Donnerstag | 31. Mai 2012 | 20:35 Uhr
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    Thriller, Action | USA 2009
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      • | Produktion: Die Besetzung

      • Nachdem der ideale Regisseur ausgewählt war, man ein fertiges Drehbuch in den Händen hielt und ein Studio für die Finanzierung des Films gefunden hatte, machten sich die Produzenten auf die Suche nach ihrem Hauptdarsteller. „Irgendwann drehte sich für uns alles um die Frage, wer unseren Helden verkörpern konnte“, erinnert sich Blumenthal. „Wer ist der Kerl, der uns durch diese Geschichte führen wird?“

        Fündig wurde man in Oscar®-Gewinner und Superstar Nicolas Cage, der jeden seiner Filme zu einem Ereignis werden lässt. Nicht zuletzt sein Engagement und seine Hingabe haben ihn zu einem der gefragtesten Schauspieler der Welt werden lassen. „Von Anfang an war uns klar, dass Nic Cage die ideale Besetzung für diese Rolle ist“, erklärt Blumenthal. „Er verfügt über eine bemerkenswerte Intensität, aber er verleiht der Figur auch eine Zugänglichkeit, wie es nur wenige seiner Kollegen können. Außerdem liegen ihm viele der Themen, die wir in unserem Film ansprechen, selbst sehr am Herzen.“

        „Vieles an der Rolle und der Geschichte sprach ihn emotional an, weil er selbst Vater eines jungen Sohnes ist“, erläutert der Produzent, der mit Cage schon bei The Weather Man (The Weather Man, 2005) zusammengearbeitet hatte. „Er verstand auf Anhieb, was ein Vater in solch einer Lage durchmachen muss und welche gravierenden Entscheidungen die Situation erfordert. Dazu kommt selbstverständlich, dass Nic ein wunderbarer Mensch und fantastischer Schauspieler ist, der jede seiner Rollen mit enormer Menschlichkeit erfüllt. Dass er außerdem ein großer Fan von Alex und Alex ein großer Fan von ihm ist, war natürlich ebenfalls perfekt. Manchmal kommt einfach alles wie durch Fügung zusammen!“

        Cage und Proyas waren beide auf Anhieb begeistert von der Aussicht auf eine Zusammenarbeit. „Ich wollte schon lange einmal mit Nicolas arbeiten, und natürlich ist es sehr aufregend, wenn so ein Wunsch dann tatsächlich in Erfüllung geht“, meint der Regisseur. Auch sein Hauptdarsteller griff sofort zu bei der Möglichkeit, sich in dieser einzigartigen, durchaus provokanten Geschichte von Proyas inszenieren zu lassen: „Es ist heutzutage eine große Herausforderung, ungewöhnliche Geschichten und Perspektiven zu finden. Alex aber ist wirklich ein Original, ein Künstler mit einem sehr eigenwilligen Standpunkt.“

        Auch unter emotionalen Gesichtspunkten empfand der Oscar®-Gewinner die Rolle des John Koestler als äußerst befriedigend: „Er ist seinem Sohn gegenüber unglaublich hingebungsvoll und kämpft gleichzeitig mit den Schwierigkeiten des Daseins als allein erziehender Vater. Die Sorgen, die Väter um ihre Kinder haben, sieht man nicht besonders oft im Kino. Auch das trug dazu bei, dass ich diesen Film unbedingt drehen wollte.“

        „Die Sicherheit seines Sohnes ist Johns einzige Priorität“, fährt Cage fort. „Es gibt diesen sehr emotionalen Moment im Film, in dem Caleb ihn fragt, ob er sterben müsse. Worauf meine Figur dann antwortet: ‚Das wird nicht passieren. Ich lasse Dir nichts zustoßen!’ Und tatsächlich kennt er keine Grenzen wenn es darum geht, dieses Versprechen zu halten. Aber von diesem Moment an dreht sich der Film vor allem darum, ob und wie ihm das gelingt.“

        Die weibliche Hauptrolle von KNOWING wurde mit der australischen Schauspielerin Rose Byrne besetzt, die im Laufe ihrer Karriere in großen Blockbustern wie Troy (Troja, 2004) ebenso zu sehen war wie in kleinen Produktionen wie I Capture The Castle (I Capture The Castle, 2003). Kürzlich wurde sie für ihre Hauptrolle in der erfolgreichen Krimiserie „Damages“ mit Glenn Close sogar für einen Golden Globe nominiert.

        „Rose und ich wollten schon seit geraumer Zeit einmal zusammen arbeiten“, berichtet Proyas. „Jedes Mal, wenn man sie auf der Leinwand sieht, haben ihre Figuren eine erstaunliche Vielschichtigkeit. Für diesen Film war das besonders wichtig, denn nicht jeder Gedanke und jedes Gefühl der Protagonisten wird durch Dialoge vermittelt.“

        Die Chance mit Proyas zu drehen, dessen Filme sie schon lange bewundert, war für Byrne eine der Gründe, die Rolle anzunehmen: „Die Arbeit mit Alex hat sehr viel Spaß gemacht. Er weiß genau, was er will, und ist sehr leidenschaftlich in der Zusammenarbeit mit seinen Schauspielern. Sowohl die Geschichte als auch die Figuren lagen ihm sehr am Herzen.“ Doch nicht nur der Regisseur, auch das Drehbuch reizte Byrne: „Die eigentlich sehr intime Geschichte über vier Menschen in dieser letztlich überlebensgroßen Situation fand ich als Darstellerin sehr spannend. Meine Figur, Diana, befindet sich in einer ziemlich komplizierten Lage, denn ihre dunkle Vergangenheit holt sie mit aller Wucht wieder ein. Ihr ganzes Leben hat sie versucht davor zu fliehen, doch es gibt kein Entkommen. Ich musste das so glaubhaft und kraftvoll wie möglich auf der Leinwand rüberbringen – und das war eine echte Herausforderung.“

