Karo ist lesbisch und hat mit ihrer Freundin Franzi einen Laden in Berlin Mitte, wo sie Möbel verkaufen. Sie ist nicht den versöhnlichsten Weg mit ihren Eltern gegangen.
Karo lebt ein ganz anderes Leben als ihre Eltern.
Ja, sie ist viel selbst bestimmter, will ihren eigenen Weg gehen, ihre eigene Identität finden. Mit ihrer Mutter kriegt sie sich immer schnell in die Haare, vielleicht auch weil sie ähnliche Energien in sich haben. Und der Vater hat seine Tochter nie verstanden. Meine Figur ist nach dem Tod der Mutter und des Vaters erstmal unter Schock, und dann ist es ein weiterer Schock, dass er in Frauenkleidern in Japan rumgelaufen ist, das kann sie erstmal gar nicht verstehen, verarbeiten.
Wie hat die Arbeitsweise bei diesem Film Ihr Spiel beeinflusst?
Ich habe mich sehr auf meine Partner eingelassen. Wir haben teilweise auch mit Improvisationen gearbeitet. Ich habe mich gefreut, dass das Team so klein war, denn je weniger Leute, desto weniger hektisch ist es. Man bleibt auch konzentrierter, denn da kommt keine Maske, kein Beleuchter ... es bleibt wie aus einem Guss. Wenn sonst so lange Umbauten sind, dann muss man immer gucken, wie man die Energie hochhält. Ich fand die Selbstverantwortung, die wir hatten, toll. Ich habe das als befreiend erlebt, dass man sich um seine eigenen Sachen kümmern kann.