Ein weiteres Mal teilt sich das mit dem Emmy ausgezeichnete Trio Kenny Ortega, Charles „Chucky“ Klapow und Bonnie Story die Choreografie. „Kenny, Chucky und Bonnie haben einen neuen Standard in der Tanzmusikindustrie geschaffen, den alle anderen erreichen wollen“, sagt Produzent Bill Borden. „Ihr Talent und ihre Begeisterung für das, was sie tun, zeigt sich in allen Tänzen. Und die Schauspieler lieben sie.“ „Als Chucky vor einigen Jahren anfing, mit mir zu arbeiten, hatte er diese junge, hungrige Einstellung – frisch aus der Schule, heißblütig und bereit, alles anzupacken“, sagt Ortega. „Bonnie hat diese unglaubliche Geschichte. Sie ist Lehrerin, eine begnadete Tänzerin, klassisch ausgebildet, technisch brillant, und sie hat mit den Besten gearbeitet.“
Der Regisseur sagt, das Trio habe in HIGH SCHOOL MUSICAL 3: SENIOR YEAR seiner Kreativität freien Lauf gelassen: „Ich stehe mit einem Fuß auf der Straße und mit dem anderen in der Geschichte. Ein bisschen Broadway, Funk, Sport, Ballett und Gesellschaftstanz, eine ganze Bandbreite von Musik- und Tanzstilen ist in den Film eingegangen. Dazu kommt eine dynamische Mischung von Dance-Locations wie ein Basketball-Feld, ein Dach, ein Baumhaus. Die Tanzsequenzen ziehen sich wunderbar durch die Story. Jeder Tanz ist wie seine eigene Postkarte.“ „Wir decken alles ab: Walzer, Hiphop, Breakdance, Pop, Latin Salsa, Jazz und Fosse“, fügt Klapow hinzu. „Zac Efron ist in einer Szene Fred Astaire und in der nächsten Michael Jackson.“
Die Tanzproben fanden in Salt Lake City statt. „Eine ganze Woche lang saßen wir um einen Tisch herum und haben geredet, bevor wir angefangen haben zu üben“, erzählt Klapow. „Kenny malte das Bild, er ist der Visionär. Dann traten Bonnie und ich vor den Spiegel und haben uns gegenseitig unterstützt. Es geht nicht nur um einzelne Tanzschritte, das Ganze muss einen Sinn ergeben. Wir müssen die Geschichte durch Bewegung vermitteln.“ „Mit jedem neuen Projekt sind die Schauspieler und Tänzer noch besser geworden, und wir haben mehr von ihnen verlangt“, sagt Story.
„Die Choreografie ist verwickelter, erfordert stärkeres Eingehen auf den Partner.“ Für die große Leinwand mussten die Choreografen die Latte höher legen. In den beiden erfolgreichen TV-Filmen choreografierte das Trio Tänze für bis zu zehn Hauptdarsteller, zwölf Tänzer und 190 Komparsen. In HIGH SCHOOL MUSICAL 3: SENIOR YEAR arbeiteten sie mit 15 Hauptdarstellern, 18 Tänzern (plus über 60 zusätzlichen Tänzern in den größeren Nummern) sowie mit bis zu 2000 Komparsen.
„Es gilt, mehr Leinwand auszufüllen, also haben wir mehr Tänzer gecastet“, erklärt Story. „Uns war bewusst, dass die Kinoleinwand größer ist als das Fernsehbild. Wir mussten anders an die Choreografie herangehen.“ Ortega, Klapow und Story stockten ihr Team um vier Mitglieder auf, die bei den aufwändigen Tanznummern assistierten. Roger „Ro“ Malaga, der zentrale Tänzer, fungierte auch als Assistent der Choreografie und Breakdance-Spezialist. Auch Weltklasse-Tänzer und Coach Paul Winkelman half bei der Choreografie und erwies sich als Experte für Gesellschaftstanz. Bayli Baker war ebenfalls Tänzer und Choreografie-Assistent, und Tänzer Zachary Wilsonunterstützte die Choreografen beim Walzer.
Die Dreharbeiten in Utah brachten eine unerwartete Schwierigkeit mit sich: „Salt Lake City liegt in einer Wüstenlandschaft, es ist sehr trocken dort“, sagt Klapow. „In dieser Höhe zu tanzen ist schwierig. Wir hatten Herzklopfen, haben geschwitzt und konnten kaum atmen. Ich werde sicher Weltklasse-Athlet, weil ich in Utah trainiert habe.“