Donnerstag | 31. Mai 2012 | 20:35 Uhr
Sie befinden sich hier: KINO | Startseite > Datenbank > Filmdetails > Filminfos
  • FILMDETAILS | Know1ng - Die Zukunft endet jetzt
  • Know1ng - Die Zukunft endet jetzt

    Thriller, Action | USA 2009
    WERBUNG
      • | Über die Produktion

      • Ein allein erziehender Vater, der verzweifelt versucht, seinen einzigen Sohn zu beschützen, und eine 50 Jahre alte verschlüsselte Botschaft, die einst von einem jungen Schulmädchen geschrieben wurde, könnten das einzige sein, was eine bevorstehende globale Katastrophe noch verhindern kann. Schon als sie das erste Mal diese Idee des Schriftstellers Ryne Douglas Pearson („Das Mercury Puzzle“) zum Drehbuch des packenden Science Fiction-Thrillers KNOWING hörten, wussten die Produzenten Jason Blumenthal und Todd Black, dass sie diese faszinierende Geschichte erzählen wollten.

        „Nachdem wir beim ursprünglichen Pitch zugegriffen hatten, haben wir acht Jahre an der Entwicklung des endgültigen Drehbuchs gearbeitet“, erinnert sich Blumenthal. „Die Grundlage für Rynes Idee stellte eine Zeitkapsel dar, die in den Fünfziger Jahren vergraben wurde. Als sie in der heutigen Zeit wieder auftaucht, finden sich darin einige Vorhersagen, die tatsächlich eingetreten sind. Dass wir damit die Basis für eine ganz besondere Geschichte in den Händen hielten, war uns von Anfang an klar!“

        In den zurückliegenden fünf Jahren bemühte sich das Produzenten-Gespann gemeinsam mit Alex Proyas, dem renommierten Regisseur von I, Robot (I, Robot, 2004), darum, aus der Idee einen Spielfilm zu machen. „Wenn man mit einem Pitch anfängt, weiß man ja nie, wie das finale Drehbuch aussehen könnte“, erklärt Blumenthal. „Aber die Geschichte hat sich tatsächlich nur in Kleinigkeiten verändert, die großen Themen sind nach wie vor die gleichen wie am Anfang. Die Idee von der Zeitkapsel und den Vorhersagen war so brillant und einzigartig, dass wir sie nie in Frage gestellt haben. Auch acht Jahre später sind wir davon noch genauso begeistert wie damals – und sie jetzt auf der Leinwand umgesetzt zu sehen, ist fantastisch!“

        Die Wahl des Regisseurs fiel auf Proyas nicht zuletzt aufgrund seines einzigartigen Regiestils, den er seit seinem Durchbruch 1994 mit The Crow (The Crow – Die Krähe, 1994) immer weiterentwickelt hat. „Wir hatten nie Zweifel daran, mit Alex den richtigen Regisseur gefunden zu haben“, bekräftigt der Produzent die Entscheidung. „Seine Vision für diesen Film überstieg bei weitem alles, was wir uns anfangs auf dem Papier vorstellen konnten. Er hatte unglaublich viele wissenschaftliche, spirituelle und philosophische Ideen im Gepäck, die das Drehbuch erst zu dem machten, was es nun ist.“

        Welche Aspekte des Films die spannendsten sind, änderte sich für Blumenthal im Laufe der achtjährigen Entstehungszeit, nicht zuletzt aufgrund von einschneidenden Veränderungen in seinem eigenen Leben. Mit der Idee der Zeitkapsel fing zunächst alles an: „Ich erinnere mich, dass ich schon als Kind von diesen Dingern hörte. Für mich klang das damals wie etwas aus einem Science Fiction-Film, und dass sie viele Jahre später wieder geöffnet werden sollten, faszinierte mich sehr. Wenn ich nach Ideen suche, die man als Stoff entwickeln könnte, halte ich immer Ausschau nach etwas, zu dem ich eine emotionale Verbindung habe – und das war hier der Fall.“

        Doch mit den Jahren prägten ihn neue Erfahrungen: „Als wir mit der Entwicklung anfingen, war ich noch kein Vater. Mittlerweile allerdings habe ich zwei kleine Kinder. Nicht zuletzt deswegen ist der Film nun im Grunde seines Herzens die Geschichte von einem Vater und seinem Sohn. Dieses zentrale Familienthema ist mir und auch vielen anderen an dem Film sehr wichtig geworden.“