        Die Entscheidung für Byrne fiel nach einem Casting, das sich über mehrere Kontinente erstreckte. „Rose strahlte einfach etwas ganz Besonderes aus“, erinnert sich Blumenthal. „Sie hat so eine spezielle Frische. Alex war sich auf Anhieb sicher, dass sie die richtige Wahl war, denn in seinen Augen besaß sie echte Menschlichkeit. Man spürt ihren Schmerz, die Emotionen, wenn sie entdeckt, dass die Vorhersagen, die die Handlung erst in Gang bringen, auf ihre eigene Mutter zurückgehen.“

        Die Arbeit mit Cage barg immer die Möglichkeit des Unerwarteten, berichtet die Australierin: „Es war der Wahnsinn! Nic geht mit unglaublicher Leidenschaft an seine Aufgaben heran. Man weiß nie, womit man bei ihm rechnen muss. Gleich in unserer ersten Szene musste er mir einen Baseball zuwerfen. Wir haben das besprochen und geprobt, doch dann hat er es plötzlich ganz anders gemacht, was ich wirklich spannend fand. Aus einer Szene, die eigentlich etwas Zartes und Subtiles hatte, wurde plötzlich etwas vollkommen anderes, weil seine Figur für einen Moment die Beherrschung verliert. Nic ist in seinem Kopf immer schon einen Schritt weiter, das macht die Zusammenarbeit wirklich aufregend.“

        Cage war gleichermaßen beeindruckt von seiner Kollegin, nicht zuletzt von ihrer Authentizität vor der Kamera. „Rose ist auf faszinierende Weise echt“, beschreibt er Byrne. „Sie beherrscht alle Emotionen, die man braucht, um die entscheidenden Momente des Films für das Publikum wirklich greifbar und nachvollziehbar zu machen. Bei ihr wirkt alles tatsächlich so, als würde es wirklich passieren.“

        Entscheidend zum Gelingen von KNOWING tragen mit Chandler Canterbury und Lara Robinson auch zwei sehr junge Schauspieler bei. Vor allem für die Rolle des Caleb Koestler begaben sich die Filmemacher auf eine ausgedehnte Suche nach dem idealen Darsteller. Sie fanden ihn in Canterbury, der während des Drehs gerade einmal neun Jahre alt war. Für eine Rolle in der erfolgreichen Fernsehserie „Criminal Minds“ hatte er bereits einen Young Artist Award gewonnen, außerdem stand er schon neben Brad Pitt in The Curious Case Of Benjamin Button (Der seltsame Fall des Benjamin Button, 2008) und neben Jude Law in Repossession Mambo (Repossession Mambo, 2009) vor der Kamera.

        „Mein erstes Vorsprechen zeichneten wir auf und meine Mutter verschickte es über das Internet, so wie es wohl heute die meisten Schauspieler machen“, erinnert sich Chandler. „Anschließend wurde ich gebeten, das gesamte Drehbuch zu lesen, um mehr über meine Rolle zu lernen. Caleb ist sehr traurig, weil seine Mutter tot ist, und er liebt seinen Vater, auch wenn die beiden ein paar Schwierigkeiten haben. Außerdem ist er ziemlich klug – und ganz verrückt nach Tieren.“
        Laut Produzent Blumenthal bestand die größte Herausforderung darin, einen Kinderschauspieler zu finden, der auf der Leinwand nicht wie ein typischer Kinderschauspieler wirkt: „Er musste auf jeden Fall authentisch erscheinen. Chandler hatte etwas ganz Besonderes, wie ich es so noch nie gesehen hatte. Die Altklugheit, die man oft bei Kinderstars in Hollywood erlebt, war ihm völlig fremd. Chandler lebt in Texas, und dass er nicht in Hollywood aufgewachsen ist, schlägt sich eindeutig in seinem Spiel nieder.“

        Die zehnjährige Lara Robinson übernahm gleich zwei wichtige Rollen in KNOWING. Sie spielt sowohl Lucinda, das kleine Mädchen, mit dem alles beginnt, als auch Abby, Lucindas Enkelin, die gleichzeitig ein Schlüssel zum Geheimnis des Films ist. „Es hat mir gut gefallen, zwei verschiedene Rollen im selben Film zu spielen“, erzählt die junge Australierin. „Sie sind vollkommen unterschiedlich. Lucinda zu sein hat viel Spaß gemacht, weil sie so unheimlich, traurig und seltsam ist. Und Abby war ich gerne, weil sie total normal ist.“

        „Chandler ist wirklich ein guter Schauspieler“, sagt Lara über ihren Kollegen. „Aber er ist auch eindeutig ein typischer Junge. Er hat mir immer die komischsten Fragen gestellt. Ob ich mir für einen Film eine Glatze oder meine Augenbrauen rasieren würde. Und ob ich für eine Rolle auf ein Auge verzichten würde. Natürlich habe ich immer mit Nein geantwortet!“

        Blumenthal ist voll des Lobes für seine jungen Darsteller: „Lara und Chandler waren beide fantastisch, weil sie genau verstanden, was es bedeutet, einen Film zu drehen. Und sie waren einfach echte Kinder. Kaum war eine Szene im Kasten, ließen sie ihre Rollen hinter sich und waren wieder ganz normale Kids. Sie spielten, hatten Spaß und genossen die Zeit am Set. Das zu beobachten, war etwas sehr Schönes.“


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