichbaren Jungen. Das Haupthindernis besteht dabei darin, dass er sie jederzeit töten könnte. Die Chemie, die zwischen Bella und Edward bestand, liebte ich wirklich. Diese Anziehungskraft kennen wir alle. Jedes 17-jährige Mädchen weiß, was man empfindet, wenn man am anderen Ende des Zimmers diesen wunderbar geheimnisvollen und unerreichbaren Jungen sieht und dieses Verlangen spürt. Das Buch führt diese allgemeingültige Erfahrung auf die nächste Ebene: es lässt die Fantasie Realität werden. Wenn ich in Zukunft ausschließlich für Teenagerinnen schreiben würde, würde mich das total glücklich machen. Denn wenn junge Mädchen etwas lieben, dann tun sie das von ganzem Herzen. Für eine Autorin ist das ein tolles Publikum.“