        „Natürlich ist KNOWING ein Psychothriller, der den Zuschauer kaum auf seinem Sitz halten wird, mit Spezialeffekten, die einem den Atem rauben“, fährt Blumenthal fort. „Aber der Film ist viel mehr als das! Er stellt die ultimative Frage: Wie weit geht man, um sein Kind zu beschützen? Ist man bereit dazu, das größte aller Opfer zu bringen? Das sind unglaublich intensive Themen und die Geschichte eine emotionale Achterbahnfahrt voller Überraschungen. Über diesen Film werden die Menschen sprechen wollen, denn er stellt so viele Fragen, die man aus dem Kino mitnimmt. Für mich sind solche Geschichten immer die erzählenswertesten!“

        Für Proyas bedeutete dies, dass er eine Balance finden musste zwischen den überlebensgroßen Actionsequenzen und Spezialeffekten des Thrillers und der nuancierten, emotionalen Entwicklung der Figuren: „Für mich ist jeder Film ein großer Film. I, Robot (I, Robot, 2004) war eine technisch enorm komplexe Aufgabe, aber natürlich hat jeder Film seinen ganz eigenen Grad an Komplexität. Bei KNOWING war es großartig, welche Vielfalt an Emotionen und zwischenmenschlicher Interaktion die Geschichte hatte. Außerdem geht es hier immer um Realität und Glaubwürdigkeit. Wir erwarten absolut nicht, dass man seinen Zweifel und Realitätssinn an der Garderobe abgibt, denn alles, was wir zeigen und ansprechen, könnte auch tatsächlich so passieren.“

        Nicolas Cage, der in der Hauptrolle als Professor John Koestler zu sehen ist, vergleicht das Drehbuch mit einem oft gepriesenen Klassiker amerikanischer Kultur: „Das Skript erinnerte mich an jene von Rod Sterlings berühmter Fernsehshow ‚Twilight Zone’ und an die enorme Kraft, die diese Serie früher hatte“, beschreibt der Schauspieler seine Eindrücke. „Es ist ein Science-Fiction- und Mystery-Thriller, der aber eben auch viele intensive dramatische und emotionale Momente zu bieten hat.“

        Auch Rose Byrne, die als Diana zu sehen ist, tut sich schwer damit, KNOWING in ein einzelnes Genre einzuordnen – was für sie eine der großen Stärken des Films ist: „Die Handlung entwickelt sich sehr clever und die Idee mit der Zeitkapsel ist faszinierend. Der Film ist nicht einfach nur ein Thriller oder Horror oder Science Fiction, sondern eine raffinierte Kombination aus all diesen und weiteren Bestandteilen.“

        „Dieser Film hat die Möglichkeit, seine Zuschauer zu verändern“, ergänzt Cage. „Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind The China Syndrome (Das China-Syndrom, 1979) gesehen habe und mir dadurch wirklich klar wurde, dass Atomkraft eine Energiequelle ist, mit der man sehr vorsichtig sein muss. Durch solche Filme wird Aufmerksamkeit für Themen geschaffen, die uns alle angehen. Die Menschen haben es in ihrer Hand, etwas zu tun und das Ende der Welt zu verhindern. Die Frage ist nur, wie wir mit dieser Verantwortung umgehen!“

        Filme mit apokalyptischen Themen finden derzeit beim Publikum eine besondere Aufmerksamkeit, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Umweltsorgen, mit denen die Welt zu kämpfen hat, wie Byrne hinzufügt: „Es ist ein menschliches Grundbedürfnis, so genau wie möglich zu wissen, wie lange es uns noch geben wird. Die Menschheit hat diesbezüglich immer schon nach Antworten gesucht. Und von den Mayas über die Moslems bis zu den Hindus hat jeder seine eigene Theorie darüber, wann und wie wir unser Ende finden.“

        In jedem Fall haben die Filmemacher die Hoffnung, dass KNOWING einer jener Filme ist, die beim Publikum noch lange nach dem Verlassen des Kinos für Gesprächsstoff sorgen. „Die Menschen gehen doch ins Kino, um unterhalten zu werden, etwas Großes und Besonderes zu erleben, was sie noch nie zuvor gesehen haben“, meint Blumenthal. „Und wir denken, dass wir ihnen genau das zu bieten haben.“

        „Ich bin mir sicher, dass die Leute die Herausforderung schätzen, ihre eigenen Schlüsse ziehen zu müssen“, fährt er fort. „Unser Film hat zwar ein eindeutiges Ende, aber es lässt auch viel Raum für Diskussionen. Ein Film, der mit dem Abspann tatsächlich zu Ende ist, ist doch nie so interessant wie einer, der in den Gesprächen der Zuschauer weiterlebt, auch wenn sie schon längst auf dem Heimweg sind. Das war mein Ziel: dass die Menschen über ihn sprechen und sich fragen, wie sie sich selbst in so einem Szenario verhalten würden!“

      • | Userwertung

      Wertung: 6.0/10 (2 votes)

      • | Cinefacts bei Facebook
      Facebook Logo
        • | WEITERE INFOS
            •   AKTIONEN