Für Konstantin beginnt mit dem Auszug aus dem Elternhaus ein neuer Lebensabschnitt und sein großer Bruder August fühlt sich verantwortlich, ihm die Vorzüge des aufregenden Lebens jenseits der mütterlichen Obhut näher zu bringen.
Augusts Willkommensgeschenk für Konstantin ist der nächtliche Besuch des städtischen Freibads – sie brechen kurzerhand ins Schwimmbad ein und August versucht seinen kleinen Bruder dazu zu bringen den „Absprung“ vom 10 Meter Brett zu schaffen.
Davon angespornt präsentiert August auch schon einen neuen Plan, der für etwas „Stimmung“ im verschlafenen Bochum sorgen soll: das Schwärzen der wichtigsten Ampeln über Nacht mit anschließendem Verkehrschaos. Konstantin lässt sich begeistern und der Plan wird umgesetzt.
Eine Kreuzung nach der anderen verweigern die Ampeln ihren Dienst und die beiden Brüder brechen ihre Aktion erst ab, als sie unerwartet von einem aggressiven Autofahrer erwischt werden.
Euphorisiert von diesem Abenteuer taucht Konstantin noch in dieser Nacht bei seinem Flirt Marit auf, wo ihn jedoch kurzerhand die Müdigkeit übermannt und er somit seine amourösen Absichten auf den nächsten Tag verschieben muss.
Am nächsten morgen zieht sich ein gewaltiger Stau durch Bochum. Die Brüder haben es geschafft – der Verkehr liegt still - „Nichts geht mehr“. August ist von dem Ergebnis ihrer gemeinsamen Aktion begeistert. Er wandert durch die Stadt und genießt den Anblick der kilometerweiten Stauungen. Als Konstantin jedoch die kolossalen Ausmaße ihres Schaffens sieht, wird ihm etwas mulmig.
Marit führt Konstantin noch am selben Abend auf eine Party aus. Dort erfährt er von befreundeten Jurastudenten, was den Brüdern für rechtliche Konsequenzen durch den Spaß der Vornacht droht. Konstantin will seinen großen Bruder August warnen, doch dieser ist damit beschäftigt ihre Tat zu feiern und jedem zu erzählen wer hinter dieser Aktion steckt.
Noch bevor sich die beiden versehen, steht die Polizei vor der Tür, so dass August und Konstantin kurz entschlossen fliehen; und zwar nach Hannover in den „Underground“, wie August es romantisch ausdrückt. Die leerstehende Wohnung von Marits Eltern soll den beiden Brüdern vorerst als Unterschlupf dienen, bis etwas Gras über die Sache gewachsen ist und die beiden einen klaren Kopf fassen konnten.
Dort angekommen verdrängen die Brüder vorerst gekonnt die Frage, wie es jetzt weitergehen soll. Immerhin gibt es auch hier ein süßes Leben zwischen Partys, Frauen, Alkohol... und neuen „Kollegen“, von denen die beiden in einen subversiven Aktionsplan eingeweiht werden, halb Hannover vom Stromnetz zu nehmen – von der Planung bis zum vorzeitigen Scheitern.
Die Tage vergehen, das Leben im Untergrund verliert langsam seinen Charme und mit dem Schwinden der ersten Euphorie, ernüchtert sich, zumindest für Konstantin auch der Blick auf ihre Situation. Schon längst fühlt sich für ihn der abenteuerliche Rausch viel zu ernst an. Als dann auch noch die Polizei auf der Suche nach den Brüdern einige der neuen Bekannten festnimmt, geraten die Brüder zunehmend aneinander.
Die Tatsache, dass Marit plötzlich unangemeldet vor der Tür steht, sorgt dabei auch nicht gerade für Entspannung. Marits Anwesenheit und Konstantins allgemeine Zweifel verursachen mehr und mehr Spannung zwischen den Brüdern. Als August schließlich seinen neuen, „völlig harmlosen“ Plan präsentiert, den hannoverschen Polizeipräsidenten mit einem Gotchaangriff zu attackieren, kann Konstantin seine Bedenken an August und dessen Plänen nicht mehr verdrängen.
Zum ersten Mal spürt Konstantin, wie bitter es sein kann, seinen Bruder zum Gegner zu haben und er sieht sich vor der Entscheidung, gemeinsam mit Marit zurück nach Bochum zu fahren und sich dort den Konsequenzen der gemeinsamen Tat zu stellen, oder weiterhin zu seinem Bruder zu halten.
Konstantin fühlt, dass er seinen Bruder nicht zurück lassen kann. Marit fährt alleine zurück nach Bochum. Gerade als die Brüder gemeinsam auf dem Hausdach stehen, um sich auszusprechen, erlischen vor ihnen die Lichter der abendlichen Stadt. Halb Hannover wurde vom Stromnetz genommen, ihre neuen Kollegen haben ihren subversiven Plan umgesetzt, doch für die Öffentlichkeit ist klar, dass wieder die beiden Brüder hinter dieser Aktion stecken müssen.
August plant die nächste Flucht, doch für Konstantin kann es so nicht mehr weiter gehen. Er muss seinen Bruder stoppen, doch das Gespräch scheitert, und die brüderliche Beziehung scheint endgültig gebrochen. August macht sich aus dem Staub und lässt Konstantin alleine zurück, der kurz darauf von der Polizei festgenommen wird.
Wochen später. Konstantin wacht auf, als mitten in der Nacht das Telefon in seiner Wohnung klingelt. Es ist August, der Konstantin sorglos einlädt ihn an einem fernen Haus am Strand zu besuchen, doch die brüderliche Nähe ist verschwunden. Das Telefonat wird unterbrochen und damit ist August wieder verschwunden. Konstantin geht zurück ins Bett, entschlossen, sich der Gerichtsverhandlung am nächsten morgen zu stellen.